US-Kongresswahlen Florida-Wahlen müssen neu ausgezählt werden

Die Wahlergebnisse zum US-Senat und Gouverneursposten in Florida fielen äußerst knapp aus. Nun müssen die Stimmen erneut ausgezählt werden. Trump wittert Wahlbetrug.
Update: 10.11.2018 - 23:15 Uhr Kommentieren
In dem südlichen US-Bundesstaat kommt es zu einer Neuauszählung der Wählerstimmen. Quelle: AFP
Florida

In dem südlichen US-Bundesstaat kommt es zu einer Neuauszählung der Wählerstimmen.

(Foto: AFP)

New YorkDie Wahlen für den US-Senat sowie den Gouverneursposten in Florida waren ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch die Ergebnisse der Abstimmungen fielen so hauchdünn aus, dass es nun knapp vier Tage nach den US-Kongresswahlen zu einer Neuauszählung der Stimmen in dem Bundesstaat kommt.

Die Wahlgesetze in Florida sehen eine maschinelle Neuauszählung der Stimmen vor, sofern der Unterschied zwischen zwei Kandidaten 0,5 Prozentpunkte unterschreitet. Der Vorsprung des republikanischen Senatskandidaten Rick Scott gegenüber dem Demokraten Bill Nelson ist am Samstag auf 0,15 Prozent (12.500 Stimmen) geschrumpft. Im Gouverneursrennen liegt der amtierende Republikaner Ron DeSantis lediglich 0,41 Prozent (knapp 34.000 Stimmen) vor dem demokratischen Herausforderer Andrew Gillum.

Mit den Ergebnissen der Neuauszählung sei am Donnerstag zu rechnen, teilte der zuständige Staatsminister Floridas am Samstag mit. „Florida hat noch nie eine vollständige, bundeslandesweite Neuauszählung erlebt“, schrieb Andrew Weinstein, der Vorsitzende des Democratic Lawyers Council, auf Twitter. „Schnallt euch an.“

Die Entwicklung sorgte in den USA für heftigen politischen Streit. Die Republikaner - allen voran US-Präsident Donald Trump - wittern Manipulationsversuche. Der US-Präsident twitterte am Samstag: „Ein Versuch, zwei große Wahlen in Florida zu stehlen! Wir beobachten es aufmerksam!“

Die Amerikaner hatten am Dienstag einen neuen Kongress gewählt. Vergeben wurden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im US-Senat. Trumps Republikaner hatten bei den Kongresswahlen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren, ihre Mehrheit im Senat jedoch verteidigen können.

Auch in anderen US-Bundesstaaten sind noch einzelne Entscheidungen offen. In Arizona und Mississippi sind die Abstimmungen über Senatssitze noch unentschieden. In Mississippi soll es Ende November eine Stichwahl geben. Auch der Kampf um das Gouverneursamt in Georgia ist noch nicht endgültig entschieden.

Sollten sich diese noch offenen Rennen für die Demokraten entscheiden, würde sich an der Mehrheit für die Republikaner im Senat nichts ändern. Allerdings wäre es ihnen dann nur gelungen, ihre hauchdünne Mehrheit zu halten, anstatt diese - wie von ihnen erhofft - auszubauen.

Mit Agenturmaterial

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