Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

UN-Klimagipfel Thunberg hält Wutrede – und wird von Trump verspottet

Greta Thunberg ruft die Staats- und Regierungschef mit einer emotionalen Rede zu mehr Engagement beim Klimaschutz auf. Donald Trump kommentiert ihren Auftritt via Twitter.
16 Kommentare
Begegnung ohne Gespräch: Donald Trump kreuzt den Weg von Greta Thunberg. Quelle: Reuters
New York

Begegnung ohne Gespräch: Donald Trump kreuzt den Weg von Greta Thunberg.

(Foto: Reuters)

New York US-Präsident Donald Trump hat die sehr emotionale Rede der jungen Klimaaktivistin Greta Thunberg vor den Vereinten Nationen in New York auf überraschende Weise kommentiert. „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen!“, schrieb Trump in der Nacht zum Dienstag auf Twitter.

Dazu verlinkte er einen Video-Ausschnitt der Rede Thunbergs. Darin wirft die Schülerin sichtlich verärgert den Politikern vor, mit ihrer Trägheit in der Klimakrise die junge Generation verraten zu haben.

Mit brüchiger Stimme und Tränen in den Augen hatte die 16-Jährige die Dutzenden Staats- und Regierungschefs in der voll besetzten Halle der UN-Vollversammlung zu mehr Engagement beim Klimaschutz aufgerufen. „Wie konntet Ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit Euren leeren Worten?“, rief die junge Schwedin den Mächtigen dieser Welt entgegen.

„Menschen leiden, Menschen sterben, ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens und alles, worüber Ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum.“ Den Politikern warf sie vor: „Sie lassen uns im Stich! Aber die jungen Leute beginnen, Ihren Verrat zu durchschauen.“

Trump ist ein bekennender Klimawandel-Skeptiker. Zu Thunbergs Rede kam er nicht. Ein offizielles Treffen der beiden hatte es beim Klimagipfel nicht gegeben.

Aber eine kurze und ungeplante Szene hinter den Kulissen des Gipfels hatte im Internet für Wirbel gesorgt. In einem Video war zu sehen, wie Trump mit seiner Delegation durch einen Gang des UN-Hauptquartiers lief. Thunberg stand wenige Meter entfernt. Der Präsident nahm keine Notiz von der Schülerin, während sie ihm mit ernster Miene hinterher schaute.

Thunberg ist die Initiatorin der Jugendbewegung „Fridays for Future“, die vergangene Woche weltweit Millionen Menschen zu einem Klima-Streik auf die Straße gebracht hat. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in ihrer Rede in New York: „Wir alle haben den Weckruf der Jugend gehört.“ Und weiter: „Die Industriestaaten sind die Verursacher dieser Erderwärmung.“

Die Entwicklungsländer seien dagegen die Hauptleidtragenden. „Deshalb haben wir als Vertreter der Industrieländer die Pflicht, Innovation, Technologie und Geld einzusetzen, um die Wege zu ebnen, um die Erderwärmung zu stoppen.“

Mehr: Beim UN-Gipfeltreffen grenzt sich die US-Regierung ab. Doch im Streit um den Iran kommt Bewegung: Deutschland, Frankreich und Großbritannien kommen Trump entgegen.

Merkel äußert sich kritisch zu Thunbergs Wutrede

  • dpa
Startseite

Mehr zu: UN-Klimagipfel - Thunberg hält Wutrede – und wird von Trump verspottet

16 Kommentare zu "UN-Klimagipfel: Thunberg hält Wutrede – und wird von Trump verspottet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Anja Michael: „Ihre Faktenlage ist hanebüchen und mit nichts unterlegt.”
    Was genau meinen Sie?

    “Wir Menschen überschätzen uns im Hinblick auf unseren Einfluss auf das Weltklima und stabil halten können wir es schon gar nicht. Klimawandel gibt es seit Jahr Millionen und das wird sich in Zukunft auch nicht ändern.
    CO2 ist in diesem Zusammenhang nicht das Problem.”
    Das Klima erwärmt sich innerhalb von Jahrzenten. Ich meine, so eine schnelle Erwärmung gab es noch nie (seit Menschengedenken). Der Treibhauseffekt ist das Problem, hervorgerufen durch die Emissionen. Dass sich das Klima alle Millionen Jahre ändert ist klar, aber damit war der Mensch nie direct konfrontiert. Unsere Nachfahren sollen auch eine gute Lebensgrundlage vorfinden.
    “Nur - der Hype um Greta und Co ist mir unverständlich.”
    Tja, sie hat mehr erreicht als wir alle zusammen. Sapere aude!


