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Uno-Klimagipfel Im Klimawandel-Fonds fehlen Milliarden

2015 soll das Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls beschlossen werden. Den politischen Willen dazu will die Uno mit einem Klimatreffen stärken. Dort versprechen die USA und China mehr Einsatz - doch es gibt Probleme.
23.09.2014 Update: 24.09.2014 - 04:03 Uhr 9 Kommentare
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon (r.) und US-Präsident Barack Obama beim diesjährigen Uno-Klimagipfel: Die USA wollen drei Milliarden Dollar in eine Uno-Klimafonds stecken. Quelle: ap

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon (r.) und US-Präsident Barack Obama beim diesjährigen Uno-Klimagipfel: Die USA wollen drei Milliarden Dollar in eine Uno-Klimafonds stecken.

(Foto: ap)

New York Zum Abschluss des Uno-Klimagipfels in New York haben die Vereinten Nationen die Finanzierungslücke in ihrem Fonds gegen den Klimawandel auf 7,7 Milliarden Dollar beziffert. Bislang seien erst 2,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,8 Milliarden Euro) von den Mitgliedstaaten zugesagt worden, davon jeweils eine Milliarde von Deutschland und Frankreich, sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon am Dienstagabend (Ortszeit).

Deutschland hatte sein Versprechen schon vor dem Klimagipfel gegeben, Frankreich zog am Dienstag nach. Laut der Hilfsorganisation Oxfam kamen die restlichen Zusagen von Südkorea, Dänemark, Norwegen, Mexiko und der Schweiz.

Der sogenannte Green Climate Fund soll armen Ländern helfen, die am stärksten von steigenden Temperaturen und Umweltkatastrophen betroffen sind. Bis zum Jahresende soll der Fonds sein Zielvolumen von zehn Milliarden Dollar erreicht haben. Die Empfängerstaaten sollen mit dem Geld auch dabei unterstützt werden, ihre Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.

Mehr als 120 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt haben sich beim Uno-Klimagipfel zu einem stärkeren Engagement gegen die Erderwärmung bekannt. Auch die USA und China, die beiden Nationen mit dem höchsten Treibhausgasausstoß, versprachen am Dienstag in New York mehr Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel. Umweltschutzorganisation bezweifelten aber, dass von dem Gipfel der nötige Schwung für ein weitreichendes globales Klimaschutzabkommen ausgeht.

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    Ban: "Wir sind nicht zum Reden hier"

    "Wir müssen der Welt heute einen neuen Kurs geben", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Auftakt des eintägigen Treffens vor der Generaldebatte der Vereinten Nationen. Der Klimawandel bedrohe den Frieden, den Wohlstand und die Erfolgsaussichten von Milliarden Erdbewohnern. "Wir sind nicht zum Reden hier", sagte Ban, "wir sind hier, um Geschichte zu schreiben."

    US-Präsident Barack Obama mahnte zur Eile im Kampf gegen die Erderwärmung. Die Welt müsse sich der "dringenden und wachsenden Bedrohung" durch den Klimawandel stellen, sagte Obama. Der Präsident erkannte dabei die "besondere Verantwortung" der USA und Chinas bei der Verringerung des CO2-Ausstoßes an.

    Peking war nur durch Vize-Regierungschef Zhang Gaoli vertreten, der aber die Bereitschaft seines Landes zu einer internationalen Zusammenarbeit beim Klimaschutz erklärte, "um eine bessere Zukunft zu schaffen". Gaoli nahm zugleich die Industrienationen in die Pflicht, die Schwellenländer bei ihren Klimabemühungen finanziell und technologisch zu unterstützen.

    Nicht alle Umweltorganisationen kritisieren das Ergebnis
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    9 Kommentare zu "Uno-Klimagipfel: Im Klimawandel-Fonds fehlen Milliarden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @ Torsten Steinberg „...die an die Möglichkeit glauben, dass Klima durch menschliches Wirken beeinflussbar ist.“

      Kann es sein, daß Sie zuviel Latif gelesen haben?

