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US-Außenminister Pompeo nennt Verhandlungen mit Nordkorea einen „verdammt langen Weg"

Mike Pompeo äußerte sich in einer Anhörung des US-Senats zu Nordkorea. Auch zum umstrittenen Treffen zwischen Trump und Putin stand er Rede und Antwort. 
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Der US-Außenminister äußerte sich zu Nordkorea und Russland.  Quelle: AFP
Mike Pompeo

Der US-Außenminister äußerte sich zu Nordkorea und Russland. 

(Foto: AFP)

Washington Nordkorea bleibt nach den Worten von US-Außenminister Mike Pompeo weiterhin die größte Gefahr für die nationale Sicherheit seines Landes. Außerdem produziere Nordkorea weiterhin spaltbares Material, sagte Pompeo am Mittwoch während einer Anhörung vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats in Washington. Auf die Frage, ob Nordkorea sein Atomprogramm vorantreibe, wollte er nicht antworten.

Dennoch zeigte sich Pompeo optimistisch, dass die Gespräche zwischen beiden Ländern in die richtige Richtung führten. „Ich gestehe aber ein, dass noch ein verdammt langer Weg vor uns liegt.“ Nach seinen Worten sind die USA nicht von den Nordkoreanern hereingelegt worden. Die gegen Nordkorea verhängten Sanktionen würden weiter durchgesetzt.

Die „Washington Post“ hatte berichtet, dass Trump verärgert sei, weil die Gespräche so langsam vorankämen. Darauf twitterte Trump am Montag, das sei falsch, er sei sehr happy. Seit neun Monaten habe es in Nordkorea weder einen Atomtest noch einen Raketenstart gegeben. Auch ganz Asien sei happy, schrieb er.

Zudem äußerte sich der US-Außenminister zum umstrittenen Gipfeltreffen von Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin in Helsinki. Seit Tagen rätseln die Mitglieder des US-Kongresses, worüber der Präsident und der Kreml-Chef unter vier Augen gesprochen haben.

Das Weiße Haus hat bisher lediglich vage Angaben über den Inhalt des Gesprächs von vergangener Woche gemacht. Republikaner und Demokraten im auswärtigen Ausschuss verlangten daher Antworten. Der republikanische Ausschussvorsitzende Bob Corker machte zum Auftakt der Anhörung von Pompeo deutlich, dass die Senatoren „ernsthafte Zweifel“ an Trump und dessen Außenpolitik hätten.

Er habe persönlich ranghohe russische Regierungsvertreter vor „massiven Konsequenzen“ bei jeglicher Einmischung in US-Wahlen oder in den demokratischen Prozess in Amerika gewarnt, versicherte Pompeo. Diese Warnung habe er bei mehreren Treffen und Unterredungen wiederholt.

Des Weiteren hätten Trump und Putin auch über Syrien und die Suche nach einer politischen Lösung gesprochen, sagte er. Auch die Sicherheit Israels sei Thema gewesen. „In Helsinki haben wir versucht herauszufinden, ob Russland an besseren Beziehungen interessiert ist (...) Wir haben Amerikas grundlegende strategische Interessen in Syrien und der Ukraine verteidigt“, sagte Pompeo.

Auch zur Annexion der Krim durch Russland äußerte sich der Chef-Diplomat. Die USA erkenne sie auch weiterhin nicht an. Russland solle die Besetzung der Schwarzmeer-Halbinsel beenden. Derartige Aktionen seien einer großen Nation unwürdig, Russland habe sich damit selbst von der internationalen Gemeinschaft isoliert.
 


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  • dpa
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