US-Generalstaatsanwalt Trump über Sessions: „Ich habe keinen Generalstaatsanwalt“

Trumps Zorn über seinen Justizminister facht immer wieder auf. Nun spricht der US-Präsident in einem Interview über dass Sessions, als sei dieser gar nicht mehr im Amt.
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US-Präsident Donald Trump (links) und sein Justizminister Jeff Sessions Quelle: dpa
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US-Präsident Donald Trump (links) und sein Justizminister Jeff Sessions

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WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat seinem Missfallen über seinen Justizminister Jeff Sessions mit neuen Attacken Ausdruck verliehen. „Ich habe keinen Generalstaatsanwalt“, erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in einem Interview des Senders Hill-TV über Sessions. Er sei „so traurig“ wegen seines Ministers.

Sessions hatte im vergangenen Jahr den Zorn des Präsidenten auf sich gezogen, als sich wegen Befangenheit aus den Ermittlungen zur Russland-Affäre zurückzog. Seitdem keilt Trump wiederholt gegen den Justizminister, der auch Generalstaatsanwalt ist.

In dem Interview im Oval Office ließ der Präsident durchblicken, dass er von Anfang an wenig von Sessions gehalten habe. „Er war der erste Senator, der mich unterstützte. Und er wollte Generalstaatsanwalt werden, und das habe ich nicht gesehen“, sagte Trump. „Dann ging er durch den Nominierungsprozess und schnitt sehr schlecht ab. Ich meine, er war durcheinander und verwirrt, und die Leute, die mit ihm lange Zeit im Senat zusammenarbeiteten, waren nicht nett zu ihm.“ Bei seiner Anhörung im Nominierungsprozedere habe Sessions sehr wirre Antworten gegeben. „Antworten, die sich leicht beantworten ließen“, sagte Trump wörtlich.

Zudem deutete er an, dass Sessions' schwierige Bestätigung im Senat später seine Leistung als Minister beeinträchtigt habe. Sessions war vor seiner Bestätigung als Justizminister jahrelang Senator von Alabama.

Stunden später schwächte Trump seine Kritik im Gespräch mit Reportern im Weißen Haus etwas ab. Von Sessions sei er aus unterschiedlichen Gründen enttäuscht – „aber wir haben einen Generalstaatsanwalt“, sagte er.

Trump hat mehrmals erklärt, dass er Sessions' Rückzug aus den Russland-Ermittlungen für unnötig hält. Der Schritt hat aus Sicht des Präsidenten zum Teil zur Berufung des Sonderermittlers Robert Mueller geführt, der mögliche Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland prüft.

Richtlinien des Justizministeriums legten nahe, dass sich Sessions wegen seiner eigenen Kontakte mit ausländischen Regierungsvertretern im Wahlkampf 2016 nicht in die Ermittlungen zur Russland-Affäre einmischen sollte. Dem Kongress sagte Sessions damals, seine Entscheidung habe er nicht wegen eines Fehlverhaltens getroffen.

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