      „...dringend erforderlich auf den Anstieg des Meeresspiegels und andere Folgen entsprechend zu reagieren,...“

      Der ist in den letzten Jahrzehnten um wieviel gestiegen?

      „...wenn Millionenstädte und fruchtbare Küstenstriche überflutet werden.“

      Wer am Ufer baut, muß sich nicht wundern daß er bei bestimmten Wetterlagen und Windrichtungen nasse Füße bekommt. Vielleicht betrachten Sie einmal diese Seite. Da haben die Folgen nichts mit dem Klimawandel, auch nichts mit dem Wetter, sondern lediglich mit der Blauäugigkeit der Bauherren und derer zu tun, die das Bauen dort genehmigt haben.

      „Der Glaube daran, dass der Klimawandel einerseits zum großen Teil durch menschliches Tun verursacht ist ......“

      Ja, und wo ist der Beweis? Der Klimawandel besteht, das schrieb ich schon, seit es Klima auf der Erde gibt und wer als Mensch glaubt, daß er diesen beeinflussen kann, sollte sich über die Bedeutung des Menschen in der Erdgeschichte Gedanken machen. Der Mensch ist bedeutungslos.

      „Sie glauben, auf den unvermeidlichen Anstieg der Meere muss irgendwie reagiert werden.“

      Das glauben Sie. Ich weiß, daß auf den von Ihnen apostrophierten Anstieg der Meere mit Küstenschutzmaßnahmen reagiert wird. Ich wohne dort und weiß auch welche Kraft Natur hat, die hatte sie schon immer und, als Metapher, sie lacht über uns.

      Übrigens, die Bevölkerungswanderungen sind längst im Gange und haben nichts mit dem Klimawandel zu tun. Es geht auch nicht um Wasser, sondern schlicht um wirtschaftliche Teilhabe. Und diese Wanderungen haben mehr mit Krieg und Religion zu tun, als mit dem Klimawandel.

    • So besteht zwischen uns insofern Übereinstimmung, dass es Klimawandel gibt. Das ist doch schon einmal was. Hoffentlich sind Sie nicht zu sehr bestürzt darüber, dass ich zur Fraktion derer gehöre, die an die Möglichkeit glauben, dass Klima durch menschliches Wirken beeinflussbar ist. Nur habe ich es nicht explizit erwähnt.

      Aber wäre es nicht auch Ihrer Meinung nach dringend erforderlich auf den Anstieg des Meeresspiegels und andere Folgen entsprechend zu reagieren, selbst wenn der feststellbare Klimawandel nicht menschengemacht wäre und rein natürliche Ursachen hätte? Auch wer nicht glaubt, dass der Klimawandel menschengemacht ist, kann, um nur ein Beispiel aus der Palette kommender Katastrophen herauszugreifen, doch nicht, nur weil die Ursachen nicht selbst verschuldet sind, tatenlos zusehen, wenn Millionenstädte und fruchtbare Küstenstriche überflutet werden. Wenn ein LKW bei rot über die Kreuzung donnert, springt ein kluger Fußgänger schnell zur Seite, auch wenn seine Ampel grünes Licht zeigt. Es sei denn er ist rechthaberisch und dumm.

      Der Glaube daran, dass der Klimawandel einerseits zum großen Teil durch menschliches Tun verursacht ist und andererseits durch menschliches Handeln eingedämmt werden kann, ist im Grunde nicht eine Drohung, sondern eine große Hoffnung, dass wir zukünftigen Generationen die Welt ähnlich erhalten können, wie wir sie kennen, also ohne dass große, heute dicht besiedelte Landstriche unbewohnbar werden und Mangel an trinkbarem Wasser und Lebensmitteln sich in unkontrollierbarem Maße breit machen, ohne dass gewaltige Bevölkerungswanderungen und Verteilungskämpfe die Menschheit ins Chaos stürzen. Als jemand, der glaubt, das Klima ließe sich nicht vom Menschen beeinflussen, müssen Sie ja noch viel pessimistischer in die Zukunft sehen.

