UN-Bericht Gefährlicher Temperaturanstieg kaum noch zu bremsen

Ohne weitere Anstrengungen wird der Ausstoß an Treibhausgasen weiter zunehmen. Dadurch sei das Ziel, den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, immer schwerer zu erreichen, mahnt das UN-Umweltprogramm.
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Ohne massiven Umschwung zum Klimaschutz werde der Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 auf 58 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) steigen, sagte Unep-Exekutivdirektor Achim Steiner. Quelle: dpa

Ohne massiven Umschwung zum Klimaschutz werde der Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 auf 58 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) steigen, sagte Unep-Exekutivdirektor Achim Steiner.

(Foto: dpa)

LondonDie Welt entfernt sich immer weiter von dem Ziel, die Erderwärmung rechtzeitig zu stoppen. Ohne einschneidende Maßnahmen sei ein Plan, die Temperatur auf ein Plus von maximal zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, nicht erreichbar, heißt es in einem Bericht der UN-Umweltbehörde Unep, den sie am Mittwoch in London präsentierte. Anstatt zu sinken, sei der globale Ausstoß an Treibhausgasen seit dem Jahr 2000 bereits um etwa 20 Prozent gestiegen.

Ohne massivem Umschwung zum Klimaschutz werde der Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 auf 58 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) steigen, sagte Unep-Exekutivdirektor Achim Steiner. Um das Zwei-Grad-Klimaziel zu halten, dürfe der Ausstoß bis dahin jedoch nicht mehr als 44 Gigatonnen betragen.

Dafür müssten die Länder ihre im Zuge von UN-Konferenzen vorgelegten lose versprochenen Absichtserklärungen stark erhöhen. Denn selbst, wenn die einzelnen Staaten ihre jeweils am weitesten gehenden Klimaschutzzusagen einhielten, bleibe bis 2020 eine Lücke von 8 Gigatonnen.

Falls die nötigen Emissionsreduktionen bis 2020 nicht erreicht werden, würde ihre spätere Umsetzung danach mindestens 10 bis 15 Prozent mehr kosten, betonen die 55 Forscher aus 22 Ländern in dem Bericht.

Dem Unep-Bericht zufolge ist der angestrebte Rückgang der Emissionen mit bestehender Technologie jedoch erreichbar. Derzeit müssten noch keine neuen, teils unausgereiften Technologien wie etwa die umstrittene CO2-Speicherung zum Einsatz kommen.

„Alarmsignal für die Weltgemeinschaft“
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  • Hi charly...gegen Ihre Phantasie ist die der "Klimaretter" harmlos.

    "die entsorgung des radioaktiven abfalls ist nach wie vor ungelöst. ein einziges problem mit einem endlager kann weite landstriche faktisch unbewohnbar machen"

    Real gibt es natürliche Uranlagerstätten. Diese sind meist nicht gegen die Biosphäre abgeschirmt. Die Konsequenz ist, dass einige Grundwasserhorizonte und damit einige Quellen mehr, oder minder radioaktiv kontaminiert sind. Beispielsweise hatte das BfS im Erzgebirge 1500 Bq/L (Maximalwert) im Trinkwasser gemessen. Das ist das 3-fache des Deutschen und das 15-fache des japanischen Grenzwertes. Allerdings ist dies weit von irgendeiner Gesundheitsgefährdung entfernt.

    Die vorgesehenen Endlager sind meist weit unter den genutzten Grundwasserhorizonten geplant. Meist sind diese von der Biosphäre durch Salz, oder Ton abgeschirmt.

    Somit dürfte der Worst Case darin liegen, dass man, falls sich ein Salzstock oder Tonlagerstätte auflöst, dann nach einigen zig-1000 Jahren mit der Gammastrahlenspektrometrie einige Nuklide nachweisen kann.

    Vandale

  • Sorry, ich meinte natürlich Tsabo und nicht Zensi!

  • @ Zensi
    Den Link zum Umweltbundesamt habe ich ihnen doch genannt und dort sehen Sie eine Grafik aus der hervorgeht, dass das globale Temperaturmittel von 13,7°C im Jahr 1850 auf 14,5°C in 2010 gestiegen ist. Nennen Sie doch mal eine Quelle, die etwas anderes belegt. Sie haben auch nicht den Klimawandel an sich anerkannt, wie Sie behaupten, sondern nur im Rahmen der natürlichen Schwankungsbreite eingeräumt. Für mich ist das nicht das gleiche.
    Übrigens, man muss die Weisheit gar nicht mit Löffeln fressen. Meist genügt es, wenn man selber denkt.

