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UN-Vollversammlung Emmanuel Macron fordert von Russland Aufklärung im Fall Nawalny

Frankreichs Präsident hat vor der gesamten UN Russland um Klärung im Fall Alexej Nawalny aufgefordert. Alles müsse ans Licht gebracht werden, so Macron.
22.09.2020 - 23:39 Uhr Kommentieren
Alles müsse ans Licht gebracht werden, sagte Macron im Bezug auf die Vergiftung Nawalnys. Quelle: AP
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Alles müsse ans Licht gebracht werden, sagte Macron im Bezug auf die Vergiftung Nawalnys.

(Foto: AP)

New York Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen von Russland erneut Aufklärung im Fall des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny gefordert. Alles müsse ans Licht gebracht werden, sagte Macron am Dienstag bei einer vorab aufgenommenen Video-Botschaft, die auf Bildschirmen in den Sitzungssaal der UN-Vollversammlung übertragen wurde. „Dieser Klärungsprozess muss schnell und ohne Mängel passieren.“ Macron warnte, die „roten Linien“ Frankreichs dürften nicht überschritten werden. Sowohl Frankreich als auch Russland sind ständige Mitglieder und damit Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat.

Nawalny war am 20. August auf einem Flug von der sibirischen Stadt Tomsk nach Moskau zusammengebrochen. Zwei Tage später war der 44-Jährige auf Drängen seiner Familie nach Deutschland ausgeflogen worden, wo er seitdem in der Berliner Universitätsklinik Charité behandelt wird.

Nawalny soll Ziel eines Mordanschlags mit einem laut Chemiewaffenverbot geächteten Nervengift der Nowitschok-Gruppe gewesen sein. Mehrere Speziallabore bestätigten die Kampfstofffunde.

Die 75. Generaldebatte der UN-Vollversammlung findet vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr größtenteils per Video-Botschaften statt. Die Vertreter aller 193 Mitgliedsstaaten – darunter weit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs – sprechen nicht wie normalerweise live im UN-Hauptquartier in New York, sondern haben vorab aufgezeichneten Video-Reden eingesandt. In der Halle der Vollversammlung ist derweil jedes Land nur mit einem örtlichen Diplomaten vertreten. Deutschland wird von Außenminister Heiko Maas (SPD) voraussichtlich erst am letzten Tag, dem 29. September, vertreten.

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    • dpa
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