  • @ Danyel Stiller: „Wie verlässlich sollen Klimaprognosen/-modelle für die Zukunft sein, wo es doch kaum möglich ist, zuverlässige Wetterprognosen für 1-2 Wochen abzugeben?”
    Klima und Wetter sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Darüber hinaus sind Prognosen was anderes als Szenarien. Mir ist nicht bekannt, dass in der Klimaforschung mit Prognosen gearbeitet wird. Es sollte bedacht werden, dass in der Klimaforschung mehrere Szenarien verwendet werden, um mehrere mögliche Entwicklungen transparent zu machen. Das traurige ist leider, dass in allen aktuellen Szenarien (IEA, EIA, WEC et cetera) die CO2-Ziele und damit die Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius bis 2050, fehlgeschlagen sind.

    @ Christian Trüe: „Wir können nur versuchen so gut wie irgend möglich mit der Erde zu leben. Dazu gehört, das wir der Natur zurück geben, was wir nicht mehr benötigen, aber so, das es in den Kreislauf der Natur wieder aufgenommen und "verarbeitet" werden kann. Damit meine ich, das wir keinen Müll hinterlassen, der Jahrhunderte benötigt, um von der Natur wieder umgewandelt und in den Kreislauf wiederDas sollte der Weg für zukünftige Geschäftsmodelle sein.”
    Dem stimme ich zu.
    @ Christian Trüe: „Der Ablasshandel mit CO2-Zertifikaten gehört definitiv nicht dazu!!!”
    Dem stimme ich nicht zu. Sie widersprechen sich hier. CO2 muss auch zurückgeführt werden, wenn die fossilen Reserven der Erde angetasten werden. Das haben wir doch die letzten 150 Jahre versäumt. Dementsprechend sollte man Emissionen bepreisen. Aufklärung und nettes Zureden haben leider in den letzten 30 Jahren kaum geholfen.

  • Mit „Kontrolle über das Erdklima verlieren“ wollte ich zum Ausdruck bringen, dass der Mensch seinen Einfluss verliert, das Klima „stabil“ zu halten. Das heißt, das Klima für den Menschen und die Natur/Umwelt wie wir sie kennen, erträglich zu halten. Dass der Mensch das Klima vollständig kontrollieren kann halte ich ebenso für unmöglich. Ich möchte eigentlich nur verdeutlichen, dass wir diese fatalistische Denkweise beenden müssen. Wir sehen, dass sich das Klima ändert und dass gewisse Korrelationen zwischen dem Gehalt an CO2, CH4 und anderer Emissionen in der Atmosphäre und der Klimaerwärmung bestehen. Auch wenn die Menschheit nur eine einprozentige Chance hat die Erderwärmung zu verlangsamen oder zu begrenzen, so sollten wir alles versuchen dies zu tun. Das Geld, die Köpfe und die Technologien sind da. Nur der Wille fehlt zurzeit. Deswegen appelliere ich an die Vernunft dieses Thema ernst zu nehmen.
    Ein Beispiel: Wir leben in einem demokratischen System. Ich denke, dass die meisten der hier kommentierenden Damen und Herren regelmäßig zur Bundestagswahl/Europawahl gehen. Wie sie wahrscheinlich bereits festgestellt haben, ist Ihr Einfluss auf die Wahl der nächsten Regierung vernachlässigbar klein. Dennoch schreiten die meisten Menschen zur Wahlurne, um Ihren Einfluss geltend zu machen. Schließlich wurde das Wahlrecht in der Vergangenheit hart erkämpft.
    Nun stehen wir in der Klimadebatte vor einer ähnlichen Situation: Jeder kann positiven Einfluss auf das Klima ausüben – noch. Warum also dann nicht handeln? Auch wenn die Chance noch so klein ist, sollten wir sie nutzen, um eine lebenswertere Welt zu schaffen. Ich persönlich könnte es nicht ertragen, wenn meine Kinder mir in 30 Jahren vorwerfen, nicht gehandelt zu haben. Es ist trivial: Blicken wir optimistisch in die Zukunft und nehmen unser Schicksaal in die Hand oder leugnen wir alles, kaufen uns physisches Gold und legen uns schlafen? Die Erde braucht uns nicht.

  • Herr Lischka,

    auch von mir aus, mit Verlaub, Ihre Faktenlage ist hanebüchen und mit nichts unterlegt.

    Wir Menschen überschätzen uns im Hinblick auf unseren Einfluss auf das Weltklima und stabil halten können wir es schon gar nicht. Klimawandel gibt es seit Jahr Millionen und das wird sich in Zukunft auch nicht ändern.
    CO2 ist in diesem Zusammenhang nicht das Problem.

    Die nicht nachvollziehbaren sog. Klimamodelle sind lediglich manipulativ - nett ausgedrückt.
    Der Einsatz von Greta und Ihre Emotionen in allen Ehren - jeder kann und soll z.B. Plastikmüll verhindern und neue Heizungen einbauen, aber dieser unverschämte unqualifizierter Aufruf ist meiner Meinung nach eine Zumutung für jeden Zuhörer der in Verantwortung steht.
    Sie kann es ja - wenn Sie Einfluss hat - in Zukunft in Schweden, Indien, China und sonst wo anders machen, wenn sie die Mehrheit der Menschen überzeugt. Im Augenblick ist es zum Glück nicht so.
    Nur - der Hype um Greta und Co ist mir unverständlich.