  • @tsabo

    unverständlich wie menschen solche ein brett vorm kopf haben können. nicht nur, dass die abwärme aus den anlagen unserer zivilisation die erde aufheizt. der treibhauseffekt sorgt dafür, dass weniger sonnenenergie in den weltraum zurückgestrahlt wird.

    auch die tatsache, dass es in der erdgeschichte früher schon wärmer war ist da nicht hilfreich. flora und fauna werden diese erwärmung überstehen. mikroben und insekten werden sogar zahlreicher werden und die evolution wird aufblühen.
    nur die menschen werden halt die verlierer sein.

    die klimaveränderungen werden sich aber nicht mehr aufhalten lassen. ohne wachstum wird die weltwirtschaft zusammenbrechen und die weltbevölkerung wird dezimiert werden.
    mit wachstum wird sich die klimakatastrophe beschleunigen und die weltbevölkerung wird dezimiert werden.

    meiner ansicht nach haben wir vielleicht nur noch etwa 10 jahre.
    danach wird die situation aus vielen gründen eskalieren, z.b. rohstoffmangel, mangel an benutzbarer ackerfläche, zunehmender mangel an phosphor zur düngung, armut wegen staatsbankrotten.
    in unseren breiten ist die umwelt scheinbar sauber, das täuscht aber, wir haben die dreckige produktion nur exportiert. der dreck fällt jetzt woanders an. die entsorgung des radioaktiven abfalls ist nach wie vor ungelöst. ein einziges problem mit einem endlager kann weite landstriche faktisch unbewohnbar machen. die liste kann man durchaus noch drastisch verlängern.

  • merxdunix - lesen ist eine Kunst - sehr wohl habe ich nicht bestritten das sich das Klima wandeltund das tut es schon seit Miollionen Jahren oder sehen Sie das anders... und da wurden Ihre Mengen an Energie nicht vom Menschen verbraucht...-
    Aber da reichen auch die letzten 10tausend Jahre..
    Aber legen Sie doch mal offen wie sich die durchschnittliche Temparatur von sagen 1850-1860oder 70 bis heute erhöht...
    Wenn Sie irgendwelche Unterlagen benötigen - wenden Sie sich gerne an mich ..kann Ihnen ein paar tausend, ebenso wissenschaftlich Untersuchungen zukommen lassen...
    die genau das Gegenteil sagen..
    Ohne dass man Sie man manipulieren muss.... gell schmunzel
    Wie doch manche immer meinen Sie hätten die Weisheit mit Löfffeln gefressen....

  • @ tsabo
    Sie würden den Klimawandel wahrscheinlich auch dann noch leugnen, wenn bei Ihnen heißer Kaffee aus der Wasserleitung kommt. Sehen Sie sich mal folgende Daten zur Erderwärmung an:
    www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2347
    Wo ist da nix wärmer geworden?
    Der Weltenergiebedarf beträgt knapp 500 Exajoule pro Jahr, die im Wesentlichen durch thermische Prozesse wie Verbrennung oder Dampferzeugung per Kernspaltung umgesetzt werden. Das entspricht in etwa der unvorstellbaren Menge von 20.000 Öltankern mit je 500.000 Tonnen Öl pro Jahr? Geht man davon aus, dass es sich dabei um langwellige Strahlung handelt, die wegen des Treibhauseffektes nur zu ca. 20% die Atmosphäre in Richtung All durchdringt, ergibt sich, dass der größte Teil der vom Mensch erzeugten Wärme auf der Erde bleibt und uns einheizt. Damit können Sie jedes Jahr ca. 1000 Milliarden Tonnen Polar- oder Gletschereis schmelzen.
    Können Sie schwimmen und wenn ja wie lange?

  • Möchte gerne mal wissen, was so eine Bombenexplosion im Gaza-Streifen für Treibhausgase freisetzt. Vielleicht sollte man da mit dem Klimaschutz anfangen?

  • Der menschengemachte Klimawandel ist eine Tatsache und wissenschaftlich fundiert bewiesen. Warum tun sich viele Leute so schwer damit, das zu akzeptieren und entsprechend konsequent zu handeln? Weil wir dann unsere Lebensweise ändern müssten und dazu zu träge sind? Weil wir uns dann eingestehen müssten, dass wir auf Kosten unserer Kinder gelebt haben? Oder weil wir unsere Technikgläubigkeit, mit der wir uns suggeriert haben, dass der Mensch alle Probleme technisch lösen kann in Frage stellen müssten?
    Die Zeit der Klimasekeptiker ist vorbei, jetzt muss endlich gehandelt werden. Von jedem von uns!
    Sonst schlägt die Evolution erbarmungslos zu.

  • Vielleicht ein 3. Aspekt....

    Beim Waldsterben hatte man eine enorme Dramatik prophezeit. In wenigen Jahren sollten die Wälder abgestorben sein. Per Augenschein konnte man sehen, dass dies wohl etwas ökologisch war. Nach wenigen Jahren verschwand diese Weltuntergangskatastrophe in den Medienarchieven.

    Beim Klimawandel hat man geschickterweise längere Zeiträume gewählt. Sollten Sie jedoch Zugriff auf Zeitungen aus der Zeit Ende der 90er Jahre haben, so werden Sie feststellen, dass es eigentlich keine kalten Winter mehr in D geben sollte.

    Vandale

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