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UN-Resolutionen Trotz erneuter Raketen-Tests vertraut US-Präsident Trump nordkoreanischem Machthaber Kim Jong Un

Pjöngjang provoziert erneut innerhalb weniger Tage mit dem Test zweier Kurzstreckenraketen. US-Präsident Trump sieht darin kein Problem.
02.08.2019 - 19:13 Uhr Kommentieren
Nordkorea hat am Freitag nach südkoreanischen Angaben erneut zwei Kurzstreckenraketen von seiner Ostküste aus abgefeuert. Quelle: AP
Donald Trump (links) und Kim Jong Un

Nordkorea hat am Freitag nach südkoreanischen Angaben erneut zwei Kurzstreckenraketen von seiner Ostküste aus abgefeuert.

(Foto: AP)

Seoul, Pjöngjang, Washington Nordkorea hat am Freitag nach südkoreanischen Angaben erneut zwei Kurzstreckenraketen von seiner Ostküste aus abgefeuert. Dies sei bereits der dritte Raketentest innerhalb weniger Tage gewesen, verlautete aus dem südkoreanischen Generalstab in Seoul. Südkoreas Regierung berief umgehend eine Krisensitzung ein, das Vereinigungsministerium in Seoul äußerte in einer Stellungnahme „starkes Bedauern“ über den neuen Raketentest.

US-Präsident Donald Trump sieht in den jüngsten Raketentests keinen Verstoß gegen seine Vereinbarung mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Bei dem Treffen mit Kim in Singapur im Juni 2018 seien Kurzstreckenraketen nicht besprochen worden, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.

Womöglich würden die Tests zwar gegen UN-Resolutionen verstoßen. „Aber der Vorsitzende Kim will mich nicht mit einem Vertrauensbruch enttäuschen, Nordkorea hat viel zu viel zu gewinnen – das Potenzial als Land unter Kim Jong Uns Führung ist unbegrenzt.“

Weiter schmeichelte Trump dem nordkoreanischen Machthaber: „Ich kann mich täuschen, aber ich glaube, dass der Vorsitzende Kim eine großartige und schöne Vision für sein Land hat und nur die Vereinigten Staaten, mit mir als Präsident, können diese Vision Wirklichkeit werden lassen. Er wird das Richtige tun, weil er viel zu schlau ist, es nicht zu tun, und er will seinen Freund, Präsident Trump, nicht enttäuschen.“

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    Im Juni 2018 hatten sich Trump und Kim erstmals in Singapur getroffen. Dort hatten sie vereinbart, auf die vollständige, überprüfbare und unumkehrbare atomare Abrüstung der koreanischen Halbinsel hinzuarbeiten. Im Februar war ein Folge-Gipfeltreffen im vietnamesischen Hanoi allerdings ergebnislos zu Ende gegangen.

    Bundesregierung verurteilte neue Raketentests

    Ende Juni hatte Trump dann als erster Präsident der USA im Amt nordkoreanischen Boden betreten. Im geteilten Grenzort Panmunjom auf südkoreanischer Seite traf er zudem Kim zu einem mehr als 50 Minuten dauernden Gespräch. In die nach einem gescheiterten Gipfel in Vietnam festgefahrenen Gespräche war damit wieder neuer Schwung gekommen.

    In der vergangenen Woche hatte Nordkorea bereits Raketen abgefeuert und dies als Reaktion auf für August geplante, gemeinsame Militärübungen Südkoreas und der USA dargestellt. Zwei weitere Raketen am Mittwoch wurden von Pjöngjang als Test eines neuen Raketenstartsystems präsentiert, das nach Angaben der Staatsagentur KCNA eine Schlüsselrolle für militärische Bodenoperationen einnehmen soll. Trump hatte die Tests bereits am Donnerstag heruntergespielt.

    Die Bundesregierung verurteilte die neuen Raketentests. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea – das mehrfach Atomwaffen getestet hat – die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

    Nordkorea-Experte Go Myong-hyun von der Seouler Denkfabrik Asan Institute wertet Trumps Reaktion als taktischen Fehler, weil es dem Regime im Pjöngjang de facto einen „Freibrief“ für weitere Tests von Kurzstreckenraketen gebe. „Die Provokationen sind sorgfältig kalibriert. Nordkorea wird weiter eskalieren, solange die USA bei den Denuklearisierungsverhandlungen nicht ihre Position verändern.“

    Mehr: Weder Putin noch Trump noch die USA wollen den INF-Vertrag verlängern. Das gesamte internationale System zur atomaren Rüstungskontrolle steht vor dem Aus.

    • dpa
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