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US-Newsletter „Zukunftslabor USA“ Plötzlich kann es der Wall Street mit Krypto-Angeboten gar nicht schnell genug gehen

Der Newsletter „Zukunftslabor USA“ greift Trends, Tabubrüche, Ideen und Experimente aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf. Er zeigt, was diese für Deutschland und Europa bedeuten.
12.05.2021 - 14:59 Uhr 2 Kommentare
Goldman Sachs hat nun einen eigenen Trading-Desk für digitale Währungen eingerichtet. Quelle: AFP
Bitcoin

Goldman Sachs hat nun einen eigenen Trading-Desk für digitale Währungen eingerichtet.

(Foto: AFP)

New York Lange hat die Wall Street mit dem Thema Krypto-Währungen gehadert. Am Anfang haben sie den Bitcoin verteufelt. Dann ignoriert. Und jetzt kann es mit den Krypto-Angeboten gar nicht schnell genug gehen. Goldman Sachs hat nun einen eigenen Trading-Desk für digitale Währungen eingerichtet und mit dem Handel von Bitcoin-Derivaten begonnen.

Wenn es nach dem Leiter für digitale Assets, Mathew McDermott, geht, dann sollten möglichst schnell weitere Produkte folgen, wie er mir im Interview erklärte. „Futures für Ethereum und Optionen mit Barausgleich liegen nahe, sofern die erforderlichen Genehmigungen dafür erteilt werden“, sagt er.

Das ist vor allem für Hedgefonds interessant. Aber auch in der Vermögensverwaltung gebe es Interesse an Produkten, die mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen verbunden sind. Mehr als 500 Gespräche mit Kunden hat das Wall-Street-Haus in den vergangenen Monaten zum Thema Krypto geführt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was diese wirklich wollen. Und sie wollen eine ganze Menge.

Dank Elon Musk müssen die Goldman-Banker auch Antworten auf eine neue Frage parat haben: Macht es Sinn, wie der Tesla-Chef, Teile der Bar-Reserven in Bitcoin anzulegen? „Einige Firmen halten ihre Bar-Reserven schließlich in negativ verzinsten Anleihen. Da ist Bitcoin als Option interessant“, gibt McDermott zu bedenken.

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    Der Datenanalytiker Palantir ist so ein Unternehmen, wie Finanzchef Dave Glazer am Dienstag offenbarte. Das von dem deutschen Tech-Investor Peter Thiel mitgegründete Start-up habe bereits damit angefangen, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

    Bitcoins für die Kunden kaufen, das können Goldman und andere Banken derzeit indes nicht, aus regulatorischen Gründen. Eine ganze Reihe von Investoren, egal ob Hedgefonds, Finanzchefs von Unternehmen oder Family Offices sind längst zu Kryptobörsen wie Coinbase abgewandert.

    Die Banken arbeiten an eigenen Krypto-Strategien. Quelle: AFP
    Wall Street

    Die Banken arbeiten an eigenen Krypto-Strategien.

    (Foto: AFP)

    Doch Banken wären nicht Banken, wenn sie einfach so zusehen würden, wie Kunden verschwinden. „Natürlich würden wir gern mehr Produkte anbieten, auch den Handel mit physischen Bitcoins. Dazu haben wir einen aktiven Austausch mit den Regulierungsbehörden“, sagt McDermott.

    Jedes große Wall-Street-Haus arbeitet derzeit an einer eigenen Krypto-Strategie: Morgan Stanley war die erste Bank, die ihren reichen Kunden Zugang zu Bitcoin-Fonds von Drittanbietern ermöglicht hat. Medienberichten zufolge könnte JP Morgan bald nachziehen.

    Auch die Citigroup kann das Thema nicht mehr länger ignorieren und arbeitet offenbar an Plänen, den Handel, die Aufbewahrung und die Finanzierung von Kryptowährungen anzubieten. Auch die Schweizer Banken UBS und Julius Bär erwägen Anlagestrategien für ihre vermögenden Kunden.

    Der Blick auf die Kurse ist einfach zu verlockend. Der Bitcoin hat in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 500 Prozent zugelegt. Bei der zweitgrößten Währung Ether sind es sogar mehr als 2000 Prozent und bei den vielen kleineren Coins sind die Renditen zum Teil locker fünfstellig.

    Eine Vision für Kryptowährungen haben die Banken bislang jedoch nicht. „Die Nachfrage der Kunden ist die treibende Kraft“, lautet das Mantra in der alten Finanzwelt. Ob Bitcoin und Co. nur Spekulationsobjekte sind, wie die US-Notenbank Federal Reserve glaubt, oder doch vielleicht die Zukunft, das lassen die Institute gern unbeantwortet.

    Es ist vermutlich eine „Hedging-Strategie“, um weder Kunden noch Regulierer bei dem polarisierenden Thema unnötig zu verärgern. Doch es würde ihnen guttun, nicht nur passiv Kundenwünsche zu erfüllen und damit Geld zu verdienen, sondern auch eine Vision zu haben, wie die alte und die neue Welt des Geldes künftig nebeneinander und miteinander bestehen können.

