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Uno-Bericht Schreckensherrschaft in der Ostukraine

Folter, Exekutionen und immer mehr zivile Todesopfer: Ein Uno-Bericht klagt rücksichtslose Methoden der Machtsicherung prorussischer Separatisten an. Seit Mitte April seien mehr als 1000 Menschen getötet worden.
Update: 28.07.2014 - 12:54 Uhr 11 Kommentare
Familien warten mit ihren Kindern auf die Abfahrt aus Horliwka. Die Stadt wird von Separatisten gehalten. Quelle: dpa

Familien warten mit ihren Kindern auf die Abfahrt aus Horliwka. Die Stadt wird von Separatisten gehalten.

(Foto: dpa)

Genf Die Bevölkerung der Ostukraine leidet nach Uno-Angaben unter einer Schreckensherrschaft prorussischer Separatisten. Um ihre Macht zu sichern, würden die bewaffneten Gruppen Menschen entführen, einsperren, foltern und exekutieren, heißt es in einem am Montag in Genf veröffentlichten Bericht des Uno-Hochkommissariats für Menschenrechte. Seit Mitte April wurden laut Uno in dem Konflikt mindestens 1129 Menschen getötet und mehr als 3400 verletzt.

Die straff organisierten und militärisch stark ausgerüsteten Rebellen hätten ihre Herausforderung der ukrainischen Regierung weiter intensiviert, heißt es in dem Bericht. Regierungstruppen hätten mit verstärkten Angriffen reagiert. Kämpfen in besiedelten Gegenden seien zahlreiche Zivilisten zum Opfer gefallen, Tausende seien geflohen.

Zudem werden die Die Uno-Experten den Separatisten gezielte Angriffe auf öffentliche Einrichtungen wie Wasser- und Energieversorgung vor. „Banken wurden ausgeraubt, Kohlebergbau-Betriebe attackiert“, heißt es. „Eisenbahnlinien wurden in die Luft gejagt. Krankenhäuser wurden zwangsweise geschlossen und grundlegende medizinische sowie notärztliche Hilfeleistungen wurden dadurch knapper oder stehen gar nicht mehr zur Verfügung.“

Bis Mitte Juli seien fast 87 000 Menschen innerhalb der Ostukraine durch „die Verbreitung von Angst, Einschüchterungen, Drangsalierungen und Kämpfe“ in die Flucht getrieben worden. Auf die Herausforderung durch die Separatisten habe die Regierung in Kiew mit verstärkten Angriffen der Armee reagiert.

„Beide Seiten müssen verhindern, dass noch mehr Zivilisten getötet werden“, forderte die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay. Das Vorgehen sowohl der Separatisten, als auch der Armee müsse unter Umständen als Verletzung des humanitären Völkerrechts eingestuft und verfolgt werden. Bei Kämpfen in Donezk und Lugansk hätten beide Seiten schwere Waffen in bewohnten Gegenden eingesetzt, darunter Artillerie, Panzer und Raketen.

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11 Kommentare zu "Uno-Bericht: Schreckensherrschaft in der Ostukraine"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Na also: es siegen diejenigen, welche den moralischen Vorteil auf ihrer Seite wissen und dazu tragen viele Überläufer aus der Ukrainischen Armee einen großen Anteil bei; geht doch: Donetsk nationale Republik Armee (DnRA) befreit Shahtarsk. Da sieht jetzt die EU + USA mit ihrer schlappen Unterstützung der Faschisten in Kiew ganz schlecht aus, trotz der zahlreichen Unterstützung der Medien hier im Westen, was überhaupt nichts bringt in der Ukraine, wobei die DnRA (ja, ja: FREIWILLIGEN-Armee) sogar aus Afrika bejubelt wird.

  • @Fritz Yoski

    Sie müssen das so sehen, die Guten foltern human und für westliche Werte (Heinrich August Winkler), die Bösen
    foltern inhuman (Hitler, Stalin, Putin, Pohl Pot).

    Nur unbelehrbare Gefolterte sehen das womöglich anders und das sollte man ihnen durch Foltern abgewöhnen. So die Denkweise der Folterer und Henker dieser Welt.

  • Die Polen und die USA duerfen foltern, das sind naemlich die Guten. Nur die Boesen duerfen nicht foltern.

  • Und warum berichtet das Handelsblatt nicht davon ! Das ist ein URTEIL DES EUROPÄISCHEN GERICHTSHOFES !! WARUM WIRD DAS UNTERSCHLAGEN ??? Man sollte schon ein Mindestmaß an objektivem und ausgewogenem Journalismus zu Grunde legen. Nirgends in der Presse habe ich zu diesem Urteil einen Artikel lesen können. Nicht mal ganz klein gedruck auf der letzten Seite.
    Bewiesene Menschenrechtsverletzungen in einem EU-STAAT MIT AUSDRÜCKLICHER BILLIGUNG DER DORTIGEN REGIERUNG !!! POLEN IST UNSER NACHBARLAND !!! KEIN KOMMENTAR VON UNSERER REGIERUNG, VON HERRN GAUCK ETC. ZU DIESEN EKLATANTEN MENSCHENRECHTSVERLETUNGEN ! DIE PRESSE SCHWEIGT DAS TOT !!!!! Da mache sich jeder sein eigenes Bild von der angeblich freien Presse !! NUN DAS URTEIL !!

    Urteil
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 25.07.14, 01:00 | 49 Kommentare

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Polen zu hohen Schmerzensgeldzahlungen verurteilt. Polnische Behörden hätten der CIA dabei geholfen, Terrorverdächtige zu inhaftieren und zu foltern, so die Richter. Die CIA betrieb in Polen jahrelang geheime Folter-Gefängnisse.

  • Wieso ist Leichenschändung wiederlegt? Es sind Kreditkarten von Toten noch benutzt worden! Und wer war als einziger da nach dem Absturz?

  • Man muß dem Handesblatt zugute halten, dass es sich immer noch um eine einigermaßen ausgewogene Berechterstattung und verbale Mäßigung bemüht.

    Wenn man die Hetztiraden in der FAZ (Kohler, Fankenberger) oder der Süddeutschen (Kornelius) liest, kann man mit einer gewissen Befriedigung zur Kenntnis nehmen, dass sich das Handelblatt auf ein derartig abgesenktes journalistische Niveau bisher noch nicht
    eingelassen hat.

  • Schreckensherrschaft in der deutschen Medienlandschaft. Ich habe sogar gelesen das die Seperatisten Babies und Jungfrauen fressen und sich nachts in Werwoelfe verwandeln. Die Bilder von Putin sind alle retuschiert, damit man die Hoerner die aus seinem Kopf wachsen nicht sieht.
    Die Propaganda hat in Deutschland wieder Hoehen erreicht wie zur Zeit des "Neues Deutschland" oder "Voelkischer Beobachter".
    Die zivil Bevoelkerung flieht in Richting Russland, nicht in den gelobten Westen. Das deutet darauf hin das die Lage vor Ort anders beurteilt wird als in der Propagandaabteilung in Berlin.

  • Warum nur hier den Eindruck (durch einen Bildzeitungsstil schon bei der Überschrift) WIEDER vermitteln, es wären nur Separatisten mit Menschenrechtsverletzungen am Werk, obwohl doch jederman die Fotos im Internet über geächtete Chemiewaffeneinsätze (!!!) der Ukrainischen, faschistischen Junta sehen kann. Die Hetze ist zwar ermüdend, aber zeigt uns allen im Netz klar, was beabsichtigt wird und wovor wir uns beschützen müssen.
    Warum denn fliehen die Menschen zum bösen Putin und warum denn läuft das Militär in Schaaren zu den bösen Putschisten im Osten über?
    Zivilopfer werden nur verursacht im Osten der Ukraine durch das US-EU-gestützte Ukraine-Westregieme mit ihren faschistischen Oligarchen. Dort, im Osten erschießt niemand seine eigenen Mitbewohner. Warum auch?
    Das Ukraine-Militär, trotz Unterstützung durch Militär der USA, Italien, Polen, und sogar Deutsche hat bereits verloren und ist an vielen Stellen eingekesselt.

    Ich hätte nie gedacht, dass das Handelsblatt sich auf solcher Art Berichtersverdrehung einlässt.

  • Entführung, Einsperrung und Folter, sind das nicht Standard CIA Methoden in geheime Gefängnisse weltweit ? Aber diese böse Sachen dürfen wohl nur von bestimmten Gruppen ausgeübt werden.

    Ebenfalls unschuldige Menschen in fremde Länder töten dürfen auch nur bestimmte Länder, dann nennt man das Selbstverteidigung oder Antiterrorkampf.

  • Putins Methoden in Reinkultur: meine Wahrheit ist die allein Seligmachende, alle anderen sind Deppen/Trolle... Mensch Billy, guck in den Spiegel und unterhalte Dich mit Dir selber!

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