Ungarischer Bischof wettert gegen den Papst „Das sind keine Flüchtlinge, das ist eine Invasion“

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SPD fordert Papst zum Handeln auf

Orbán: Die Flüchtlingskrise ist „ein deutsches Problem“

Mit seiner Haltung liegt Kiss-Rigo auf einer Linie mit Ungarns Ministerpräsident Orban. „Ich stimme voll mit ihm überein“, sagte der 60 Jahre alte Kiss-Rigo. Der Papst hingegen „kenne die Situation nicht“, fügte der Bischof hinzu.

Die Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Griese, reagierte empört und forderte Papst Franziskus zum Handeln auf. „Ich erwarte von Papst Franziskus, dass er seiner Linie treu bleibt und die Äußerungen des ungarischen Bischofs scharf zurückweist“, sagte Griese dem Handelsblatt. „Was Bischof Kiss-Rigó gesagt hat, ist unwahr, unerträglich und kaltherzig. Da fliehen Menschen vor Krieg und Not zu uns nach Europa, die sich unserer christlichen Nächstenliebe gewiss sein müssen.“

Die katholische Reformbewegung „Wir sind Kirche“ reagierte ebenfalls mit scharfer Kritik auf die Äußerungen des Bischofs. „Angesichts des Ansturms von Menschen auf der Flucht, der viele Probleme mit sich bringt, die auch benannt werden müssen, bleibt dieser Bischof dabei zynisch stehen“, sagte Sigrid Grabmeier vom Bundesteam des Vereins dem Handelsblatt. „Erhofft er sich dafür von der Staatsführung Anerkennung und Unterstützung?“

Grabmeier sagte weiter, an der römisch-katholischen Kirche sei das Zweite Vatikanische Konzil und seine Öffnung hin zu anderen Religionen sowie die starke Akzentuierung der sozialen Verantwortung in der Welt von heute wohl während des Eisernen Vorhangs „nahezu spurlos vorüber gegangen“.  „Es lebt die Vorstellung auf von einer Symbiose von „Thron und Altar“, einer Machtstellung der Kirche durch die Nähe zu den Herrschenden“, so Grabmeier.

Die Deutsche Bischofskonferenz lehnte eine direkte Stellungnahme zu den Äußerungen ab. „Wir kommentieren Bischöfe anderer Bischofskonferenzen nicht", sagte der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, dem Handelsblatt. "Für uns gilt: Wir helfen, wenn Menschen in Not sind, ganz gleich welcher Hautfarbe sie sind oder welche Konfession sie haben.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, plädierte dafür, kirchliche Räume für Flüchtlinge bereitzustellen. „Wir wollen als Kirche unseren Beitrag dazu leisten“, sagte der Münchner Erzbischof am Dienstag vor Journalisten in Berlin. Dies habe er in einem Schreiben an die Gemeinden seines Bistums zum Ausdruck gebracht. Allerdings geschehe dies auch bereits.

Generell mahnte der Kardinal einen menschlichen Umgang mit den Flüchtlingen in Europa an: „Es muss alles getan werden, dass an europäischen Grenzen niemand verdurstet oder erstickt.“ Marx begrüßte die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), in Ungarn festsitzende Flüchtlinge nach Deutschland einreisen zu lassen als „ein Signal“. Die Kirche sei offen für Einwanderung, die allerdings „geregelt werden“ müsse. „Was aber möglich ist, sollte man tun.“

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215 Kommentare zu "Ungarischer Bischof wettert gegen den Papst: „Das sind keine Flüchtlinge, das ist eine Invasion“"

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  • Wenn es tatsächlich die Absicht der USA sein sollte, Deutschland / good old europe zu destabilisieren und in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand zu überführen, dann wäre dies der offizielle Anlass, die europäischen Oststaaten militärisch aufzurüsten. Gegenüber Russland könnten die USA behaupten, dass dies nur geschähe, um ein Übergreifen der westeuropäischen Unruhen auf den Ostteil Europas zu verhindern.

  • anderer Vorschlag!

    1.) Boykott von Medien die Zensieren
    Mein Spiegelabbo ist gekündigt.
    2.) Arbeiten wir an unserer Work-Live Balance
    Weniger ist mehr, mehr Freizeit genießen und weniger arbeiten, Das heisst auch weniger Steuern!!!!!!
    So wird das was man muss da ansetzen wo es richtig wehtut beim Geld!!

    Was meinen sie was passiert wenn der Spiegel auf einmal signifikant weniger Auflage hat!!!! Dann Wacht sogar Augstein auf wenn der eigene Rock brennt.

    Und weniger Steuern, da werden unsere Regierenden ganz schnell merken das die Welcome-Fraktion außer Labern nicht sehr viel beiträgt!!

  • Mit dem Ausdruck "good old europe" haben die USA außerdem zum Ausdruck gebracht, dass sie Europa aufteilen. In einen alten und in einen neuen, brauchbaren Teil. Dieser neue Teil sind die europäischen Ostblockstaaten, die sich auffällig querstellen, was eine europaweite Verteilung der Flüchtlinge anbelangt, obwohl die Oststaaten jährlich rund 55 Milliarden an EU-Geldern als Entwicklungshilfe bekommen. Könnte diese Verweigerungshaltung der Oststaaten ebenfalls durch die USA beeinflusst worden sein, damit sich die Mehrheit der Flüchtlinge in Deutschland ansiedelt? Mein Gefühl sagt mir: Nicht die Flüchtlinge müssen aus Deutschland / Europa raus, sondern der Einfluss einer unbelehrbaren US-Regierung. Gleichzeitig sollte good old europe seine Beziehungen zu Russland überdenken, eine erneute Annäherung wäre hier gar nicht so verkehrt.