      Der größte Unterschied zwischen uns: Ich glaube, der Anstieg der Meere lässt sich noch aufhalten. Sie glauben, auf den unvermeidlichen Anstieg der Meere muss irgendwie reagiert werden. Teuer wird beides.

    • @ Torsten Steinberg „Wenn die überwältigende Mehrheit den Klimawandel nicht in Zweifel zieht, wird das von den Gegnern gerne als Ökodiktatur apostrophiert.“

      Es wird nicht von Klimawandel gesprochen, sondern von menschengemachtem Klimawandel. Das ist der entscheidende Unterschied. Das Klima der Erde ändert sich, seit es Klima auf der Erde gibt. Da gab es kalte Zeiten und sehr viel wärmere als heute. Hat mit der Tätigkeit des Menschen recht wenig zu tun.
      Das, was auf diesem „Klimagipfel“ passiert, ist politischer Aktionismus, weiter nichts. Bestürzend ist, daß es viele Menschen in D gibt, die diesen Schwindel auch noch glauben.

    • Sehr geehrter Herr Waldschrat,

      mit den von Ihnen genannten physikalischen Gesetzen habe ich mich sehr sorgfältig beschäftigt. Ich komme, was den "Treibhauseffekt" betrifft, dennoch zu anderen Schlüssen.

      Als Retourkutsche jedoch empfehle ich Ihnen die kleine, aber feine Schrift von Einstein aus dem Jahre 1917 "Zur Quantenphysik der Strahlung". Dort findet sich die nachdenkenswerte Aussage, dass das thermodynamische Gleichgewicht eines Gases nicht durch elektromagnetische Strahlung gestört wird.

      Im übrigen wünsche ich Ihnen bei der Bewirtschaftung Ihrer Wälder gutes Gelingen. Ich hoffe für Sie, dass es Ihnen geschenkt wird, dass Sie diese ererbten Güter unter voller Werterhaltung oder sogar Wertvermehrung an Ihre Kinder weitergeben können.

    • Es gibt einige wenige Studien, die den Klimawandel in Abrede stellen. Wenn die überwältigende Mehrheit den Klimawandel nicht in Zweifel zieht, wird das von den Gegnern gerne als Ökodiktatur apostrophiert. Es sollte aber doch zu denken geben, dass nicht einmal die in kaum vorstellbarem Maße reichen, sich auf fossilen Energieträgern gründenden Energiekonzerne mit all ihrer Finanzkraft in der Lage sind, für das Ausbleiben des Klimawandels allgemein überzeugende Beweise vorzulegen. Darum halte ich wirklich die Zeit für gekommen, dringendst wirksame Maßnahmen zur Vermeidung überall schon sichtbar werdender Folgen des Klimawandels zu ergreifen und sich auf keinen Fall darin beirren zu lassen, den bereits eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten.

      Wie ein unnötiger Alarmismus erscheint mit aber die Rede davon, dass im Klimawandel-Fonds eine Milliarden-Lücke klafft. Zwar gibt es offenbar eine Vorstellung davon, wieviel Geld zur Bekämpfung der Klimawandel-Folgeschäden notwendig ist bzw. werden wird. Aber existiert überhaupt schon so etwas wie eine globale Projektplanung und ein Verteilschlüssel für die Investitionen? Dann müssten die Geldgeber mit Recht den Tadel der Nachlässigkeit sich ans Revers heften lassen. Dann wäre es aber auch interessant, einmal über diese konkreten Projekte und ihre heilsamen Auswirkungen etwas zu erfahren, deren Umsetzung derzeit am Geldmangel scheitert. Die Darstellung derartiger Projekte, wenn deren Sinnhaftigkeit sich der Allgemeinheit denn erschließt, würde mehr Überzeugungsarbeit leisten und Druck aufbauen als durch die beständige Anrufung einer immens hohen Geldsumme.

