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Unterstützung für Syrien Bulgarien sperrt Luftraum für russische Versorgungsflüge

Moskaus Nähe zu Assad belastet das Verhältnis zum Westen. EU-Land Bulgarien sperrt nun seinen Luftraum für russische Versorgungsflüge nach Syrien. Es gebe Zweifel daran, dass es sich wirklich um humanitäre Flüge handelt.
08.09.2015 - 20:13 Uhr

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Sofia Im Streit um Russlands Hilfe für die syrische Regierung hat das Nato-Mitglied Bulgarien seinen Luftraum für russische humanitäre Versorgungsflüge in das Bürgerkriegsland gesperrt. Es gebe Zweifel daran, dass es sich wirklich nur um humanitäre Flüge handele, sagte die Sprecherin des bulgarischen Außenministeriums, Betina Schotewa, der Deutschen Presse-Agentur in Sofia am Dienstag. Die USA hatten Russland zuletzt vor einer militärischen Intervention in Syrien gewarnt.

Russland verlangte eine Erklärung von dem EU-Land. Wenn Russlands Partner irgendwelche Zweifel hätten, sollten sie diese offen ansprechen, sagte Vize-Außenminister Michail Bogdanow nach Angaben der Agentur zufolge. Der Außenpolitiker Leonid Kalaschnikow drohte Bulgarien mit Gegenmaßnahmen.

Der bulgarische Verteidigungsminister Nikolaj Nentschew verteidigte Sofias Überflugverbot. „Im Außenministerium gab es Informationen, wonach es sich nicht um humanitäre Hilfe, sondern um Ausrüstung handelt“, sagte er im Fernsehsender bTV. „Wir haben gute Absichten und führen gegen niemanden eine aggressive Politik.“ Bulgarien halte an dem Ziel einer stärkeren EU- und Nato-Integration fest.

Die Transportmaschinen sollen nach russischer Darstellung humanitäre Hilfe nach Syrien bringen. Russland ist ein enger Partner des umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad und versorgt dessen Regierung bereits seit Jahren mit Waffen.

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    Bogdanow bekräftigte, dass russische Militärangehörige in Syrien seien, um die dortige Armee im Umgang mit russischen Waffen zu schulen. Russland handle in Einklang mit dem Völkerrecht, betonte er. Berichte über Pläne, in Tartus eine vollwertige russische Militärbasis zu erreichten, wies er zurück. Die syrische Hafenstadt dient Russland als einziger Marinestützpunkt im Mittelmeer.

    Russlands enge Verbindungen zum Assad-Regime belasten vor allem das Verhältnis zwischen Moskau und Washington. Die USA hatten sich besorgt über Berichte geäußert, wonach Russland aktiv zugunsten Assads in den Syrien-Konflikt eingreifen könnte. Das Außenministerium in Moskau hatte dies dementiert.

    Deswegen hatten die USA bereits einen Antrag an Bulgariens Nachbarn Griechenland gestellt, die Versorgungsflüge zu verbieten. Experten in Moskau meinten, Russland könne für künftige Transporte nach Syrien vermutlich durch iranischen Luftraum fliegen.

    • dpa
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