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US-Journalist bezahlt im Irak Kritik mit dem Leben

Im Südirak haben Terroristen einen US-Reporter getötet. Anlass für die Gewalttat war offenbar ein kritischer Kommentar des Journalisten. Der freie Mitarbeiter der „New York Times“ hatte jüngst in einem Beitrag den Einfluss radikaler Schiiten in der Stadt Basra gegeißelt.

HB BAGDAD. US-Reporter waren bereits zuvor Ziel von Attentätern im Irak, doch gerieten sie dabei bislang vor allem wegen ihrer westlichen Identität und nicht auf Grund ihrer Arbeit ins Visier der Extremisten. Unterdessen wurden im Westen des Golfstaates 14 US-Soldaten und ein Übersetzer bei einem Bombenanschlag auf ihr Fahrzeug getötet. Die Attacke in der Unruhe-Provinz Anbar ist der schwerste einzelne Anschlag auf die US-Streitkräfte seit Beginn des Irak-Krieges im Frühjahr 2003.

Augenzeugen berichteten, der Reporter Steve Vincent von der „New York Times“ sei am Dienstagabend zusammen mit einem Übersetzer beim Verlassen eines Hotels in Basra verschleppt worden. Einem US-Diplomaten zufolge wurde in der Nacht zum Mittwoch seine Leiche entdeckt. Die Fahndung nach den Tätern sei angelaufen. Einer Krankenschwester zufolge starb der Reporter durch drei Schüsse in die Brust. Der Übersetzer sei vier Mal getroffen worden, habe aber überlebt.

Der aus New York stammende Vincent hielt sich bereits seit mehreren Wochen in Basra auf. In seinem Kommentar hatte er auch die britischen Truppen kritisiert. Sie hätten nicht verhindert, dass Basra zunehmend unter die Kontrolle radikaler religiöser Schiiten-Gruppen wie der des Rebellenanführers Moktada al-Sadr gelange.

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