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US-Notenbank Trump legt bei Kritik an Fed nach

US-Präsident Donald Trump wiederholt seine Kritik an der US-Notenbank. Er glaubt aber auch daran, dass die Währungshüter bald zur Einsicht kommen werden.
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US-Präsident Donald Trump setzt Fed-Chef Jerome Powell mit seiner Kritik stark unter Druck. Quelle: AFP
Fed-Chef Jerome Powell

US-Präsident Donald Trump setzt Fed-Chef Jerome Powell mit seiner Kritik stark unter Druck.

(Foto: AFP)

New York Einen Tag nach dem jüngsten Ausverkauf an den US-Börsen hat Präsident Donald Trump seine Kritik an der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bekräftigt. „Sie heben den Leitzins zu schnell an, weil sie denken, dass die Wirtschaft so gut ist“, sagte er am Dienstag vor Journalisten im Oval Office in Washington.

Trump sprach dabei von einem „normalisierten Leitzins“, der derzeit bestehe, und zog einen Vergleich zur Vorgängerregierung. Obama habe einen niedrigen Leitzins gehabt, das sei einfacher gewesen. Doch glaube er, so Trump weiter, dass die Fed es bald verstehen werde.

Der Präsident betonte zudem, dass er großes Vertrauen in die Unternehmen seines Landes habe. „Wir haben Unternehmen, die größten der Welt, und es geht ihnen wirklich gut.“ Es sei eine großartige Gelegenheit, um zu kaufen, fügte er an.

Die US-Börsen haben in jüngster Zeit hohe Verluste verzeichnet. Die vergangene Woche war sogar die schlechteste seit der Finanzkrise 2008. Am Montag, am verkürzten Handelstag an Heiligabend, verloren sie nochmals kräftig. Noch vor Handelsschluss ließ Trump die Öffentlichkeit wissen, wen er dafür verantwortlich macht. In einem Tweet kritisierte er die Fed heftig. „Das einzige Problem, das unsere Wirtschaft hat, ist die Fed“, sagte er.

Für Unsicherheit an den Märkten sorgte auch der seit dem Wochenende eingetretene Regierungsstillstand, der wichtige Behörden lahmlegt. Trump zeigte sich im Streit mit den Demokraten aber auch am Dienstag weiterhin unnachgiebig. Der Stillstand werde so lange dauern, bis er Mittel für die geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko erhalte.

US-Finanzminister Steve Mnuchin hatte noch versucht, die Märkte zu beruhigen. Am Sonntag sprach er mit den Chefs der sechs größten US-Banken, die ihm versicherten, dass sie über genügen Mittel verfügten, um alle Wirtschaftsbereiche mit Krediten zu versorgen.

Zudem beriet er sich am Montag mit einem Krisengremium aus Vertretern der Finanzaufsichtsbehörden. Sie versicherten ihm, dass sie nicht Ungewöhnliches an den Finanzmärkten ausmachen können. Beide Vorstöße Mnuchins konnten die Anleger jedoch nicht beruhigen, im Gegenteil, sie reagierten nervöser.

Dass der Finanzminister nach diesem Debakel um seinen Posten bangen muss, ist derzeit zumindest aber nicht zu befürchten. Trump versicherte vor den Journalisten im Oval Office, dass er großes Vertrauen in ihn habe.

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