US-Einwanderungspolitik Trump lenkt bei den „Dreamers“ ein

Während des Haushaltsstreits waren sie einer der Hauptstreitpunkte zwischen Demokraten und Republikanern: die rund 700.000 jungen Migranten, die noch unter Abschiebeschutz leben. Trump sichert ihnen eine Lösung zu.
Update: 25.01.2018 - 08:11 Uhr Kommentieren
Donald Trump lenkt bei den „Dreamers“ ein Quelle: AP
„Dreamer“

Demonstranten vor dem Kapitol in Washington.

(Foto: AP)

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat sich offen für eine mögliche Staatsbürgerschaft für rund 700.000 junge Migranten gezeigt, die als Kind illegal in die USA gebracht worden sind. „Es wird passieren, zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft, über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren“, sagte Trump Reportern am Mittwoch. Andere Regierungsmitarbeiter zeigten sich skeptischer.

Bisher hatte der Präsident das Schicksal der Zuwanderer im Studentenalter unter anderem von der Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko abhängig gemacht. Noch am Dienstag ließ er verlauten, ohne Mauer werde es keine Fortführung des Daca-Schutzprogramms für die Migranten geben. Es läuft Anfang März aus, den Betroffenen droht dann die Abschiebung.

Nun sagte Trump, er sei sehr zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werde. Mit Blick auf die sogenannten Dreamer und die Reporter erklärte er: „Sagt ihnen, sie sollen keine Bedenken haben, okay? Sagt ihnen, sich keine Sorgen zu machen. Wir werden das Problem lösen.“

Nähere Details nannte Trump zunächst nicht – erklärte aber, nach seiner Rückkehr vom Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz wolle er einen ausgearbeiteten Deal sehen. Mit Blick auf eine mögliche Staatsbürgerschaft – die er zuvor noch abgelehnt hatte – erklärte Trump, diese Möglichkeit sei aus seiner Sicht ein Anreiz für die bisher ohne Papiere in den USA lebenden jungen Leute.

Das Weiße Haus kündigte einen Entwurf für ein rechtliches Rahmenwerk für die Einwanderung in die USA an. Dieser werde am kommenden Montag vorgestellt und stelle einen Kompromiss dar, den Republikaner und Demokraten unterstützen könnten, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses mit. Ob darin auch eine Lösung zum Streit über die „Dreamer“ enthalten sein wird, sagte Sarah Huckabee Sanders nicht.

Die Maßnahme enthalte unter anderem jedoch Details für den Grenzschutz und eine Einschränkung für den Familiennachzug von Einwanderern in den USA, so Sanders. Mehrere Senatoren beider Parteien bestätigten, dass an einer gemeinsamen Gesetzesvorlage zur Einwanderung gearbeitet werde.

Ein Vertreter des Weißen Hauses, der anonym bleiben wollte, zeigte sich ob Trumps Aussage jedoch weniger zuversichtlich. Es gebe vielleicht die Option der Staatsbürgerschaft für „Dreamer“. Sie sei aber noch ein Diskussionspunkt. Den Betroffenen könne im Grunde sofort der legale Aufenthalt genehmigt werden, solange sie sich benehmen würden.

  • ap
Startseite

Mehr zu: US-Einwanderungspolitik - Trump lenkt bei den „Dreamers“ ein

0 Kommentare zu "US-Einwanderungspolitik: Trump lenkt bei den „Dreamers“ ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%