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Urananreicherung Iran beginnt Vorbereitung für Bau verbesserter Atom-Zentrifugen

Im Falle eines Scheiterns des Atomabkommens würden die Kapazitäten für die Urananreicherung weiter erhöht, sagt Irans Staatschef Ali Chamenei.
Update: 05.06.2018 - 14:26 Uhr Kommentieren

Netanjahu in Berlin – „Der Iran will Völkermord begehen“

Paris/TeheranDie von Irans oberstem Führer angeordneten Vorbereitungen für eine unbegrenzte Urananreicherung verstoßen nach Angaben der Atomorganisation des Landes nicht gegen das internationale Atomabkommen von 2015. Die iranische Atomorganisation IAO habe zwar einige neue Projekte, diese hielten sich aber im Rahmen des Atomabkommens und verstießen nicht gegen dessen Vorschriften, sagte Behördenchef Ali-Akbar Salehi am Dienstag. Darüber sei die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien auch schriftlich informiert worden.

Die Projekte sind nach seinen Worten lediglich praktische Vorbereitungen, falls der Deal scheitern sollte. Salehi hoffe jedoch, dass das von den USA einseitig aufgekündigte Atomabkommen bewahrt werden könne. Die anderen Mitunterzeichner sind China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland. Der Deal sei „gut für den Iran, die Region und die ganze Welt“ und auch für die Umsetzung des Atomwaffensperrvertrags, sagte der Vizepräsident laut Nachrichtenagentur IRNA.

Der oberste Führer, Ajatollah Ali Chamenei, hatte die staatliche Atomorganisation aufgefordert, „schon ab morgen“ mit den Vorbereitungen für eine Wiederaufnahme der unbegrenzten Urananreicherung zu beginnen. Auf die EU bezogen sagte Chamenei, der Iran könne keinem Land trauen und müsse sich jetzt schon auf ein Scheitern des Atomabkommens vorbereiten. Der Ajatollah hat laut Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort.

Israel bekräftigte, eine atomare Bewaffnung des Iran nicht zuzulassen. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte am Dienstag mit Blick auf die iranische Ankündigung, seine Kapazitäten zur Urananreicherung auszuweiten, darüber sei man nicht überrascht. „Vor zwei Tagen hat Irans Führer Ajatollah Chamenei seine Absicht erklärt, den Staat Israel zu vernichten. Gestern hat er gesagt, wie er das machen will: durch unbeschränkte Anreicherung, um ein Arsenal von Atombomben zu produzieren“, sagte Netanjahu am Dienstag in einer über Twitter verbreiteten Videobotschaft. „Wir sind nicht überrascht, wir werden es Iran nicht erlauben, Atomwaffen zu bekommen“, bekräftigte Netanjahu frühere Erklärungen.

Zuvor hatte der Chef der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, erklärt, man habe mit den Vorbereitungen zum Bau leistungsstärkerer Zentrifugen zur Urananreicherung begonnen. Am Montag hatte der politische und religiöse Führer Irans, Ali Chamenei, angekündigt, im Falle eines Scheiterns des Atomabkommens die Kapazitäten zur Anreicherung von Uran zu erhöhen. „Unsere Feinde können unseren nuklearen Fortschritt niemals aufhalten“, hatte er in einer im Fernsehen übertragenen Rede erklärt.

Deutschland und andere EU-Staaten wollen das Atomabkommen retten. Der Iran hatte sich im Gegenzug für die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen verpflichtet, nicht mehr nach einer Atombombe zu streben und sich Kontrollen zu unterwerfen. Das von Klerikern beherrschte Land hält sich nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bisher an die Auflagen des Abkommens.

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  • dpa
  • rtr
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