Uno-Beobachter in Syrien Assads Aufpasser reisen an

Die Uno macht ernst. Die ersten Beobachter der Vereinten Nationen werden heute in Syrien erwartet. Dort ist die Waffenruhe zwischen Regime und Opposition mehr als brüchig.
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Der Uno-Sondergesandte Kofi Annan hat die Entsendung von Beobachtern der Vereinten Nationen nach Syrien erreicht. Quelle: dpa

Der Uno-Sondergesandte Kofi Annan hat die Entsendung von Beobachtern der Vereinten Nationen nach Syrien erreicht.

(Foto: dpa)

BeirutDie ersten UN-Beobachter sollen bereits am Sonntag in Syrien eintreffen. Ein Voraus-Team aus sechs Beobachtern zur Überwachung des Waffenstillstandes sollten innerhalb von 24 Stunden in das Land reisen, kündigte der Sprecher des Syrien-Gesandten Kofi Annan am Samstag unmittelbar nach einer Resolution des UN-Sicherheitsrates an. Ihre Arbeit sollten sie bereits wenig später aufnehmen.

Weitere Experten würden in den nächsten Tagen erwartet. Syrische Regierung und Opposition werfen sich gegenseitig den Bruch der seit Donnerstag geltenden Waffenruhe vor. Nach Angaben der Opposition sind am Samstag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte die Entsendung von Beobachtern am Samstag gebilligt, nachdem sich auch Russland mit dem Resolutionsentwurf einverstanden erklärte. Der Sicherheitsrat machte den Weg für zunächst 30 Erkunder frei. Sollte die Gewalt in dem Land nicht enden, würden weitere Schritte geprüft. Bei dem seit 13 Monaten andauernden Volksaufstand gegen Präsident Baschar al-Assad sind nach Berechnungen der Vereinten Nationen mehr als 9000 Menschen getötet worden.

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5 Kommentare zu "Uno-Beobachter in Syrien: Assads Aufpasser reisen an"

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  • Hätten lieber die geheime Terroristen-Executortruppe der Amis hinschicken sollen vor ein paar Monaten und den Assad genauso wie den Bingladen abzusetzen...

  • 100 Millionen USD für die Rebellen sind schließlich kein Pappenstiel, um die Puppen tanzen zu lassen. Und Assad ist ja auch nicht besser.
    Lösungen, bessere Lösungen, in der Sache sehen jedenfalls anders aus.
    Man will garnicht wissen, wieviel Geld ins Aufräumen in Nordafrika insgesamt geflossen ist.
    Und/oder wer das bezahlt hat.

    Nur: irgendwann ist einfach Ende Gelände.

  • Und dabei noch einen Hinweis: Wessen Aufpasser reisen denn nun in den Augen des HB nun ein?
    Die Aufpasser Assads, die Aufpasser auf Assad, die Aufpasser auf hochfinanzierte Rebellen oder einfach nur die Aufpasser der UNO?

  • Mit etwas Mühe vielleicht dürfte der Bericht der damaligen Beobachtermission vielleicht doch zugänglich sein, Ernsthaftigkeit in der Sache natürlich vorausgesetzt.
    Und die UNO ist ja keine Geheimorganisation.

    Umso begrüssenswerter, dass sich die UNO zu einer weiteren, wie es aussieht, Sondierung entschliessen konnte.

    Die Lage wirkt recht komplex und bei so etwas wird es schwierig. Jedenfalls kann es nicht angehen, dass der Weltfrieden aus welchen partikular oder höher sich wähnenden Interessen heraus auch immer aufs Spiel gesetzt wird.

  • Eine Beobachtermission gab es ja schon einmal. Auch ein umfangreicher Bericht wurde erstellt. Nur seltsam, daß dessen Inhalt nicht publiziert wurde. Vielleicht weil darin die sog. "Rebellen" gar nicht so gut wegkamen?

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