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US-Kandidat für Weltbank-Vorsitz sucht Kontakt zu Nicht-Regierungsorganisationen Wolfowitz will auf Kritiker zugehen

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Würden Sie NGOs in die Weltbank einladen?

Nicht unbedingt. Aber sie können mich einladen.

Und Sie würden auch kommen?

Ganz sicher.

Einige Leute befürchten, dass Sie die Weltbank durch das Prisma der Sicherheitspolitik betrachten könnten. Ist die Sorge völlig unbegründet?

Da braucht niemand Angst zu haben. In meinem gegenwärtigen Job als stellvertretender amerikanischer Verteidigungsminister muss ich mich natürlich auf Sicherheitsfragen konzentrieren. Viele Dinge, die mich ebenfalls interessieren, kommen dabei zu kurz. Das trifft zum Beispiel auf Indonesien zu, ein bedeutendes Entwicklungsland, das mir sehr am Herzen liegt. Ein bisschen davon konnte ich wiedererwecken, als ich das Land im Januar im Rahmen unserer Tsunami-Hilfe besuchte. Sie können sicher sein: Wenn ich an die Spitze der Weltbank gewählt werde, wird mein Schwerpunkt auf der wirtschaftlichen Entwicklung armer Länder liegen.

Hätte der Aufbau des Iraks und des Nahen Ostens einen besonderen Platz auf Ihrer Prioritätenliste?

Die Weltbank ist eine internationale Institution. Ihr überragendes Ziel ist die Verminderung der Armut über den ganzen Erdball hinweg. Die Geldgeber der Weltbank kommen schließlich aus einer Reihe von Ländern. Zwar hat die Bank sowohl in Afghanistan als auch im Irak einen Auftrag. Aber für Afrika ist die Hilfe der Weltbank absolut unentbehrlich. Ich würde diesem Kontinent einen Großteil meiner Aufmerksamkeit widmen.

Bei welchen Bereichen der Weltbank würden Sie sagen: Hier brauchen wir Kontinuität?

Ich kenne kein Feld, bei dem ich alles umkrempeln würde. Der scheidende Präsident James Wolfensohn hat die Bank auf einen sehr guten Kurs gebracht. Daran möchte ich festhalten. Investitionen in die Ausbildung sind sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für die Verbesserung der Lebensbedingungen entscheidend. Es gibt nichts Traurigeres als arme Kinder, die zu unglaublichen Löhnen arbeiten, anstelle die Schule zu besuchen. Da müssen wir ansetzen. Darüber hinaus glaube ich, dass die Förderung von Frauen ein Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung ist.

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