Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Unterdrückung der Uiguren USA verhängen Sanktionen gegen chinesische Regierungsvertreter

Wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China hat die US-Regierung Visa-Restriktionen gegen Vertreter der chinesischen Regierung verhängt.
Update: 09.10.2019 - 01:22 Uhr Kommentieren
Die US-Regierung prangert die Zustände in Xinjiang seit langem an. Quelle: dpa
US-Präsident Trump

Die US-Regierung prangert die Zustände in Xinjiang seit langem an.

(Foto: dpa)

Washington Wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China hat die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen chinesische Regierungsvertreter und Parteifunktionäre verhängt. US-Außenminister Mike Pompeo verkündete am Dienstag in Washington Visa-Restriktionen gegen Vertreter der chinesischen Regierung und der Kommunistischen Partei, die die USA für verantwortlich oder mitschuldig hielten mit Blick auf die Inhaftierung und Misshandlung muslimischer Minderheiten in der chinesischen Region Xinjiang. Auch Familienangehörige dieser Personen könnten betroffen sein, erklärte Pompeo weiter. Details nannte das Außenministerium nicht. Offen blieb damit auch, wie viele Personen insgesamt betroffen sind.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch geht davon aus, dass in der autonomen Region Xinjiang im Nordwesten Chinas eine Million Menschen in Umerziehungslagern leben, die meisten von ihnen Uiguren. Sie sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Die Regierung in Peking wirft uigurischen Gruppen Separatismus und Terrorismus vor.

Die US-Regierung prangert die Zustände in Xinjiang seit langem an. Erst am Montag hatte das US-Handelsministerium wegen „brutaler Unterdrückung“ der muslimischen Minderheit der Uiguren 28 chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen auf eine schwarze Liste gesetzt, um Exporte an sie zu beschränken. Zur Begründung hieß es, die betroffenen Unternehmen seien in Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren und andere überwiegend muslimische ethnische Minderheiten in Xinjiang verwickelt. Pompeo sagte am Dienstag ausdrücklich, die Visa-Restriktionen seien eine ergänzende Maßnahme.

China reagierte empört auf die Visa-Beschränkungen. Die Botschaft in Washington erklärte am Dienstag, die wegen des Vorgehens gegen muslimische Minderheiten ergriffenen Maßnahmen seien eine Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten.

„Die US-Entscheidung stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die grundlegenden Prinzipien internationale Beziehungen dar, greift in Chinas innere Angelegenheiten ein und untergräbt Chinas Interessen. China bedauert und lehnt dies entschieden ab“, sagte ein Sprecher der Botschaft. China begehe keine Menschenrechtsverletzungen, die Vorwürfe der USA seien lediglich erfunden, um sich einzumischen.

Die USA und China liefern sich seit mehr als einem Jahr eine erbitterte Handelsauseinandersetzung. Ende der Woche soll es neue Handelsgespräche zwischen beiden Seiten in Washington geben.

Mehr: Die US-Regierung bestraft acht weitere chinesische Tech-Unternehmen aufgrund von Menschenrechtsverletzungen gegen ethnische Minderheiten.

  • dpa
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Unterdrückung der Uiguren - USA verhängen Sanktionen gegen chinesische Regierungsvertreter

0 Kommentare zu "Unterdrückung der Uiguren: USA verhängen Sanktionen gegen chinesische Regierungsvertreter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote