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US-Drohnenangriff Vier Terroristen in Pakistan getötet

Die USA setzen ihre Drohnenangriffe in Pakistan fort – zum ersten Mal in diesem Jahr. Vier Extremisten wurden bei einem Angriff in Stammesgebieten im Nordosten des Landes getötet.
11.06.2014 - 19:27 Uhr Kommentieren
Eine Drohne vom Typ MQ-1 Predator der US Air Force: In unkontrollierbaren Stammesgebieten setzen die USA auf Drohnen zur Terrorismusbekämpfung. Quelle: dpa

Eine Drohne vom Typ MQ-1 Predator der US Air Force: In unkontrollierbaren Stammesgebieten setzen die USA auf Drohnen zur Terrorismusbekämpfung.

(Foto: dpa)

Miranshah Die US-Streitkräfte haben zum ersten Mal in diesem Jahr einen Drohnenangriff in Pakistan geflogen. Bei dem Angriff am Mittwoch im Stammesgebiet Nord-Waziristan im Nordwesten des Landes seien vier Extremisten getötet worden, teilte ein Vertreter der Sicherheitskräfte mit. Demnach feuerte die Drohne zwei Raketen auf ein Fahrzeug sowie auf einen Gebäudekomplex im Dorf Dargah Mandi ab, das zehn Kilometer von der Regionalhauptstadt Miranshah entfernt liegt.

Ein anderer Sicherheitsbeamter sagte, ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich bei den Opfern um Usbeken. Zuvor hatte die pakistanische Taliban-Gruppe TTP bestätigt, dass sie für den Angriff auf den Flughafen der pakistanischen Stadt Karachi in der Nacht zum Montag Kämpfer aus Usbekistan eingesetzt habe. Bei dem Angriff wurden 37 Menschen getötet, darunter die zehn Angreifer.

Die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan verfügen über weitgehende Autonomie von der Zentralregierung in Islamabad und gelten als Rückzugsgebiet radikaler Gruppen. Die USA haben dort in den vergangenen Jahren immer wieder Drohnenangriffe geflogen. Seit August 2008 wurden dabei insgesamt mehr als 2000 Menschen getötet. Seit dem 25. Dezember 2013 hatte es keinen Drohnenangriff mehr gegeben.

Die Angriffe mit unbemannten Flugzeugen belasten seit geraumer Zeit das Verhältnis zwischen Washington und Islamabad. Die pakistanische Regierung wirft den USA vor, dass bei den Drohnenangriffen auf Taliban-Kämpfer oft auch Zivilisten getötet oder verletzt werden. Auf die Tötung eines pakistanischen Taliban-Führers durch eine US-Drohne im November 2013 reagierte Islamabad empört, das pakistanische Außenministerium bestellte den US-Botschafter ein. Die Regierung kritisierte die Tötung damals als "Angriff auf den Friedensprozess".

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