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Ungarn Präsident Orban sieht keine Pflicht zum Euro-Beitritt

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban scheint die Lust an der Gemeinschaftswährung verloren zu haben. Eine Einführung der Euros wäre seiner Meinung nach „unverantwortlich“.
10.10.2012 - 16:01 Uhr 29 Kommentare
Ministerpräsident Orban: „Zum jetzigen Zeitpunkt wäre die Einführung des Euro unverantwortlich.“ Quelle: AFP

Ministerpräsident Orban: „Zum jetzigen Zeitpunkt wäre die Einführung des Euro unverantwortlich.“

(Foto: AFP)

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban sieht für sein Land keine Notwendigkeit mehr, den Euro einzuführen. Ursprünglich sei mit der EU-Mitgliedschaft zwar auch die Pflicht verbunden gewesen, der Europäischen Währungsunion beizutreten, sagte Orban im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Doch als wir den Beitrittsvertrag unterschrieben haben, sah die Euro-Zone ganz anders aus. Eine Beitrittspflicht zur Währungsunion kann deshalb nicht mehr automatisch sein“, sagte Orban. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre die Einführung des Euros für sein Land sogar „unverantwortlich“. Die südeuropäischen Staaten hätten sich der Währungsunion eindeutig zu früh angeschlossen. „Sie waren eigentlich noch nicht reif dafür“, sagte Orban und fügte hinzu: „Diesen Fehler machen wir nicht.“

Die Euro-Schuldenkrise wird nach Einschätzung von Orban noch viele Jahre dauern. „In mehreren Euro-Staaten hat die Verschuldung die kritische Marke von 90 Prozent der Wirtschaftsleistung überschritten. Das kann man nicht mehr aus eigener Kraft abbauen“, sagte er. Spätestens in fünf Jahren werde sich die Euro-Krise sich zu einer politischen Führungskrise ausweiten. „Unsere heutigen demokratischen Systeme haben eine eingebaute Führungsschwäche. Ein Präsidialsystem ist wahrscheinlich geeigneter als ein parlamentarisches System, wenn es darum geht, schwierige Reformen durchzusetzen“, sagte Orban.

Er äußerte sich auch zu seinem Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel morgen in Berlin. „Unsere bilateralen Beziehungen sind intakt“, sagte Orban. Daher wolle er mit der Kanzlerin vor allem über die Zukunft Europas sprechen: „Ich möchte im Kanzleramt vor allem drei Punkte klarmachen. Die geplante Bankenunion geht uns Ungarn entschieden zu schnell. Eine gemeinsame Bankenaufsicht für die Euro-Zone mag für die Zukunft eine gute Idee sein, doch man darf hier nichts überstürzen. Der zweite Punkt betrifft die Steuerpolitik. Wir wollen keine Steuerharmonisierung in Europa, sondern Steuerwettbewerb. Außerdem will ich mit der Bundeskanzlerin über die EU-Haushaltsplanung für die nächsten sieben Jahre sprechen. Darüber soll ja noch vor Jahresende entschieden werden.“

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    29 Kommentare zu "Ungarn: Präsident Orban sieht keine Pflicht zum Euro-Beitritt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Kommunisten ausraubten Ungarn in 1945 einmal, in 1989 zweiten mal, 2002-2010 dritten mal (verdoppelten die staatverschuldung mit der politischen unterstützung von maoist Barroso). Lassen sie Ungarn in Ruhe!!!

    • Lieber Robisan,
      entweder sind Sie auch nicht richtig informiert oder mit beiden Augen blind (wie viele der noch verbliebenen FIDESZ Anhänger; aber täglich werden es weniger :-)). Ein Beispiel für die grob fahrlässige Wirtschafts- und Steuerpolitik Orban's: Firmen können 80% (!) der KöSt an Sportvereine für den Bau von Fussballplätzen und dergleichen zukommen lassen, die oft gar nicht benötigt werden. Üblicherweise verrechnet die beauftragte Baufirma dann mehr und vergütet einen Teil wieder an den Verein. Damit gehen erhebliche Steuermittel für den Staat nutzlos verloren.
      Ein anderes Beispiel: 200 Mio.HUF für sinnlose Werbekampagne gegen IMF in Tageszeitungen welche an eine FIDESZ-nahe Werbeargentur ohne Ausschreibung vergeben. In den Anzeigen werden angebliche Forderungen des IMF angeführt, welche rein erfunden sind.

    • Sie sind offensichtlich nicht am Laufendem. In den letzten Wochen verspricht Orban nicht mehr das 2013 besser wird. Wodurch auch? MwSt-Erhöhung auf 28%(!), durch inkompetente Wirtschaftspolitik verlieren mehr und mehr Leute ihren Job, .....

    • Woschn du bemitleidwerter Männlein. wenn mann keine Argumente hat dann fängt man an so zu reagieren. lächerlich bist du. :-)))

    • das waren ja die Kommunisten und von 2002 bis 2010 die nachfolge partei die Ungarn verschuldeten, bestohlen.

    • und die Deutschen haben Ungarn in den Zweiten Weltkrieg gezogen und nachdem Ungarn hinaus wollte habt ihr alles kaputt gemacht und getötet was sich bewegte. wir können so weiter machen aber ich glaube das bringt nichts aber gerade ihr Deutsche müsstet zuerst nachdenken bevor Ungarn kritisiert. :-(((

    • @robisan
      Die deutsche Minderheit wurde aus Ungarn ab 1945 systematisch vertrieben oder magyarisiert.
      Ihre Streitkultur ist mangelhaft bis dürftig.

    • botond & robisan
      Bevor Sie auf deutsche Seiten Ihre dumme Kommentare abgeben, sollten Sie halbwegs die Sprache beherschen. Ansonsten kann ich Ihnen nur empfehlen Ihre FIDESZ-Hilfsartikel auf ungarische Seiten zu verbreiten. Szervusz!

    • vorallem die Schulden die die "Orbánregierung" versucht zurüchzuzahlen sind von der vorherige kommunistischer Regierung geerbt worden. troztdem geht Ungarn nach zwei Jahren finaziell besser als vielen anderen Euroländern. für die Bevölkerung wird in den dritten Jahr langsam besser. das sagte Orbán schon am Anfang, dass die ersten zwei Jahren sehr schwer wird.

    • siehst du Ansicht, genau das meine ich. du hast gar keine Ahnung. wenn du schon über die Einbürgerung der Auslandungarn schprichst und dagegen bist dann überlegemal, dass im Ausland lebende Slowaken, Serben oder Rumänen sich auch einbürgern können in ihrem Vaterland und auch Wahlrecht haben. also dieses Verbot ist undemokratisch und uneuropäisch und ausserdem gegen die ungarische Minderheit. in Ungarn haben alle minderheiten, auch Deutsche, alle ihre Rechte. siehst du auch hier ist Ungarn und natürlich die "Orbánregierung" viel demokratischer als viele andere Länder.

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