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UNI Global Union Christy Hoffman, die Welt-Gewerkschaftsvorsitzende

Die Generalsekretärin der UNI Global Union fühlt sich in Davos nicht heimisch. Sie nutzt das Weltwirtschaftsforum aber, um für Tarifbindung zu werben.
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Die Generalsekretärin der UNI Global Union fordert mehr Tarifbindung. Quelle: UNI Global Union
Christy Hoffman

Die Generalsekretärin der UNI Global Union fordert mehr Tarifbindung.

(Foto: UNI Global Union)

DavosOb jemand auf dem Treffen des Wertwirtschaftsforums (WEF) in Davos zum Establishment zählt, zeigt sich auch am Ort seiner Verabredungen. Konzerne, die auf sich halten, laden in den eigens angemieteten Showroom. Auf der Ebene darunter rangiert die eigene Suite im Tagungshotel „Belvedere“ oder zumindest der reservierte Tisch in einer der Lounges.

Das Treffen mit Christy Hoffman, 62, aber findet im Foyer des Davoser Kongresszentrums statt, und zwar notgedrungen im Stehen. Die herumstehenden Sessel sind alle belegt. „Das hat sich hier nicht nach meinem Zuhause angefühlt“, sagt die zierliche Juristin und Wirtschaftswissenschaftlerin im Rückblick auf ihre Davos-Woche.

Im Sommer 2018 ist Hoffman zur Generalsekretärin der UNI Global Union gewählt worden. Dieser Dachverband vertritt weltweit rund 20 Millionen Gewerkschafter, darunter in Deutschland die Mitglieder von Verdi. Sie sei der Einladung nach Davos gefolgt, „um in die Köpfe der Business-Community zu schauen“, sagt die US-Amerikanerin, die am Sitz ihres Verbandes im schweizerischen Nyon lebt.

Verwundert hat Hoffman dabei registriert, dass die wachsende Einkommenskluft in den Industriestaaten zwar weit oben auf der Davos-Agenda der Unternehmenslenker rangiere, „aber kaum einer spricht hier über das beste Mittel dagegen: eine starke Tarifbindung“.

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