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Unruhen in Missouri Ferguson ist bald überall

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Flüssige Proteinbrühe statt Essensmarken
Stadt im Ausnahmezustand
Outrage In Missouri Town After Police Shooting Of 18-Yr-Old Man
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„Hands up, Don´t Shoot“ (Hände hoch, nicht schießen!): Es sollte eine friedliche Demonstration werden. In der US-Stadt Ferguson, einem Vorort von St. Louis, gehen die Menschen auf die Straße...

(Foto: AFP)
Outrage In Missouri Town After Police Shooting Of 18-Yr-Old Man
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Sie demonstrieren gegen die Tötung eines schwarzen Tennagers am 9. August durch einen weißen Polizisten.

(Foto: AFP)
huGO-BildID: 38740803 Protestors demonstrate in Ferguson on August 17, 2014. Riot police hurled tear gas and marched on rioters in Ferguson, the St L
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Seit den tödlichen Schüssen sind in Ferguson fast jeden Abend wütende Menschen auf die Straße gegangen. Eine vorläufige private Obduktion hatte ergeben, dass mindestens sechs Mal auf den 18-Jährigen geschossen wurde, davon zwei Mal in den Kopf, wie die „New York Times“ berichtete.

(Foto: AFP)
Outrage In Missouri Town After Police Shooting Of 18-Yr-Old Man
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Der 18-Jährige Michael Brown war unbewaffnet.

(Foto: AFP)
Outrage In Missouri Town After Police Shooting Of 18-Yr-Old Man
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Erst wurde eine nächtliche Ausgangssperre angeornet. Doch vor Inkrafttreten kam es erneut zu Unruhen. Einzelne Demonstranten griffen Polizisten mit Molotowcocktails an...

(Foto: AFP)
Outrage In Missouri Town After Police Shooting Of 18-Yr-Old Man
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Viele der Demonstranten mussten wegen des Tränengases mti Milch oder Wasser behandelt werden...

(Foto: AFP)
A protester kicks a tear gas canister back towards police after protests in reaction to the shooting of Michael Brown turned violent near Ferguson, Missouri
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...nach Polizeiangaben fielen in der Menge auch Schüsse. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstration aufzulösen.

(Foto: Reuters)

Ferguson ist arm, und arm ist in den USA das Synonym für farbig und chancenlos. Und wer schwarz (und arm) ist, stirbt schneller. Alle 28 Stunden wird in den USA ein Afroamerikaner erschossen, so aktuelle Studien. Ob bei Routinekontrollen oder bei Drogenrazzien oder warum auch immer, wie in Ferguson oder an der Fruitvale-Station im kalifornischen Oakland, als ein Polizist am Neujahrstag 2009 den jungen Schwarzen Oscar Grant in den Rücken schoss und tötete.

Fast 70 Prozent der Einwohner von Ferguson, ein Vorort von St. Louis, sind Farbige und die Arbeitslosigkeit hat sich seit dem Jahr 1990 verdoppelt. Nach der Weltwirtschaftskrise, deren Folgen Präsident George W. Bush als Erbe seinem Nachfolger Barack Obama hinterlassen hatte, war es nur eine Handvoll Superreicher, das berühmte ein Prozent, das sich in Rekordzeit mehr als nur erholen konnte. Sagenhafte 95 Prozent der Einkommenszuwächse seit 2009 kamen einem Prozent der Amerikaner zugute, zeigen Statistiken der Universität Berkeley. Von 2009 bis 2012 wuchs das Einkommen der Hyperreichen in den USA um 34 Prozent, während die restlichen 99 Prozent mit 0,4 Prozent auskommen mussten.

Der Krieg hat in Ferguson begonnen

Ferguson ist nur ein Abbild des amerikanischen Mittelstands von morgen, unter dem Brennglas von heute. Die große Rezession, das finale Geschenk der Ära der Anbeter der Politik der unregulierten Märkte des Milton Friedman, hat in erster Linie gut bezahlte Jobs und Mittelklasse-Arbeitsplätze ausradiert. Wiedergeboren wurden sie als Teilzeitjobs in Schnellrestaurants.

Nach Erhebungen des National Employment Law Project fielen rund 3,6 Millionen gut bezahlte Arbeitsplätze, überwiegend Bürojobs, weg. Zurück kamen davon 2,6 Millionen. Die Mindestlohn-Industrie verlor gut zwei Millionen Jobs, aber seit 2009 kamen 3,8 Millionen hinzu. Die Antwort des amerikanischen Kongresses, von Republikanern beherrscht: eine drastische Kürzung der Lebensmittelmarken für Arme. Es würden einfach zu viele.

Noch drastischer sehen es manche im Silicon Valley. Google-Programmiererin Justine Tunney schlägt einfach mal vor, den Armen und ihren Kindern keine Essensmarken mehr zu geben, sondern „Soylent“, ein flüssige Proteinbrühe aus den Laboren des Valleys. Echtes Essen für die Oberklasse? Großinvestor Tom Perkins aus San Francisco verglich im Januar Demonstrationen gegen Google-Luxusbusse als Synonym für explodierende Mieten und Einkommensungleichheit mit dem Holocaust in Deutschland und der „Kristallnacht“. Dies, lamentierte er, sei der Beginn eines „Kriegs gegen die kreativen ein Prozent“ in den USA.

Aber da liegt er falsch. Der Krieg hat in Ferguson begonnen. Und richtig zu spüren bekommt ihn die Nation erst, wenn der Mittelstand erkennt, dass er längst im Armenhaus angekommen ist und nur noch vom Ersparten lebt. Die Schule für die Kinder können sie sich ohnehin schon nicht mehr leisten. Wird nicht massiv gegengesteuert, ist das nur noch eine Frage des wann, nicht des ob, bis Ferguson überall ist.

