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UN-Generalsekretär António Guterres meidet den Schlagabtausch mit Donald Trump

Für seinen Einsatz für den globalen Zusammenhalt erhält der UN-Generalsekretär den Karlspreis. Doch seine Leisetreterei gegenüber den USA stößt auf Kritik.
28.05.2019 - 15:03 Uhr 1 Kommentar
Der UN-Generalsekretär müsse sich gegen Trump viel entschiedener wehren, meint der Politikwissenschaftler Helmut Volger. Quelle: AP
António Guterres

Der UN-Generalsekretär müsse sich gegen Trump viel entschiedener wehren, meint der Politikwissenschaftler Helmut Volger.

(Foto: AP)

Genf António Guterres trägt ein grün-weiß gemustertes Hemd, der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN) posiert auf einem Segelboot für die Fotografen. Im Hintergrund ruht die Südsee. Das Bild, aufgenommen vom UN-Medienteam Mitte Mai auf den Fidschi-Inseln, vermittelt das Bild eines Mannes, der trotz der globalen Krisenherde den Überblick behält.

„Als Generalsekretär muss ich viele Schlachten bestehen”, erklärt Guterres. Vom Klimawandel bis hin zum Kampf gegen die Armut. Dabei versichert er, wie unerlässlich internationale Kooperation ist – in einem Zeitalter, in dem nationalistische Kräfte stärker werden.

Das Bekenntnis des früheren portugiesischen Premierministers zum globalen Zusammenhalt überzeugt auch die Jury des Karlspreises zu Aachen. Der Elektroingenieur Guterres wird am Donnerstag die Auszeichnung in der Kaiserstadt in Empfang nehmen. Damit wird sein „Einsatz für eine Neubelebung und Festigung der multilateralen Zusammenarbeit“ gewürdigt.

Allerdings ist von einer Neubelebung des Multilateralismus kaum etwas zu spüren. Vielmehr blockieren in den UN die Großmächte USA, Russland und China die Suche nach Lösungen, besonders bei den großen Fragen von Krieg und Frieden. Schlimmer noch, die USA unter Präsident Donald Trump scheren sich nicht um Multilateralismus.

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    Das große Pech in der Karriere des António Guterres: Genau im selben Monat, im Januar 2017, in dem er als UN-Generalsekretär antrat, zog UN-Feind Trump ins Weiße Haus ein. Seitdem muss sich Guterres mit Trump irgendwie arrangieren. Bislang vermeidet Guterres, 70, jeden öffentlichen Schlagabtausch.

    Die USA schaden der Arbeitsfähigkeit der UN durch die von ihr durchgesetzten Sparmaßnahmen im UN-Haushalt, und Russland und China betreiben eine reine Großmachtpolitik”, kritisiert der deutsche Politikwissenschaftler Helmut Volger. „Guterres müsste sich viel entschiedener dagegen wehren.” Doch noch befindet sich dieser in seiner ersten Amtszeit. Will er Generalsekretär bleiben, darf er die Großmächte nicht vergraulen.

    Mehr: Die USA wollen nicht mehr Teil des 2014 geschlossenen UN-Vertrages über den internationalen Waffenhandel sein. Lesen Sie hier, warum Donald Trump einen Ausstieg forciert.

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    1 Kommentar zu "UN-Generalsekretär: António Guterres meidet den Schlagabtausch mit Donald Trump"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Genau dafuer hat man Guterres gewaehlt - ein starker Generalsekretaer ist nicht erwuenscht.

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