UN-Millenniumsgipfel Zwischenbilanz im Kampf gegen die Armut

Zehn Jahre ist es her, dass sich die Vereinten Nationen auf acht Entwicklungsziele einigten. Beim Milleniumsgipfel soll sich zeigen, wie weit die Welt mit der Bekämpfung von Hunger und Armut gekommen ist. Doch Kanzlerin Merkel reist nicht nur wegen der Entwicklungshilfe nach New York. Es geht auch um Deutschlands Sitz im Sicherheitsrat.
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Merkel in New York: Mehr Tempo im Kampf gegen Armut gefordert. Quelle: DAPD

Merkel in New York: Mehr Tempo im Kampf gegen Armut gefordert.

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel geht die Bekämpfung von Hunger und Armut in der Welt zu langsam. Unmittelbar vor ihrer Abreise zum UN-Milleniumsgipfel, der am Montag in New York beginnt, sagte Merkel am Wochenende, es sei eine gute Nachricht, dass die Zahl der Hungernden auf der Welt im vergangenen Jahr um hundert Millionen gesunken sei. „Dennoch“, betonte Merkel, „geht mir das alles viel zu langsam voran - wir müssen schneller werden“.

Vor zehn Jahren hatten 189 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen acht Entwicklungsziele erstmals verbindlich vereinbart. Zentrale Aufgabe ist, Hunger und Armut auf der Welt bis 2015 zu halbieren. Auf dem Gipfel wollen die Vereinten Nationen Zwischenbilanz ziehen. Merkel sagte, sie wolle in Gesprächen mit verschiedenen Ländern erfahren, „wie unsere Entwicklungshilfe ankommt und was wir noch besser machen müssen, um die nötigen Erfolge zu erreichen und die Ziele auch wirklich zu realisieren“.

Die CDU-Vorsitzende wird die Reise nach Angaben aus Regierungskreisen auch dazu nutzen, um für einen nichtständigen Sitz Deutschlands im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in den Jahren 2011 und 2012 zu werben. Drei Länder bewerben sich um zwei Plätze. Deutschland muss gegen Kanada und Portugal antreten.

Wie die “Bild“-Zeitung (Montagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise vorab berichtete, hat Deutschland die nötigen 128 Stimmen „offenbar“ hinter sich. Merkel wolle Montag und Dienstag persönlich eine Reihe von Staaten zusätzlich auf die deutsche Seite ziehen, hieß es weiter. Dazu zählten unter anderen Bhutan, Turkmenistan und Togo.

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