US-Gesundheitsreform Großer Streit um Verhütungsmittel

Kirche oder Staat? Auf diese Frage spitzt sich in den USA die Diskussion um Obamas Gesundheitsreform zu. Der Grund: Arbeitgeber sollen auch Verhütungsmittel finanzieren. Katholiken und Konservative schäumen.
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Für Verhütungsmittel wie die Pille sollen US-Arbeitgeber zahlen. Quelle: Reuters

Für Verhütungsmittel wie die Pille sollen US-Arbeitgeber zahlen.

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WashingtonUS-Präsident Barack Obama gerät wegen einer Bestimmung in seiner Gesundheitsreform zu Verhütungsmitteln zunehmend in die Kritik. Der republikanische Chef des Repräsentantenhauses, John Boehner, sprach am Mittwoch von einer „Attacke auf die Religionsfreiheit in unserem Land“.

Laut der umstrittenen Klausel müssen fast alle Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wie die Pille finanzieren. Ausnahmen gelten zwar für Kirchen, nicht aber für von Religionsgemeinschaften betriebene Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen.

Die katholische Kirche, die Verhütungsmittel strikt ablehnt, läuft gegen die Ende Januar vorgestellte Regelung Sturm. Mehrere republikanische Parlamentarier stimmten in die Empörung ein.

Senator John Thune warf Obama vor, auf der von der Verfassung geschützten Glaubenfreiheit „herumzutrampeln“. Seine Kollegin Kelly Ayotte sprach von einem „beispiellosen Angriff auf die Religionsfreiheit“. Auch die einflussreichen republikanischen Senatoren Mitch McConnell, Marco Rubio und Roy Blunt schlossen sich dem Protest an.

Das Thema erreichte auch den Präsidentschaftswahlkampf. „Wir müssen einen Präsidenten haben, der willens ist, das erste Recht in Amerika, das Recht je nach unserem Gewissen Gott anzubeten, zu schützen“, sagte der Bewerber Mitt Romney. Sein Rivale Rick Santorum warf Obama vor, den Menschen in den USA seine „säkularen Werte“ aufzwingen zu wollen.

  • afp
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