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US-Hedgefonds Kritik an argentinischer Regierung als „Gesetzlose“

Der Streit zwischen Argentinien und US-Hedgefonds wird immer schärfer: Einer der Fonds bezeichnete die argentinische Regierung als „Gesetzlose“. Kirchner hatte angekündigt, die Rückzahlung über Buenos Aires abzuwickeln.
21.08.2014 - 04:17 Uhr 4 Kommentare
Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner: Der Konflikt des Landes mit den Hedgefonds führte zur Zahlungsunfähigkeit. Quelle: dpa

Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner: Der Konflikt des Landes mit den Hedgefonds führte zur Zahlungsunfähigkeit.

(Foto: dpa)

New York Im Schuldenstreit zwischen Argentinien und zwei US-Hedgefonds hat einer der Fonds die Regierung in Buenos Aires scharf angegriffen. "Die argentinischen Führer haben sich im wahrsten Sinne des Wortes dafür entschieden, Gesetzlose zu sein", erklärte der Hedgefonds Aurelius Capital Management am Mittwoch. Sie hätten sich in der Auseinandersetzung dauernd über US-Gerichtsentscheidungen hinweggesetzt, die Gerichte belogen und "vollkommene Geringschätzung" für diese gezeigt. Diesen "illegalen und verfehlten Ansatz" habe die Regierung in Buenos Aires jetzt noch einmal verstärkt.

Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner hatte am Dienstag angekündigt, die Rückzahlung der argentinischen Staatsschulden künftig über den Finanzplatz Buenos Aires abwickeln zu wollen. Ein entsprechender Gesetzentwurf liege bereits dem Parlament vor. Seine Verabschiedung gilt als sicher, da Kirchners Partei in beiden Kammern die Mehrheit hält.

Hintergrund ist ein festgefahrener Streit mit den beiden Hedgefonds Aurelius und NML Capital. Diese hatten argentinische Schuldscheine nach der Staatspleite Ende 2001 billig aufgekauft und verlangen den Nennwert der Staatsanleihen. Auf Anordnung des US-Bundesrichters Thomas Griesa muss Argentinien erst den beiden Hedgefonds 1,3 Milliarden Dollar auszahlen, ehe es die Forderungen weiterer privater Gläubiger begleichen darf. Die Auszahlungen über eine US-Bank wurden daher Ende Juni blockiert.

Buenos Aires verweigert die Zahlung der geforderten Summe und bezeichnet die Hedgefonds als "Geierfonds". Weil Argentinien inzwischen die Rückzahlung der Staatsschulden bei einem Teil seiner Gläubiger versäumte, bescheinigten mehrere Ratingagenturen dem Land einen teilweisen Zahlungsausfall.

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    Argentinien auf Angriff: Cristina gegen alle

    • afp
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    4 Kommentare zu "US-Hedgefonds: Kritik an argentinischer Regierung als „Gesetzlose“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ist ein schönes Beispiel, wie ein "Freihandelsabkommen" funktioniert. Der Steuerzahler haftet.

      Vorteile nur für wenige !

    • Jawoll, Gesetzlose sind das. Argentinien gehört damit ab sofort zur Achse des Bösen. Jetzt brauchen die USA noch einen emotional legitimen Vorwand, und schon marschiert die Weltpolizei im Namen des Geldes ein und holt sich die Kohle, bzw. den Gegenwert in Naturalien.

    • Ist doch kein Problem: die Hedgefonds haben gepokert und nun verlieren sie eben einmal

    • Diese Hedgefonds sind das Letzte. Und ensprechend werden sie von Argentinien behandelt, wie Dreck eben.
      Richtig so!
      Man kann auch sagen: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
      Die Weltherrschaft der US-Konzerne ist eben noch nicht allmächtig, hoffen wir, daß die USA in Argentinien nicht putschen, wie seinerzeit beispielsweise in Chile.

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