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UN-Einsatz mit Bundeswehr-Beteiligung Schwerer Anschlag vor Von der Leyens Besuch im Nordosten Malis

Im Nordosten Malis ist es in der Nähe zum UN-Camp zu einen Attentat gekommen. Kurz vorher bekräftigte Von der Leyen noch die Arbeit der Bundeswehr in der Region.
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Mali: Schwerer Anschlag vor dem Besuch von Ursula von der Leyen Quelle: dpa
Von der Leyen in Mali

Die Verteidigungsministerin Von der Leyen besucht das Camp Castor in Gao, wo der Großteil des deutschen Einsatzkontingents der UN-Truppe Minusma stationiert ist.

(Foto: dpa)

Gao Ein Selbstmordattentäter hat vor dem Besuch der Verteidigungsministerinnen Deutschlands und Frankreich im Nordosten Malis eine zivile Hilfsorganisation angegriffen und zwei Menschen getötet. Bei dem Angriff am Montagabend in Gao – wenige Kilometer entfernt vom Camp der UN-Truppe Minusma – wurden zudem etwa 30 Menschen verletzt, darunter 10 Kinder.

Ursula von der Leyen und ihre französische Kollegin Florence Parly bekräftigten am Dienstag in Gao die deutsch-französische Zusammenarbeit in dem westafrikanischen Land. „Wir stehen für Sicherheit, Ausbildung und die wirtschaftliche Entwicklung in der Sahel-Region“, sagte von der Leyen.

Deutschen Soldaten rückten nach dem Anschlag aus und sicherten die Evakuierung ab, wie ein Offizier sagte. Sie setzten eine Drohne und gepanzerte Spähwagen ein und verstärkten einen Kontrollpunkt der malischen Streitkräfte.

Zu dem Attentat hat sich nach Minusma-Angaben die islamistische Terrorgruppe Jnim bekannt, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahesteht und im März als Zusammenschluss mehrerer Gruppierungen entstanden war. Der Attentäter habe eine Hilfsorganisation angegriffen, die für das UN-Entminungsprogramm in dem Land arbeite.

Dem malischen Sicherheitsministerium zufolge explodierte ein Fahrzeug im Innenhof eines Gebäudes. Das Ministerium geht von drei Toten und zwei Verletzten aus. Der Anschlag sei „bitter und traurig“, sagte die CDU-Politikerin von der Leyen. Für den Schutz der deutschen Kräfte werde alles getan.

Die Sicherheitslage im Norden Malis bleibt nach Militärangaben fragil, teils hat sie sich sogar verschlechtert. So wurde bei Angriffen mit versteckten Sprengfallen (IED) in diesem Jahr bereits die Zahl des Vorjahres erreicht. Dies sei für die eingesetzten deutschen Soldaten die größte Gefahr – gefolgt von „komplexen Angriffen“, bei denen gleichzeitig mit Mörsern, Selbstmordattentätern und Maschinengewehren attackiert werde.

In Mali ist eine mehr als 15.000 Mann starke UN-Truppe stationiert, die Waffenruhevereinbarungen und vertrauensbildende Maßnahmen unterstützen soll. Darunter sind nach Angaben der Bundeswehr etwa 850 deutsche Soldaten. Für die Bundeswehr ist die UN-Mission knapp hinter Afghanistan der zweitgrößte Auslandseinsatz, er gilt als ihr gefährlichster.

Unabhängig davon kämpft Frankreich in der Sahelzone mit der rund 4500 Soldaten starken Militäroperation „Barkhane“ gegen islamistische Terroristen. Viele der Extremisten, die sich in den Weiten der Sahara verstecken, haben der Terrororganisation Al-Kaida die Treue geschworen.

  • dpa
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