    Eine gute Zukunft wünscht Peter Michael

  • Herr Liscka,
    hatte die Menschheit jemals eine oder die Kontrolle über das Klima der Erde?
    Wird sie diese Kontrolle jemals erlangen können?

    Sie als Rohstoffingenieur sollten das eigentlich wissen.

    Antwort: Nein! Hatte sie nicht und wird sie auch nie erlangen.

    Wir brauchen uns keine Gedanken darüber zu machen, wann sich welche Bodenschätze wie in die Atmosphäre "entlasten". Das können wir ebenso wenig aufhalten, wie den Klimawandel. Wenn das passiert, sind wir Menschen genauso Geschichte, wie die Dinosaurier vor uns.

    Das ist die Realität.

    Wir können nur versuchen so gut wie irgend möglich mit der Erde zu leben. Dazu gehört, das wir der Natur zurück geben, was wir nicht mehr benötigen, aber so, das es in den Kreislauf der Natur wieder aufgenommen und "verarbeitet" werden kann. Damit meine ich, das wir keinen Müll hinterlassen, der Jahrhunderte benötigt, um von der Natur wieder umgewandelt und in den Kreislauf wieder intergriert zu werden.

    Das sollte der Weg für zukünftige Geschäftsmodelle sein. Der Ablasshandel mit CO2-Zertifikaten gehört definitiv nicht dazu!!!

  • Herr Lischka, es ging in den vorangegangenen Kommentaren keinesfalls um die Intelligenz von Greta Thunberg. Und wenn Sie denken, die Menschheit hatte jemals die Kontrolle über das Erdklima, die diese, Ihren Ausführungen folgend, zu verlieren droht, dann muss die Frage erlaubt seit, wieviel Sie wirklich verstanden haben.
    Es war, ist und wird auch in Zukunft für die Menschheit nicht möglich sein, das Erdklima zu kontollieren! Allenfalls ist es wahrscheinlich möglich, das Klima zu beeinflussen.
    Hier genau scheiden sich die Geister. Wie stark ist der Einfluss, positiv wie negativ, den wir auf das Klima haben? Wie verlässlich sollen Klimaprognosen/-modelle für die Zukunft sein, wo es doch kaum möglich ist, zuverlässige Wetterprognosen für 1-2 Wochen abzugeben?

  • Unfassbar diese Kommentare hier. Ihr habt überhaupt nichts begriffen! Greta Thunberg will die Menschheit aufwecken, damit wir endlich handeln - nicht mehr und nicht weniger. Greta Thunberg ist Autistin und wahrscheinlich Intelligenter als 99% der Handelsblattleser- und schreiber. Ich habe auch sehr lange gebraucht, um zu begreifen, ob das jetzt nur eine Art Marketing für die EEG sein soll. Fakt ist, dass wir die Kontrolle über das Erdklima verlieren. Was passiert eigentlich, wenn sich die Methanhydratvorkommen in Sibirien und den Kontinentalrändern in den Meeren auflösen? Weiß das irgendjemand von Euch, wann das passieren könnte - bei wie viel Grad Celsius? - Nein? Dann versteht Ihr hoffentlich, warum wir das Klima stabil halten sollten. Und dieser Faktor ist nur ein bekannter tipping point - viele weitere sind unbekannt.
    Das sage ich als angehender Rohstoffingenieur, der in der Braunkohle-/Steinkohleindustrie tätig war. Informiert Euch, nehmt Euch einen Tag Zeit, um die Thematik zu verstehen und überdenkt vor allem Eure Anlagenstrategie! Es geht nicht um Euch, sondern um unsere Kinder und Enkel.
    Patrick Lischka 28, Düsseldorf

  • Es ist wirklich zum Verzweifeln. Anstatt sich um reale, drängende Probleme wie zum Beispiel Altersarmut oder auch die Spaltung unserer Gesellschaft, hervorgerufen durch eine unsägliche Flüchtlingspolitik, zu kümmern, rennen unsere Politidioten lieber einer hysterischen und aufsässigen Göre nebst ihrem ebenso hysterischen Gefolge hinterher. Das ist an Unfähigkeit nicht mehr zu überbieten. Das einzige, was noch ein bisschen Hoffnung macht: Die amtierende, für mich absolut unfähige und hoffnungslos überforderte Kanzlerin ist demnächst weg, die anvisierte Nachfolgerin ist noch nicht Kanzlerin und wird es hoffentlich auch nie werden.

  • Sehr Schön!
    So kontert man hysterische Aktivisten.

    Des is lässig!
    Trump made my day! :-)


  • Ich denke Trumps Kommentar in dieser Sache war weder wütend noch agressiv. Dieser Kommentar war schlagfertig, ironisch und witzig. Übrigens, alles Eigenschaften die Fräulein Thunberg augenscheinlich komplett abgehen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote