US-Haushaltskrise Lagarde warnt USA vor Verlust ihres Weltmacht-Status

Die IWF-Chefin sorgt sich um eine Verschärfung der Haushaltskrise in den Vereinigten Staaten. Die Fiskalklippe könne Zweifel an der Führungsrolle des Landes schüren – und einen „Ansteckungseffekt“ haben.
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IWF-Chefin Christine Lagarde sieht die Gefahr, dass die USA ihren Weltmacht-Status durch ihre Haushaltskrise Quelle: dapd

IWF-Chefin Christine Lagarde sieht die Gefahr, dass die USA ihren Weltmacht-Status durch ihre Haushaltskrise

(Foto: dapd)

WashingtonIm Falle einer Verschärfung der gegenwärtigen US-Haushaltskrise hat die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, die USA vor dem Verlust ihres Weltmacht-Status gewarnt. „Das eigentliche Thema ist die Überlegenheit der USA und ihre Rolle als Führungsnation“, sagte Lagarde am Freitag im britischen Sender BBC. Die USA müssten die gegenwärtige Unsicherheit ausräumen, wenn das Land nicht weiter Zweifel an seiner Führungsrolle schüren wolle.

Sollten sich die Demokraten von Präsident Barack Obama und die republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus nicht bald auf ein Haushaltspaket einigen, treten zum Jahreswechsel automatisch Ausgabenkürzungen in Kraft, während Steuererleichterungen für fast alle Haushalte auslaufen. Dies würde nach Ansicht der IWF-Generaldirektorin nicht nur die US-Wirtschaft bedrohen, sondern könnte auch einen „Ansteckungseffekt“ auf den Rest der Welt haben. Ohnehin sei der globale Wirtschaftsaufschwung „zerbrechlich“, warnte Lagarde.

 
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9 Kommentare zu "US-Haushaltskrise: Lagarde warnt USA vor Verlust ihres Weltmacht-Status"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Fuehrungsnation, das man keinen Lachkrampf bekommt ist alles. Kriegsfuehrungsnation, ja das trifft absolut zu!

  • USA war mal Weltmacht. Die USDDR hat durch den "Überwachungs-Mauerbau" bereits den Ast abgesägt. Der PC-Boom hat nicht mal 30 Jahre gehalten. Diese Überwachungs-Handys sind morgen schon out. Was bleibt dann von der USDDR übrig ausser Kriegswaffen, Öl und Bananen?

  • Weltmacht sein, da kann man differnzieren : Militärisch
    ist es wohl unbestritten, dass der technologische Vorsprung der USA so viele Jahre beträgt, da kann man die Zügel schon mal etwas schleifen lassen. Bisher war man eher paranoid, hat überreagiert auf mögliche Konkurenz-Erfolge. Nur : das Wettrüsten mit der Sowietunion hat man gewonnen, UDSSR pleite, aber der Grundstein für die US-Pleite wurde eben auch gelegt.
    Wirtschaft : da ist man schon lange auf dem absteigenden
    Ast. Die Täuschung : die Grösse der US-Wirtschaft ist
    nicht massgeblich für die Effizienz. Der Einfluss auf die
    weltweiten Börsen - gegeben solange der US-Dollar seine
    dominierende Rolle (noch) behaupten kann.
    Eigene US-Bevölkerung : Bildung lässt zu wünschen übrig,
    Homogentität ist per Definition nicht gewollt - man nimmt
    es als Vorteil an, dass es immer mehr Arme gibt neben
    unermesslich Reichen. Sicher ein Schwachpunkt ... .
    Moral : Auch wenn es offiziell immer noch millionenfach
    verbreitet wird, die "Menschenrechte" spielen keine Rolle
    der american way of life wird von vielen jungen Menschen
    bewundert, Erfahrenere erkennen hinter der Fassade die
    Schwäche.
    Finanzmacht : das grosse Fragezeichen. Einerseits rekord-
    verdächtige Schulden, andererseits Deutungshoheit mittels
    Ratingagenturen. Wie einflussreich ist die private
    Finanzelite wirklich ?? Kann sie gegenüber dem Militärapparat Aufträge erteilen/durchsetzen ??

  • den Weltmacht-Statuns wird die USA nun in Syrien unter Beweiß stellen. damit rückt die Fiskalklippe in den Hintergrund.

  • Das Problem soll a la francaise gelöst werden.. mit der Notenpresse im Rücken weiter Schulden machen. Das geht nur solange gut, als der Dollar als Wertaufbewahrungsmittel akzeptiert wird.. da gibt es aber schon deutliche Ansetzbewegungen ( China ,Südkorea). Wenn die veritable miltärische Weltmachtstellung auf Dauer erhalten werden soll, kommen die USA nicht um eine straffere Haushaltspolitik herum. Denn wenn der Dollar eine Weichwährung wird, ist die Finanzierung des militärischen Übergewichts illusorisch.

  • Madame, neben USA gibts noch China, Indien, letztendlich die Pseudo-EU, dann kommen demnächst paar Latinos, wahrscheinlich auch die Russen.....von welchem Weltmacht-Status ist hier die Rede.....die USA werden sich demnächst in drei Staaten auflösen : OST-USA ( Weisser Mann, Schwarzer Mann ),WEST-USA ( Mix Mann ) und SÜD-USA ( Latino Mann ). Als IWF-Nudel muss Madame doch sowas wissen...?

  • Madame, können sie noch etwas anderes als warnen?

  • Die USA sind keine Weltmacht mehr. Madame, Sie haben den Abstieg verschlafen. Die USA sind eine Großmacht unter mehreren.

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