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US-Geheimdienst Hier tweetet der CIA

CIA-Chef Brennan will einen direkteren Draht zur Öffentlichkeit. Deshalb tummelt sich der US-Geheimdienst seit Freitag in der Welt von Twitter und Facebook - mit einem ersten Satz, den tausende Nutzer aufgreifen.
06.06.2014 - 23:31 Uhr Kommentieren
Im Hauptquartier des CIA: Seit Freitag ist der US-Geheimdienst offiziell auf Twitter und Facebook präsent. Quelle: dpa

Im Hauptquartier des CIA: Seit Freitag ist der US-Geheimdienst offiziell auf Twitter und Facebook präsent.

(Foto: dpa)

Washington Der CIA hat sich nun auch bei Twitter und Facebook eingeloggt. Der US-Geheimdienst sendete am Freitag seinen ersten eigenen Tweet in die Welt. Eine allzu freizügige Öffentlichkeitsarbeit der Schlapphüte mit Sitz in Langley im US-Staat Virginia sollte sich davon aber niemand versprechen.

„Wir können weder bestätigen noch dementieren, dass dies unser erster Tweet ist“, schrieb der Dienst im typischen Spionage-Sprech. Binnen Minuten wurde der Satz Zehntausende Male von anderen Nutzern weitergeleitet.

Das Weiße Haus in Washington hat offensichtlich nichts gegen die Twitterei seines Auslandsgeheimdienstes einzuwenden. Der Nationale Sicherheitsrat von US-Präsident Barack Obama begrüßte die Behörde seinerseits mit einem herzlichen Willkommen auf dem Draht. Die „Washington Post“ merkte süffisant an, es sei nun erstmals möglich zu merken, dass die CIA einem folgt.

Während der erste Twitter-Eintrag die restriktive Informationspolitik des Geheimdienstes auf die Schippe nahm, galt die Premiere auf der Facebook-Seite des CIA dem Gedenken an die gefallenen US-Soldaten während der Alliierten-Landung in der Normandie vor exakt 70 Jahren.

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    Zugang zum verschlossenen CIA-Museum

    Das CIA bespielt seit einiger Zeit schon die Online-Fotoplattform Flickr und das Videoportal YouTube, nun ergänzen also auch die beiden reichweitenstärksten sozialen Netzwerke die Kommunikationsoffensive. CIA-Direktor John Brennen beschrieb das Motiv der Strategie mit den Worten, sein Dienst wolle einen "direkteren Draht zur Öffentlichkeit und Informationen zum Auftrag der CIA und ihrer Geschichte bieten".

    Brisante Informationen sollen über Twitter und Facebook natürlich nicht verbreitet werden, stattdessen aber die - ohnehin schon rar gesäten - Pressemitteilungen des Geheimdiensts sowie Informationen zu Karrieremöglichkeiten bei der CIA und Dokumente zu historischen Spionageoperationen, die inzwischen nicht mehr der Geheimhaltung unterliegen.

    Hochgeladen werden sollen auch Bilder von Exponaten aus dem CIA-Museum, das angepriesen wird als "das einzige Museum, das die meisten Menschen niemals betreten werden". Der Zutritt zum Archiv ist der breiten Öffentlichkeit nämlich verboten.

    Innerhalb von 90 Minuten hatte der Twitter-Account @CIA fast 84.000 Follower. Die neue Facebook-Webadresse lautet http://www.facebook.com/central.intelligence.agency.

    • dpa
    • rtr
    • afp
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