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Uno-Vollversammlung Obama beschwört, Gaddafi zerreißt Uno-Charta

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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, hatte zur Eröffnung die Staaten zum gemeinsamen Handeln aufgefordert. Angesichts der Vielzahl an Problemen schlage jetzt die Stunde der Uno, erklärte er zur Eröffnung des Treffens. „Die Welt wendet sich für Lösungen an uns.“ So viel könne erreicht werden, wenn die Staaten der Welt gemeinsam handelten. „Wir sind die größte Hoffnung der Menschheit.“

Obama steht zurzeit vor mehreren außenpolitischen Herausforderungen. Dazu gehört der Atomstreit mit Nordkorea, dessen Machthaber Kim Jong Il nicht an der Versammlung teilnimmt. In New York anwesend waren jedoch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, die am Vortag zu einem Nahost-Gipfel mit Obama zusammengekommen waren. Konkrete Ergebnisse gab es jedoch offenbar nicht. Der US-Präsident bemüht sich zudem international und auch bei seinem Volk um Unterstützung für den Krieg in Afghanistan. Ungelöst bleibt auch der Streit um das Atomprogramm des Irans.

Am späten Abend europäischer Zeit sollte der iranische Präsident Ahmadinedschad eine Rede halten. Die Vertreter der Bundesrepublik wollten dem Auswärtigen Amt zufolge den Saal verlassen, sollte er erneut den Holocaust leugnen oder sich antisemitisch äußern. Medienberichten zufolge will die kanadische Delegation die Rede ganz boykottieren. Ahmadinedschad hat mit seinen israelfeindlichen Bemerkungen im Westen wiederholt für Empörung gesorgt.

Am Donnerstag soll Obama als erster US-Präsident überhaupt eine Sitzung des Uno-Sicherheitsrates leiten. Bei dem Treffen beraten die 15 Ratsmitglieder über Schritte zur atomaren Abrüstung und Obamas Vision einer Welt ohne Atomwaffen. Auch dieses Thema griff Ban auf. Das Ziel der nuklearen Abrüstung sei zu lange nicht verfolgt worden, erklärte er. „Lasst uns zusammen dieses Jahr zu dem Jahr machen, in dem wir uns einigen, die Bombe zu ächten.“

In diesem Jahr nehmen eine ungewöhnlich große Zahl von Staats- und Regierungschefs aus den einflussreichsten Staaten an der Vollversammlung teil. Darunter sind die Präsidenten Russlands und Chinas, Dmitri Medwedew und Hu Jintao. Hintergrund ist das am Donnerstag beginnende G20-Treffen, das in Pittsburgh stattfindet. Dazu reist auch Merkel in die USA.

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