      Gleiches passiert ja auch in Bezug auf die Ebola-Seuche, dass fast der Eindruck entsteht, allein schon die Bereitstellung einer bestimmten Geldsumme könne Probleme lösen, während die Projekte selbst, für deren Finanzierung das Geld benötigt wird, in den Hintergrund rücken. Aber das ist wohl ein allgemeines Problem des Kapitalismus, dass Geld zum Selbstzweck verkommt.

    • Anmerkung an Frau Rudholzer und Herrn Vogels: Ich empfehle sich mit den Absorptionskonstanten nach Kirchhoff und der Wien`schen Wellenlängenverschiebung auseinander zusetzen. Wenn Sie das gemacht haben, werden Sie verstehen, dass wir dank unserer Atmosphäre mit den "Treibhausgasen Wasserdampf, CO 2, Methan u.a. " überhaupt erst die Grundlage für Leben haben. Ohne Atmosphäre hätten wir ein Jahresmittel von ca. minus 13 Grad. Dank meiner Vorfahren bewirtschafte ich mehrere Tausend ha Wald in NRW und Bayern. Hier muss ich mich von der Natur überzeugen lassen, dass Änderungen im Klima stattfinden: längere Trockenperioden, Steigerung der Populationsdynamik des Borkenkäfers, besonders regional steigende Windbruchereignisse. Zudem hatte ich das Glück, Prof. H. Miller auf Ny Alesund besuchen zu dürfen: Dieser Mann hat mich beeindruckt, wie er ohne ideologische Einfärbung über seine beobachteten Veränderungen gesprochen hat. An Orten, die vor 30 Jahren noch mit 40 meter dickem Eis bedeckt waren. Und warum haben sich die Temperaturen in den letzten 15 Jahren nicht verändert? Es haben sich nach den bekannten Temperaturmessungen keine Veränderungen ergeben. Das heißt nicht, dass die Enthalpie der Erde gleich geblieben ist. Und auch die Intensität der Sonneneinstrahlung (Input)spielt eine Rolle. Es könnte ja sein, dass diese weiter abnimmt, und dann sagt Herr Vogels in 100 Jahren: Gut dass im 20/21. Jahrhundert soviel CO 2 ausgestoßen wurde, denn sonst müssten wir jetzt frieren.

    • Hier ein Link zu sehr schön übersichtlichen Grafiken über die tatsächliche Temperaturentwicklung auf der Erde:

      http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/hadcrut3/diagnostics/comparison.html

      Es handelt sich um die grafische Aufbereitung von offiziellen staatlichen Stellen, die für die UNO das weltweite Temperaturmonitoring betreiben.

      Wie man unschwer mit bloßem Auge erkennt, stagnieren die global gemessenen Temperaturen seit mehr als 1 1/2 Jahrzehnten. In diesem Zeitraum ist jedoch die CO2-Konzentration in der Atmosphäre deutlich gestiegen.

      Wer nach diesen Fakten noch an die Erderwärmung durch CO2 glaubt, mag das tun. Für die New York wieder einmal organisierte Panikmache besteht aber kein Grund.

    • Der sogenannte Green Climate Fund soll armen Ländern helfen, die am stärksten von steigenden Temperaturen und Umweltkatastrophen betroffen sind.

      Hier nachzulesen, gegenteilige Meinungen zur Panikmache mit den steigenden Temperaturen.

      http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/wenn-emotionen-den-journalismus-fressen-die-tagesthemen-nachrichten-und-die-klimakonferenz-in-new-york/

      http://www.eike-klima-energie.eu/

    • Zitat:
      "Die Bundesregierung könnte das Ziel jedoch verfehlen, weil durch die Energiewende wieder deutlich mehr CO2 ausgestoßen wird." Dieser Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Es wird wohl eher deshalb mehr Kohlendioxid ausgestoßen, weil der Emissionshandel nicht funktioniert und daher Kohlekraftwerke sehr günstig Strom verkaufen können. Und es wird auch deshalb mehr Kohlendioxid ausgestoßen, weil die Energieeffizienz immer noch nicht als wesentlicher Faktor der Energiewende begriffen wird. Darüber hinaus ist das Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung nicht dazu angetan, den Kohlendioxid-Ausstoß zu senken.

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