    What's next

    Jamie Dimon kann es kaum abwarten. Am kommenden Montag sollen die US-Büros von JP Morgan Chase wieder öffnen, so hat es der CEO von Amerikas größter Bank angeordnet. Wer will, kann dann wieder Büroluft schnuppern. Noch gilt eine Kapazitätsgrenze von 50 Prozent.

    Doch Dimon hofft, dass es „im September oder Oktober schon fast wieder wie früher aussehen könnte“, stellte er klar. Das heißt auch, ohne Maske am Schreibtisch zu sitzen. Bei Goldman Sachs soll es ab Mitte Juni verstärkt zurück ins Büro gehen. Der Private-Equity-Riese Blackstone ordert alle voll-geimpften Mitarbeiter ab dem 7. Juni zurück an den Schreibtisch.

    Jamie Dimon ist der CEO von Amerikas größter Bank. Quelle: Reuters
    JP Morgan Chase

    Jamie Dimon ist der CEO von Amerikas größter Bank.

    (Foto: Reuters)

    Damit zeichnet sich eine weitere Kluft zwischen der Wall Street und Europas Banken ab. Die Europäer, deren Impfkampagne noch nicht so weit vorangeschritten ist wie die der Amerikaner, sehen die Arbeitsweise der Zukunft vermehrt digital und hybrid, wie es unter anderem bei der britischen HSBC und bei der französischen Société Générale anklingt.

    Das spart Kosten. Es könnte auch zu zufriedeneren Mitarbeitern führen und am Ende ein Wettbewerbsvorteil sein. Denn wie eine Studie der Unternehmensberatung Accenture zeigt, wünschen sich 80 Prozent der Vorgesetzten in den USA, dass ihre Mitarbeiter wieder mit der Pendelei ins Büro beginnen. So können sie schließlich besser beaufsichtigt werden. Die Mitarbeiter wünschen sich dagegen größtmögliche Flexibilität, statt sofort wieder zurück in ihr altes Leben zu starten.

    Kurz & Bündig

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    Mit Armbändern als Signal zurück zur Normalität

    Solche Bänder sollen helfen, unangenehme Situationen zu vermeiden. Quelle: PR
    Rot-Gelb-Grün

    Solche Bänder sollen helfen, unangenehme Situationen zu vermeiden.

    (Foto: PR)

    Rot, gelb oder grün? Bei immer mehr Veranstaltungen im Freien, die in New York und anderswo wieder stattfinden können, ist dies eine der ersten und wichtigsten Fragen. Nach einem guten Jahr Homeoffice, Lockdown und Sicherheitsabständen suchen Veranstalter nach neuen Lösungen, damit sich Gäste in der Post-Corona-Welt im Beisein anderer möglichst wohl fühlen. Nicht alle sind schließlich sofort wieder bereit für Händeschütteln und Umarmungen.

    Um unangenehme Situationen zu vermeiden, sollen Gummi-Armbänder helfen. Rot heißt: „Bitte zwei Meter Abstand halten“. Gelb signalisiert: „Ellenbogen-Check ist okay“. Und wer ein grünes Bändchen trägt, für den ist quasi alles so wie früher. Vielleicht ist dieses Accessoire künftig nicht nur was für Hochzeiten und After-Work-Partys, sondern auch fürs Büro?

    Mehr: Das schwere Erbe von Warren Buffett

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    2 Kommentare zu "US-Newsletter „Zukunftslabor USA“: Plötzlich kann es der Wall Street mit Krypto-Angeboten gar nicht schnell genug gehen"

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    • Plötzlich kann es der Wall Street mit Krypto-Angeboten gaWall Street mit Krypto-Angeboten gar nicht schnell genug gehen"r nicht schnell genug gehen"

      Das ist KEIN Vertrauensbeweis in Kryptos.
      Es ist ein Bewwis für die Überhitzung im Krypto-Hype

      Und: Inzwischen sind wir 6 Tage weiter und die Blase scheint dabei zu Platzen.

      Ich glaube schon, dass der Hype nächsten Jahr wiedder anläuft.
      Da Kryptos wirklich gar keinen Wert haben und z.T. nicht einmal zum zwahken zu gebrauchen sind, eine Wertaufbewahrungsfunktion haben sie eh nicht, ist der Nachweis auch schwer, dass sie nichts wert sind.

      Bei der Blumenzwiebel-Blase 1637 war der Nachweis leichter zu führen.

      Mit den Kryptos müssen wir uns noch jahrelang rumplagen, da es immer wieder Dumme geben wird, die noch Dümmere suchen, die ihnen wie in einem Pyramidiensystem den Mist abkaufen.

    • Die Armband Idee finde ich an sich gut - sie sollte dann aber auch von allen respektiert werden.

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