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UN-Behörde Warnung vor Nahrungsknappheit wegen Ebola

Die Welternährungsorganisation warnte am Dienstag, viele Familien könnten sich Lebensmittel inzwischen nicht mehr leisten. Nigeria soll unterdessen einen Ebola-Wirkstoff aus Japan erhalten.
02.09.2014 - 11:37 Uhr 1 Kommentar
Lebensmittel wie zum Beispiel Bananen sind für viele Familien in von Ebola betroffenen Gebieten nicht mehr erschwinglich. Quelle: AFP

Lebensmittel wie zum Beispiel Bananen sind für viele Familien in von Ebola betroffenen Gebieten nicht mehr erschwinglich.

(Foto: AFP)

Rom Die Ebola-Epidemie in Westafrika schränkt zunehmend die Nahrungsversorgung in den betroffenen Staaten ein. Die Welternährungsorganisation (FAO) warnte am Dienstag, viele Familien könnten sich Lebensmittel schlicht nicht mehr leisten. So sei in Liberias Hauptstadt Monrovia der Preis für das Grundnahrungsmittel Maniok in den ersten Augustwochen um 150 Prozent gestiegen. Das Problem dürfte sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen und den Kampf gegen die Ausbreitung der Seuche zusätzlich erschweren. Um kurzfristig zu helfen, stelle das Welternährungsprogramm (WFP) für 1,3 Millionen Menschen 65.000 Tonnen Lebensmittel bereit.

Die FAO-Erklärung bezog sich auf Liberia, Sierra Leone und Guinea, die drei Staaten, in denen das tödliche Virus am schlimmsten wütet. Die Behörden kämpfen unter anderem mit Grenzschließungen und Quarantänen gegen eine weitere Ausbreitung von Ebola. Allerdings behindert das auch den Transport von Lebensmitteln. Wenige Wochen vor dem Beginn der Reis- und Maisernten können auch die Helfer nicht auf die Felder.

Nigeria soll indes das experimentelle Ebola-Mittel Favipiravir aus Japan erhalten. Es ist dort gegen Grippe zugelassen und in größeren Mengen verfügbar. Favipiravir könne sofort geliefert werden, sagte Nigerias Gesundheitsminister Onyebuchi Chukwu am Montag bei einem Notfalltreffen in Abuja. Entwickelt wurde es von dem Unternehmen Toyama Chemical, das zur Fujifilm Holdings Corporation gehört. Es sind genügend Dosen vorhanden, um 20 000 Menschen damit zu behandeln. Favipiravir wird auch unter der Bezeichnung T-705 und dem Produktnamen Avigan geführt. In einer deutschen Studie hatte es mit Ebola infizierten Mäusen geholfen.

Nigeria hat nach Angaben von Chukwu auch um das Ebola-Mittel TKM gebeten, das in Kanada entwickelt wurde. Es kann vergleichsweise schnell produziert werden und wurde an Affen sowie an einzelnen Menschen getestet. Die Versuche wurden im Januar unterbrochen, weil ein Patient Nebenwirkung im Magendarm-Bereich bekam. Nigeria sei zudem bereit, bei zwei Impfstoffversuchen gegen Ebola mitzumachen, ergänzte Chukwu. Nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete das Land bis zum 26. August 17 bestätigte und Verdachtsfälle, 6 Menschen starben.

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    Die jüngste Ebola-Epidemie hält seit März an und ist die bislang schwerste ihrer Art. Mehr als 1500 Menschen sind an der Seuche gestorben.

    • rtr
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    • Wir können doch das hochgelobte BIO liefern?

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