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UN-Klimapakt Entwurf für Gipfel in Paris gebilligt

Nicht nur Klimaschützer hoffen, dass sich die Staaten der Welt im Dezember auf ein Klimaabkommen einigen können. In Bonn haben Diplomaten an der Vorlage gefeilt. Die großen Brocken bleiben aber für Paris übrig.
23.10.2015 - 20:12 Uhr
Eine nicht zu überladene Vorlage aus Bonn gilt vielen Experten als Schlüssel zum Erfolg in Paris. Quelle: dpa
UN-Klimakonferenz in Bonn

Eine nicht zu überladene Vorlage aus Bonn gilt vielen Experten als Schlüssel zum Erfolg in Paris.

(Foto: dpa)

Bonn Nach fünf Tagen kontroverser Verhandlungen haben sich die in Bonn versammelten Unterhändler aus aller Welt am Freitag auf einen Rahmenentwurf für einen neuen UN-Klimapakt geeinigt. „Es ist beschlossen“, sagte der Vizevorsitzende der Runde, Daniel Reifsnyder, am Abend. Bei einem Gipfeltreffen im Dezember in Paris soll ein endgültiger Vertrag ausgehandelt werden, der darauf abzielt, den Ausstoß klimaschädlicher Gase bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Ziel des geplanten Abkommens ist es, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Der Ausstoß an Treibhausgasen soll sinken.

Umweltschützer machten den größten Klärungsbedarf unter anderem bei den Finanzhilfen für die armen Länder und beim Umgang mit Schäden infolge des Klimawandel aus. Eine nicht zu überladene Vorlage aus Bonn gilt vielen Experten als Schlüssel zum Erfolg in Paris.

Die beiden Vorsitzenden der Konferenz, der Amerikaner Daniel Reifsnyder und der Algerier Ahmed Djoghlaf, gaben sich zuversichtlich. „Die Struktur ist da“, sagte Djoghlaf über den Entwurf. Es sei nun klar, was Thema in Artikel eins, zwei oder drei sein soll. Und dass es am Ende nicht 100 Artikel geben werde. „Wir sind in der Spur“, sagte er. Die Basis für Paris sei gelegt. Und gewisse Punkte könnten naturgemäß erst dort auf hoher politischer Ebene geklärt werden – beispielsweise die strittigen Finanzfragen.

Die beiden Vorsitzenden hatten vor dem Treffen einen recht kompakten Vertragsentwurf als Arbeitsgrundlage präsentiert. Gegen das Papier protestierten allerdings vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer - sie sahen ihre Interessen übergangen. Daraufhin wurde der Text nochmals erheblich ergänzt. Reifsnyder und Djoghlaf verwiesen darauf, dass sie ja nur ein Fundament für die Beratungen hätten schaffen wollen.

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