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US-Bericht Nordkorea bringt Mittelstreckenraketen ins Depot

Zwei startbereite Raketen in Nordkorea haben die Befürchtung genährt, ein Test stehe kurz bevor. Nun meldeten US-Regierungsvertreter, die Abschussrampen seien verschwunden. Doch noch ist das Risiko nicht gebannt.
07.05.2013 Update: 07.05.2013 - 06:30 Uhr Kommentieren
In den letzten Tagen haben die kriegerischen Sprüche aus Pjöngjang nachgelassen. Quelle: dpa

In den letzten Tagen haben die kriegerischen Sprüche aus Pjöngjang nachgelassen.

(Foto: dpa)

Washington Nordkorea hat nach US-Angaben zwei Mittelstreckenraketen von ihren mobilen Abschussrampen an der Ostküste des Landes wieder abgezogen. Die Raketen des Typs Musudan seien in ein Depot gebracht worden, wie der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Das Militär der USA und Südkoreas hatten seit Wochen Hinweise darauf, dass das kommunistische Land mehrere Raketen, darunter auch Mittelstreckenraketen, in Startposition gebracht hatte.

Auch südkoreanische Regierungsbeamte bestätigten am Dienstag den Abzug der Musudan-Raketen. Allerdings sei ihr derzeitiger Standort unbekannt, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen hochrangigen Beamten in Seoul. Auch scheine das Regime in Pjöngjang die Ende März ausgerufene Stufe der „höchsten Gefechtsbereitschaft“ für alle Feldartillerieverbände, inklusive der strategischen Raketeneinheiten, bereits Ende April wieder aufgehoben zu haben. Eine Bestätigung aus Nordkorea gab es dafür zunächst nicht.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Nordkorea treffe Vorbereitungen für einen Raketentest. Südkoreanische Medien berichteten, Nordkorea habe dafür bereits zwei Mittelstreckenraketen an die Ostküste gebracht. Die USA, Japan und Südkorea hatten einen nordkoreanischen Raketentest rund um den Geburtstag von Nordkoreas Staatsgründer Kim Il Sung am 15. April befürchtet.

Die neuerlichen Berichte erfolgten kurz vor einem geplanten Treffen der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye und US-Präsident Barack Obama an diesem Dienstag in Washington. Ein Schwerpunkt ist dabei der Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm.

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    Der Konflikt mit Nordkorea hatte sich seit dem drittem Atomtest des Landes im Februar zugespitzt. Pjöngjang hatte angesichts der Ausweitung von UN-Sanktionen und amerikanisch-südkoreanischer Militärmanöver den Waffenstillstandsvertrag von 1953 aufgekündigt, alle Notfallverbindungen zu Südkorea gekappt, den USA einen atomaren Erstschlag angedroht und den „Kriegszustand“ im Verhältnis zu Südkorea erklärt. Die mit Südkorea betriebene Sonderwirtschaftszone ist offenbar immer noch geschlossen.

    Nordkoreas Volksarmee drohte unterdessen angesichts neuer Marineübungen der USA und Südkoreas zur U-Boot-Abwehr für den Fall mit militärischen Schritten, dass sein Territorium verletzt würde. Das Land werde „sofortige Gegenmaßnahmen ergreifen, sollte auch nur eine einzige Kugel in unsere Gewässer fallen“, wurde das südwestliche Frontkommando von den Staatsmedien zitiert.

    Die Übungen vor der Westküste der koreanischen Halbinsel hatten nach Berichten südkoreanischer Medien am Sonntag begonnen, nur wenige Tage nach der Beendigung jährlicher zweimonatiger Feldübungen der beiden Verbündeten. Die Marineübungen sollen bis Freitag dauern.

    • afp
    • rtr
    • dpa
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