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US-Notenbank Heikle Zeiten für die Fed

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Nachdem Fed und Regierung einige Hilfsprogramme wie die Garantien für Geldmarktfonds oder Bankenanleihen bereits hat auslaufen lassen, wird genau darauf geachtet werden, wie sich die Notenbanker zur Zukunft anderer wichtiger Krisenmaßnahmen äußern. Erwartet wird, dass die Fed ihr 1,45 Bill. Dollar schweres Aufkaufprogramm für mit Immobilienkrediten besicherte Anleihen beibehalten, aber nicht ausbauen wird. Unter der bis Ende Oktober laufenden Initiative hat sie bislang Anleihen im Volumen von einer Billion Dollar erworben. So wurden die Hypothekenzinsen drastisch gesenkt und der Immobilienmarkt, immerhin der Auslöser der Krise, stabilisiert. Die große Frage sei, wie man dieses Programm auslaufen lasse könne, ohne die Hypothekenzinsen nach oben schnellen und die Kurse der Anleihen einbrechen zu lassen, sagen Volkswirte.

Aber die Notenbanker stehen nicht nur unter besonderer Beobachtung der Märkte. Zwei Drittel der Mitglieder des Repräsentantenhauses unterstützen das am Freitag erstmals zur Beratung anstehende Gesetz zur Einführung einer parlamentarischen Kontrolle auch der geldpolitischen Aktivitäten der Notenbank. Obwohl die Mehrheit der Politiker von einer Abschaffung der Fed, die der Autor des Entwurfes anstrebt, nichts wissen wollen, gilt die Zustimmung zur Kontrolle der Notenbank im Laufe des Jahres als nicht unwahrscheinlich. Experten erwarten daher, dass Bernanke in ihrem heutigen Statement alles unterlassen wird, was zu einer noch kritischeren Haltung der Politiker führen könnte.

In der Kritik

Intransparenz

Die Kritiker werfen der Notenbank vor, sie verschweige den US-Bürgern, welcher Bank sie in der Krise wann wie viel Geld geliehen hat. Die Fed wehrt sich gegen eine Veröffentlichung mit dem Argument, dies würde die betroffenen Banken destabilisieren. Zu Hochzeiten der Krise hatten schon Gerüchte über Fed-Hilfen für Banken genügt, um ein Institut ins Wanken zu bringen.

Machtzuwachs

Nicht nur die traditionelle Befugnis der Notenbank, die Geldmenge zu steuern, ist den Kritikern ein Dorn im Auge. Die Pläne der US-Regierung, der Fed zur effektiveren Kontrolle der Banken die Oberaufsicht über die Großinstitute zu geben, wird als Beweis dafür gesehen, dass es der Fed vor allem um die Unterstützung der "gierigen Wall Street" gehe.

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