  • Wenn ich die letzten Kommentare lese, fühle ich mich in meiner Ansicht nur bestärkt.
    Mit Ruhe und Sachlichkeit ist schon immer mehr erreicht worden als mit Pöbelei und Geschrei. Man sollte auch mal überlegen, welche westliche Nation sich in den heutigen Krisengebieten am meisten eingemischt hat. Doch nicht etwa die USA?

  • Na, hier ist ja was los!
    Zunächst einmal Dank an die HB-Redaktion, die hier Meinungsäußerungen zuläßt und vernünftig moderiert.
    Die vielen Klagen über Zensur bei anderen Medien kann ich nur bestätigen. Bin nicht Pediga o. ä. Die Redaktionen scheinen es zu genießen, ihrem - freundlich ausgedrückt - Meinungsjournalismus ohne lästige Leserkommentare frönen zu können. Mir erscheinen Merkel und die anderen geradezu verrückt in ihrer "Flüchtlings"-Mania, und merkwürdig ist es, nun einem ungarischen Bischof dankbar sein zu müssen, der einige Dinge wieder gerade rückt.
    Aber im Internet schimpfen und meckern hilft nicht. Wir können von unseren europäischen Nachbarn lernen, die sofort auf der Straße sind, wenn ihnen etwas nicht passt. Demonstrieren und streiken, und sich auf keine Partei verlassen, das ist es, was wir Deutsche wieder lernen müssen. Auch sinnvoll: Auf abgeordnetenwatch Fragen an die Politiker stellen. Man bekommt auch Antworten.

  • Sie Schlauberger sollten mal bedenken das die Polen, Tschechen usw es den Nazis zu verdanken haben das sie 40 Jahre die Linken am bein hatten. die Ihre Länder gründlich zerstört haben.
    Ich verstehe sehr gut das diese Menschen nein sagen.
    Wenn sie und Ihre Gesinnungsgenossen, die halbe Welt aufnehmen um Ihr Land zu ruinieren dann verlangen sie nicht das andere Ihnen folgen diese Länder haben das Recht nein zu sagen.
    In 2 Jahren wird man die Deutsche Linke in ganz Europa hassen.
    Dumm und Dümmer ich glaube es nicht,
    Sie denken weil die Deutschen Harz IV bekommen geht das auch für alle :-)
    mal sehen wann damit Schluss ist mal gespannt was ihre neuen Freunde dazu sagen.

  • Deutschland ein Hippie-Staat?

    "Der britische Politologe Anthony Glees kritisiert den deutschen Kurswechsel in der Asylpolitik scharf. In einem Interview im Deutschlandfunk behauptet er, dass die Briten kein Verständnis dafür hätten. "Viele meinen, die Deutschen haben hier ihr Gehirn verloren", sagt Glees.

    Glees empört sich besonders darüber, dass Deutschland EU-Gesetze außer Kraft setze – obwohl es gerade in der Griechenland-Krise auf die Einhaltung der Regeln bestanden hat. Deutschland verhalte sich als "Hippie-Staat", der nur von Gefühlen geleitet werde, kritisiert er.

    Nach dem Dublin-Abkommen müssen Asylbewerber eigentlich in dem EU-Land registriert werden, in das sie zuerst einreisen. Diese Vereinbarung hat die Bundesregierung für Flüchtlinge aus Syrien zuletzt aufgehoben, indem sie ihnen ein Asylverfahren in Deutschland versprach."

    Staaten wie Ungarn haben unter diesem deutschen Hippie-Staat zu leiden, da Ungarn die EU-Gesetze anwendet.

  • Wer sich einmal die Mühe macht, sich über die gewaltsamen Auseinandersetzungen in den Asylunterkünften zwischen den verschiedenen Flüchtlingsgruppen zu informieren, muß über das, was auf unser Land zukommt, zutiefst besorgt sein.
    Die Protagonisten der uneingeschränkten Willkommenskultur übersehen geflissentlich, daß die von uns abverlangte Toleranz gegenüber den Einwanderern stets auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit beruht. Strikte Ablehnung ist genauso wenig angezeigt, wie eine unterwürfige Anbiederung unter Verleugnung unserer freiheitlichen Errungenschaften.

  • Der Stil mancher Kommentare kann einen nur ankotzen. Möge es der Herrgott verhindern, dass diese Scharfmacher und Oberschlauberger selbst einmal in die Situation dieser Flüchtlinge kommen. Auch die Politiker der ehemaligen Ostblockländer sollten sich mal daran erinnern, wer ihren Länder nach dem Zusammenbruch der UdSSR mit Milliarden geholfen hat. Solidarität ist keine Einbahnstrasse, auch nicht in Richtung ehemaliger Warschauer Pakt-Staaten. Sie sollten sich gemeinsammit den Scharfmachern in unserem Land mehr als schämen. Es geht hier immer noch um Menschen. Den ung. Bischoff sollte der Pabst absägen. Einen schönen Abend noch.

  • Sorry, das war gerade meine Antwort auf Herrn Viktor Jarosh, zwei Kommentare tiefer.

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