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Donald Trump

„Warum würde man jemand absetzen, der einen prima Job macht?“

(Foto: AP)

US-Präsident Amtsenthebung von Trump? – „Die Märkte würden abstürzen. Jeder würde arm sein“

Der US-Präsident sagt für den Fall seiner Absetzung ein Chaos an den Finanzmärkten voraus. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weist er zurück.
1 Kommentar

Berlin Rund 80 Prozent der Medien sind für US-Präsident Donald Trump „Feinde des Volkes“. Ainsley Earhardt von Trumps Lieblingssender Fox News gehört offenbar nicht dazu. Weit mehr als eine Stunde durfte die Journalistin den Präsidenten auf der Terrasse des Weißen Hauses zu den jüngsten Anschuldigungen gegen ihn, einer möglichen Amtsenthebung und zu seiner Befindlichkeit befragen. Trumps Botschaft: „Mir geht es gut, ich mache einen großartigen Job, nur die Medien wollen das nicht sehen.“

Angesichts dieser Selbsteinschätzung konnte der US-Präsident auch nicht nachvollziehen, dass ihn die Demokraten nach einem möglichen Sieg bei den Kongresswahlen im November vielleicht seines Amtes entheben wollen. „Warum würde man jemand absetzen, der einen prima Job macht?“, fragte Trump rhetorisch, „die Märkte würden abstürzen. Jeder würde arm sein.“

Der Kongress kann mehrheitlich eine Amtsenthebung des Präsidenten (Impeachment) beschließen. Die politischen Hürden sind allerdings hoch. Nicht nur braucht es dafür eine Mehrheit im Repräsentantenhaus, der Senat muss sogar mit einer Zweidrittelmehrheit zustimmen.

„Trump crasht zuerst und nicht der Markt. Eine Korrektur kommt sowieso“

Die jüngsten Meinungsumfragen räumen den oppositionellen Demokraten bei den Halbzeitwahlen im November zumindest eine gute Chance ein, das Repräsentantenhaus zurückzuerobern. Insbesondere die parteiunabhängigen Wähler schlagen sich nach einer gemeinsamen Umfrage des „Wall Street Journal“ und des US-TV-Senders NBC auf die Seite der Opposition.

Es war der erste Presseauftritt Trumps, nachdem ihn sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen am Dienstag einer schweren Straftat beschuldigt hatte und sein früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort gleichzeitig von einem US-Gericht wegen Finanzbetrug schuldig gesprochen wurde.

Während Trump Cohen einen „Flipper“ nannte, der den Justizbehörden erfundene Geschichten erzähle, um seine Haut zu retten, habe „er großen Respekt“ vor Manafort. Sein Ex-Wahlkampfmanager habe nur getan, „was wahrscheinlich jeder Lobbyist und Berater in Washington tut“. Trump ließ offen, ob er Manafort, dem eine langjährige Gefängnisstrafe droht, begnadigen will.

Der Präsident bestritt, dass er Cohen beauftragt habe, im Wahlkampf 2016 Schweigegeld an zwei Frauen zu zahlen, mit denen er eine Affäre gehabt haben soll. „Ich habe erst später von den Zahlungen erfahren“, sagte Trump, ohne das näher zu erläutern. Noch im April hatte der Präsident allerdings behauptet, er wisse nichts von den Zahlungen und auch nicht, woher das Geld komme. Später musste Trumps Anwalt Rudy Giuliani jedoch einräumen, dass sein Mandant Cohen das vorgestreckte Geld zurückgezahlt habe.

Die Zahlungen sind deshalb besonders heikel, weil sie nicht als Wahlkampfgelder deklariert wurden und somit nach Meinung vieler Rechtsexperten in den USA gegen das Gesetz zur Wahlkampffinanzierung verstoßen. „Das Geld kam nicht aus der Wahlkampfkasse, sondern von mir persönlich“, sagte Trump. Deshalb sei die Zahlung auch nicht strafbar gewesen. Das ist jedoch umstritten.

Trump attackierte erneut seinen eigenen Justizminister Jeff Sessions: Er habe nie die Kontrolle über das von Demokraten beherrschte Ministerium übernommen. Ob er Sessions nach den Kongresswahlen im Dezember feuern werde, ließ er offen.

Gefragt, welche Note er sich für seine bisherige Amtszeit geben würde, sagte Trump: „Ich würde mir eine A+ (sehr gut) geben.“ Zur Begründung führte der Präsident an, er habe großartige Richter für den Obersten Gerichtshof ausgesucht, die größte Steuerreform der US-Geschichte erreicht. Die Volkswirtschaft floriere wie nie zuvor. Nur die Presse habe er bislang nicht von seinen großartigen Taten überzeugen können. „Wenn ich etwas gut gemacht habe, wird darüber nicht berichtet“, beklagte sich Trump.

Zufrieden äußerte sich der US-Präsident darüber, dass diese Woche der ehemalige KZ-Wächter Jakiw Palij von den USA nach Deutschland abgeschoben wurde. Der inzwischen 95-Jährige habe im New Yorker Stadtteil Queens jahrelang unbehelligt gelebt. Palij wurde jetzt in ein deutsches Pflegeheim eingewiesen.

Trotz der permanenten Attacken auf ihn gehe es ihm gut, versicherte Trump. „Ich habe mein ganzes Leben mit Kontroversen zu tun gehabt“, berichtete er, „und ich habe immer gewonnen.“

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1 Kommentar zu "US-Präsident: Amtsenthebung von Trump? – „Die Märkte würden abstürzen. Jeder würde arm sein“"

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  • Seit langen lese ich in deutschen Zeitungen nur negative Kommentare über Donald Trumpf.
    Die Deutsche Presse hat wohl nichts besseres zu tuen als alles was Donald tut und sagt negative zu bewerten. Wie schön das Angela alles im Griff hat. Vor allem Ihre Flüchtlingspolitik -illegale -immigration- . Es sind schon lange keine Flüchtlinge mehr, sondern Personen die ein besseres Leben suchen.
    Donald Trumpf hat als erster President seit vielen Jahren den Mut Misstände und Probleme zu erkennen und zu ändern. Das das vielen Leuten nicht gefällt ist doch völlig klar. Seit seiner Amtszeit hat die Wirtschaft zugelegt, und man hat mehr netto in der
    Tasche. Seine Politik der gerechten Verteilung des Handelsüberschusses ist völlig in Ordnung. Wer einmal die Städte im Mittlerem Westen oder Süden gesehen hat der wird
    das schnell verstehen. Verödete Orte wegen Firmenpleiten und Abwanderung. Alles wegen -Made in China-. So kann es auch nichtz weiter gehen.
    Auch die Kommentare dass wegen der Zölle es der Landwirtschaft Probleme hat,
    ist grosser Unsinn. Je niedriger der Jahresdurchschnittspreis für Getreide ist um so höher
    fallen die Regierungsgelder aus. Ausserdem sind die meissten Landwirte im Geggensatz
    zu Deutschland gegen Ernteausfall und Preisschwankungen versichert.
    Ausser seinem MAGO Auftreten macht er alles richtig.

    Den USA geht es Wirtschaftlich hervorragend unabhängig was Siei in Ihrer Presse
    schreiben.
    Gisbert Broekelmann





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