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40 Kommentare zu "Unruhen in Missouri: Ferguson ist bald überall"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Warum ist der Wohlstand in Kenia unser Problem? Das ist eine konkrete Frage, antworten werden sie wie auf die anderen Beiträge zwar nicht aber interessieren würde es mich doch. Muss ich wirklich 40 Stunden die Woche arbeiten damit in Kenia eine 10 köpfige Familie überleben kann?

  • @ Chris Deister:

    Volltreffer! Danke!

    Um sich die Mainstream-Lügenorgien anzuschauen, nur ZDF "heute" einschalten!

  • @Axel Postinett
    Sie wiederholen in ihrem Artikel lediglich die antiweiße, kulturmarxistische Propaganda der amerikanischen MSM: Der aaarme Junge. Völlig grundlos von einem durchgeknallten weißen Cop gemeuchelt.
    Nicht wahr?

    Was aber, wenn es sich ganz verhalten hat als von den Al Sharptons und den New York Times / CNNs dieser Welt "berichtet"?
    Herr Postinett, ich weiß; Sie sind Journalist. Trotzdem steht es auch Ihnen frei sich über diesen Fall und seine Hintergründe zu informieren! Recherche nennt man das. Empfiehlt auch mein Hausarzt, ist nämlich gut gegen (die Verbreitung von) Lügen!

    Und ich habe auch gleich schon eine Einstiegsempfehlung, und zwar das Video "The Truth About Michael Brown and the Ferguson Riots" von Stefan Molyneux (auf seinem Channel in Youtube).
    Es hindert Sie also nichts daran das Narrativ vom schwarzen Opfer zu hinterfragen!

    Etwas anderes ist mir auch noch aufgefallen: wie ist das eigentlich im "Diskurs" heutzutage? Der der am lautesten schreit hat Recht? Ein Schwarzer wird erschossen, die halbe Stadt (Ferguson ist zu 70% schwarz) läuft Amok und alle Welt spricht vom "Rassenhass" der Weißen auf die Schwarzen.
    Was wäre wenn Weiße sich ähnlich "Solidarisieren" würden, wenn einer der ihren von einem Schwarzen ermordet würde (kommt übrigens WESENTLICH häufiger vor als umgekehrt)?
    Ach ja, richtig. Im ersteren Fall ist man "community organizer" und schafft's bis zum Präsidenten, im letzteren Fall gehört man zum Ku-Klux-Klan (="Nazi").

    Es ist auffallend, wie sich die "Argumentations"-, d.h. Propaganda-Muster der globalen Polit- und Medieneliten im NWO-Land bis aufs Haar gleichen ;-)
    Und da wundern sich die Journalisten, dass ihr Ansehen beim Leser irgendwo zwischen Gebrauchtwagenverkäufer und Politiker rangiert...?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Einen dümmeren und realitätsferneren Kommentar habe ich selten gelesen. Träumen Sie mal weiter, lieber Gutmensch!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Zitat: "Trotz ihrer siebenfach-höheren Bevölkerungszahl werden selbst absoluten Zahlen weit mehr Weiße durch Schwarze umgebracht als Schwarze durch Weiße."

    Solche Statistiken sind für Deppen gemacht, die Ihren Rassismus belegt wissen wollen und Sie sind darauf herein gefallen. Wenn die Eigenschaft "Schwarz" oder die Eigenschaft "Weiß" etwas mit der Kriminalitätsrate zu tun hätte, dann schlage ich doch vor, alle Schwarzen weiß anzumalen. Schon sinkt die Kriminalitätsrate.

    Kriminalität hat nichts mit Hautfarbe zu tun sondern mit Bildung, sozialem Umfeld, sozialem Stand, Chancen, Kontakt zu radikalen Gruppen, Perspektiven und Gerechtigkeit in der Gesellschaft.

    Wenn man eine Gruppe aus der Gesellschaft dauerhaft eine gerechten Einordnung vorenhält, dann wird die kriminell. Da müssen Sie nicht auf Sekundäreigenschaften wie Hautfarbe oder Farbe der Augen oder Bartwuchs zurückgreifen, um "Gründe" für erhöhrte Kriminalität zu finden.

    Menschen mit gleichen Lebensperspektiven, gleicher Intelligenz usw. weisen völlig unabhängig von Ihrer genetischen Abstammung gleiche Kriminalitätsraten auf.

    Das eine bestimmte Staatsangehörigkeit oder Ethnie irgendeine Bedeutung in Bezug auf die Kriminalitätsrate hat, ist nur dümmliches Herrenmenschengequake

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Im Klartext heißt dass:

    Schwarze Amerikaner sind für ihre weißen Mitbürger eine weit größere Gefahr für Leib und Leben, als Weiße Polizisten und Zivilisten es für Schwarze sind-- während die größte Gefahr für Schwarze andere Schwarze sind.

    Schwarze ermodern vielfach mehr Weiße, als Weiße -- Polizisten wie Nicht-Polizisten-- Schwarze ermodern

  • Die Mordrate von Schwarzen an Weißen überragt die Mordrate von Weißen an Schwarzen

    Wenn der Gewalttäter schwarz ist, steigt auf jeden Fall die Wahrscheinlichtkeit dafür. Ein Weißer Gewalttäter muss sich weniger Sorgen machen.

    Wenn Schwarze in den USA ermodert werden dann fast immer durch die Hand von anderen Schwarzen. 91% der über 6000 jährlichen Morde und Totschlagsdelikte von Schwarzen werden von anderen Schwarzen begangen.

    Trotz ihrer siebenfach-höheren Bevölkerungszahl werden selbst absoluten Zahlen weit mehr Weiße durch Schwarze umgebracht als Schwarze durch Weiße.

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