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Ungarn „Ich muss gegen ihn kämpfen“ – Orbán sieht Macron als Hauptgegner in EU-Einwanderungspolitik

Emmanuel Macron sei der Anführer der europäischen Kräfte, die sich für Einwanderung starkmachen, so Orbán. Er selbst sehe sich daher in der Pflicht, sich Macron entgegenzustellen.
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Orbán fühle sich unter ständigem Druck insbesondere der deutschen Medien, Einwanderer ins Land lassen zu müssen. Quelle: Reuters
Viktor Orban

Orbán fühle sich unter ständigem Druck insbesondere der deutschen Medien, Einwanderer ins Land lassen zu müssen.

(Foto: Reuters)

BudapestUngarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat Deutschland und Frankreich in der Einwanderungspolitik scharf attackiert. Der französische Präsident Emmanuel Macron sei der Anführer der europäischen Kräfte, die sich für Einwanderung starkmachen, sagte Orbán am Donnerstag. Er selbst sehe sich daher in der Pflicht, sich Macron entgegenzustellen.

„Das ist nichts Persönliches, aber etwas, was die Zukunft unseres Landes betrifft. Wenn das eintrifft, was er in Zusammenhang mit der Migration will, wäre es schlecht für Ungarn. Deswegen muss ich gegen ihn kämpfen“, sagte Orbán. Deutschland bringe Ungarns Entscheidungen in der Migrationspolitik keinen Respekt entgegen, ergänzte der Regierungschef.

Er fühle sich unter ständigem Druck insbesondere der deutschen Medien, Einwanderer ins Land lassen zu müssen. „Ich sehe nicht, dass hier ein Kompromiss möglich ist.“ Orbán sagte, er würde sich freuen, wenn einwanderungsfeindliche Parteien bei der Europawahl im Mai eine Mehrheit erringen würden. Ziel seines Landes sei es, anschließend eine Anti-Einwanderungspolitik in der EU-Kommission durchzusetzen.

Zugleich erteilte Orbán einem Beitritt seines Landes zur Euro-Zone vorerst eine Absage. Es gebe kein Zieldatum dafür, sagte er. Seine Regierung werde die Entwicklungen genau beobachten. „Wenn es in unserem Interesse ist, können wir beschließen, dass wir beitreten.“ Ungarn ist seit 2004 Teil der Europäischen Union und sagte damals zu, auch die Einheitswährung einzuführen.

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