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Umweltschutz Kambodscha schickt Plastikmüll zurück an Absender

Indonesien und andere Länder in Südostasien haben es bereits getan: Jetzt will auch Kambodscha Plastikmüll zurück an den Absender schicken.
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Seit China Anfang 2018 die Importe von Kunststoffabfällen zum Recycling stark eingeschränkt hat, landet viel Plastikmüll in anderen asiatischen Ländern wie Indonesien oder Malaysia. Quelle: dpa
Plastikmüll in Malaysia

Seit China Anfang 2018 die Importe von Kunststoffabfällen zum Recycling stark eingeschränkt hat, landet viel Plastikmüll in anderen asiatischen Ländern wie Indonesien oder Malaysia.

(Foto: dpa)

Phnom Penh Nach Indonesien und anderen Ländern in Südostasien will nun auch Kambodscha Plastikmüll zurückschicken. Aus welchem Land die 83 Container mit der unerwünschten Ladung stammten, werde noch untersucht, teilte ein Sprecher des Umweltministeriums am Mittwoch mit. Der Importeur müsse zudem mit einer Strafe rechnen, sagte Neth Pheaktra weiter. Kambodscha hatte die Einfuhr von Plastikmüll seinen Worten zufolge bereits vor zwei Jahrzehnten verboten. „Kambodscha ist keine Müllhalde“, sagte der Sprecher.

Die Container hatten seit Monaten in dem Hafen von Sihanoukville an der Südwestküste Kambodschas gestanden. Ihr Inhalt war demnach als Recycling-Rohstoffe gekennzeichnet gewesen. Bei Kontrollen stießen Beamte dann auf die tatsächliche Ladung. Fotos in örtlichen Zeitungen zeigten die Ballen Plastikmülls.

Seit China Anfang 2018 die Importe von Kunststoffabfällen zum Recycling stark eingeschränkt hat, landet viel Plastikmüll in anderen asiatischen Ländern wie Indonesien oder Malaysia. Dort regt sich zunehmend Widerstand. So hatte Indonesien Anfang Juli angekündigt, 49 Container Plastikmüll an mehrere Industrieländer, darunter auch Deutschland, zurückzuschicken. Vergangene Woche hieß es zudem, nach Australien gingen mehr als 210 Tonnen Müll zurück, darunter Haushaltsabfall und gebrauchte Elektrogeräte.

Mehr: Mit der Verschiffung von Wohlstandsmüll muss endlich Schluss sein, meint Handelsblatt-Redakteurin Silke Kersting.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Umweltschutz: Kambodscha schickt Plastikmüll zurück an Absender"

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  • Die boesen Wohlstandslaender schicken der Aermsten der Armen ihren Muell! Mal wieder
    typisch Meanstreampresse. Niemand schickt Muell an jemanden, der ihn nicht haben will.
    Die Lieferungen von wem auch immer und an wen auch immer waren vertraglich vereinbart.
    Selbstverstaendlich sind solche Vereinbarungen nicht fuer die Ewigkeit. Sie haetten schon
    frueher von einem der Geschaeftspartner aufgekuendigt werden koennen. Das Plastikmuell
    als Recycling-Rohstoff deklariert wird, ist ganz normal. Es sollte recycelt werden, aber wahrscheinlich wurde es im Empfaengerland einfach irgendwo hingekippt. Die ganze Angelegenheit sollte unaufgeregt behandelt werden. Es gibt keine Schuldigen ausser viel-
    leicht, dass die Empfaengerfirmen nicht das machen, was sie vertraglich mit dem Muell
    machen sollten.

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