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UN-Studie Umsatz mit Kleinwaffen knallt durch die Decke

Die Aufrüstung unter Privatleuten in den USA hat mit dazu beigetragen: Der weltweite Umsatz mit Kleinwaffen ist von rund vier auf 8,5 Milliarden Dollar gestiegen. Doch den Profit heimsen nur wenige Länder ein.
27.08.2012 Update: 27.08.2012 - 22:45 Uhr 3 Kommentare
Ein Sturmgewehr mit Zielvorrichtung (v.l.), eine Maschinenpistole sowie diverse Handfeuerwaffen. Quelle: dapd

Ein Sturmgewehr mit Zielvorrichtung (v.l.), eine Maschinenpistole sowie diverse Handfeuerwaffen.

(Foto: dapd)

New York Mit kleinen Waffen wie Sturmgewehren und Panzerfäusten wird nach einer Untersuchung im Auftrag der Vereinten Nationen mehr als doppelt so viel Geld umgesetzt wie erwartet. Bislang sei man von einem weltweiten Umsatz von vier Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) ausgegangen, hieß es am Montag bei der Vorstellung einer entsprechenden Untersuchung im UN-Hauptquartier in New York. Mittlerweile müsse man aber mit 8,5 Milliarden Dollar für Waffen, Ersatzteile und Munition rechnen.

Ein Faktor für das gewaltige Plus sind Privatleute: In den USA hätten die Bürger deutlich mehr Waffen gekauft als früher, hieß es bei den Gutachtern. Das sei ein solcher Umsatzsprung gewesen, dass er sich erheblich auf die weltweite Statistik ausgewirkt habe.

Ein zweiter Faktor seien die Konflikte im Irak und in Afghanistan. Die Gutachter räumen allerdings ein, dass auch die bessere Erfassung von Daten eine Rolle spiele: Viele Waffen seien vorher nicht in der Statistik aufgetaucht.

Für den Verkauf der Waffen sind den Gutachtern zufolge nur eine Handvoll Länder verantwortlich. Während Europa und Nordamerika weitgehend transparent seien, seien von Russland und China mehr Informationen „wünschenswert“. In einem „Transparenzbarometer“ liegen die Schweiz, Großbritannien und Rumänien ganz oben, Iran, Nordkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate bekamen nur null Punkte.

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    Deutschland ist auf Platz fünf der Transparenzliste der 50 Staaten. Bei den Exporten selbst liegt es hinter den USA und Italien auf Platz drei. Allerdings geht es nicht nach Stückzahlen, sondern nach Umsatz. Weil ein in Deutschland gefertigtes G-36-Sturmgewehr das Vielfache einer chinesischen Kalaschnikow-Kopie kostet, katapultierte das Deutschland vor andere Exportnationen.

    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, dass im Vorgehen gegen den illegalen Waffenhandel „gewisse Fortschritte“ gemacht worden seien. Ein entsprechendes UN-Programm von 2011 zeige Wirkung. Er forderte alle 193 UN-Nationen auf, dieses Programm voll in die Tat umzusetzen.

    • dpa
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    3 Kommentare zu "UN-Studie: Umsatz mit Kleinwaffen knallt durch die Decke"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Sehr interessante, kurzweilig geschriebene Aufsätze die von Akademikern für den Besitz von Waffen im Volk, können bei http://jagdblut.de gelesen werden. Die Texte stehen unter der Rubrik: Waffen- und Jagdrecht.

    • Was sind Kleinwaffen? Ich kenne Kurz- und Langwaffen, hier werden offenbar Panzerfäuste und Sturmgewehre gemeint.
      Das sind Militärwaffen aber keine Kleinwaffen.
      Na ja, hier scheinen keine Fachleute am Werk zu sein.
      Waffenkauf von Privatleuten bedeutet höhere Angst vor Kriminalität soweit es sich nicht um Sportwaffen oder Jagdwaffen handelt.
      Bedenktlich ist so eine Entwicklung auf jeden Fall, bei uns hat der Staat ja allen Waffenkauf für jedermann verboten, von Spielzeug mal abgesehen.

    • Bei Lichte und ohne jegliche Porpaganda-Brille betrachtet heißt das doch, daß die Bürger immer weniger Vertrauen in die politische Führung und sonstige politisch relevanten Kräfte einschließlich den Sicherheitsorganen haben. Daneben scheint das Vertrauen in die Friedferigkeit der anderen Mitbürger und signifikant in Erscheinung tretender Gruppen ebenfalls abzunehmen.

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