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US-Kandidat für Weltbank-Vorsitz sucht Kontakt zu Nicht-Regierungsorganisationen Wolfowitz will auf Kritiker zugehen

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Der Meltzer-Report in den USA hat festgestellt, dass 70 Prozent der Weltbank-Kredite außerhalb der reinen Hilfsmaßnahmen in Länder wie China, Brasilien oder Mexiko flossen - allesamt Staaten, die auch auf dem Kapitalmarkt leicht an Geld kommen. Wären die Mittel nicht besser bei den Habenichtsen investiert worden?

Ich höre derzeit eine Vielzahl von Informationen und eine Fülle von Meinungen zu diesen Fragen. Ich bin ja in Kontakt mit den 24 Exekutivdirektoren der Weltbank und den jeweiligen Regierungen. Da kommen unterschiedliche Positionen zusammen, und in jedem Standpunkt steckt ein Stück Wahrheit. Ich muss sehr viel zuhören, bevor ich mir ein Urteil bilden kann.

Der britische Premierminister Tony Blair hat einen umfassenden Schuldenerlass für arme Länder auf seine Fahnen geschrieben und insbesondere für Afrika eine Lanze gebrochen. Könnten Sie dem zustimmen?

Man soll den Wagen nicht vor das Pferd spannen. Afrika ist sehr wichtig. Aber es ist für mich zu früh, bestimmte Vorschläge zu unterstützen. Ich muss ja zuerst meine persönliche Sicht mit den Ideen des Vorstandes der Weltbank abgleichen. Wenn ich bestätigt werde, bin ich ja Sprecher des gesamten Vorstandes.

Eine Frage noch: Sie nehmen jede Woche an einem Abendessen für US-Soldaten teil, die im Irak verwundet wurden. Was hat Sie bei diesen Treffen am meisten beeindruckt?

Ich finde es überwältigend, wie diese Menschen mit Mut und Inspiration die neuen Herausforderungen in ihrem Leben annehmen. Ich erinnere mich besonders an eine junge Helikopter-Pilotin, die bei einem Terror-Angriff beide Beine verlor. Trotz ihres Schicksals hat die Frau eine unglaublich positive Lebenseinstellung. Ich bin diesen Menschen enorm dankbar, was sie für ihr Land und die Welt getan haben.

Das Interview führte Michael Backfisch, Washington

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