Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Umweltministerkonferenz Kein Tiefsee-Bohrstopp im Nordostatlantik

Im Nordatlantik soll es auch nach der Öl- Katastrophe im Golf von Mexiko keinen vorläufigen Stopp von Tiefseebohrungen geben. Entsprechende Vorschläge sind aus der Abschlusserklärung der Meeresschutzkonferenz in Bergen gestrichen worden.
Kommentieren

HB BERGEN. Wie die Umweltorganisation Greenpeace am Donnerstag mitteilte, sind entsprechende Vorschläge bei einer Meeresschutzkonferenz im norwegischen Bergen aus dem Entwurf für die Abschlusserklärung gestrichen worden. Für ein Moratorium hatte sich unter anderem auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen ausgesprochen.

Die Bundesregierung wird bei der zweitägigen Ministerkonferenz mit 15 Staaten sowie der EU nur auf Abteilungsleiter-Ebene vertreten. Nach Angaben des zuständigen Greenpeace-Sprechers Stefan Krug setzten sich vor allem die an Gas- und Ölbohrungen unmittelbar interessanten Regierungen von Großbritannien, Dänemark und Norwegen massiv gegen ein vorläufiges Aussetzen von Tiefseebohrungen ein. Im Golf von Mexiko hatte eine solche Bohrung zur schlimmsten Ölpest in der Geschichte der USA geführt.

Krug meinte, bei der OSPAR-Konferenz sei nicht mehr als eine „butterweiche Ankündigung“ von freiwilligen Untersuchungen zur Gefahr von Tiefseebohrungen zu erwarten. Über das Verhalten der Bundesregierung sagte er: „Deutschland ist in dieser Frage als Tiger gestartet und als Bettvorleger geendet.“

Weitere Schwerpunkte bei dem Treffen sind die Einrichtung eines Meeresschutzgebietes und neue verstärkte Bemühungen zum Schutz arktischer Gewässer. Diese ökologisch besonders sensiblen Gebiete werden wegen des globalen Temperaturanstieges immer interessanter für kommerzielle Aktivitäten wie Schifffahrt und Gewinnung von Bodenschätzen.

Brexit 2019
Startseite

0 Kommentare zu "Umweltministerkonferenz: Kein Tiefsee-Bohrstopp im Nordostatlantik"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.