US-Präsident New Yorker Staatsanwaltschaft erwägt strafrechtliche Ermittlungen gegen Trump-Firma

Der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan erwägt einem Bericht zufolge Ermittlungen gegen die Trump Organization. Der US-Präsident gerät immer mehr in die Defensive.
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DüsseldorfDonald Trump geht unter. Zumindest auf dem Cover des US-Magazins „Time“: Das Titelbild der aktuellen Ausgabe zeigt den US-Präsidenten, wie er bis zum Hals im Wasser schwimmt – über seinem Schreibtisch im Oval Office.

Es war wieder eine von Trump geprägte Nachrichtenwoche, womöglich die aufregendste für den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Nach dem Fox-Interview am Donnerstag, in dem Trump erneut gegen seinen ehemaligen Anwalt Michael Cohen wetterte, ebbte die Nachrichtenflut nicht ab. Jetzt könnte die Staatsanwaltschaft New York strafrechtliche Ermittlungen gegen die Firma des Präsidenten einleiten. Das berichtete die Agentur Bloomberg.

Der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance Jr., erwägt demnach, strafrechtliche Vorwürfe gegen die in New York ansässige Trump Organization und zwei Führungskräfte zu erheben.

Das könnte für Trump, dessen Kampagne 2016 von Sonderermittler Robert Mueller bezüglich seiner Verbindungen zu Russland untersucht wird, eine erhebliche Gefahr darstellen. Trump hat bei Vergehen, bei denen die Staatsanwaltschaft eines einzelnen Bundesstaates klagt, keine Befugnis für Begnadigungen oder zur Einstellung einer bundesstaatlichen Untersuchung seines Unternehmens.

Eine solche Begnadigung könnte Trump allerdings im Fall Paul Manafort aussprechen. Manafort wurde am Dienstag wegen Finanzbetrugs in acht Fällen schuldig gesprochen, er hatte zuvor auf nicht schuldig plädiert.

Vor Kurzem habe der Präsident seine Anwälte und Berater um ihren Rat in der Sache gefragt, sagte Trump-Anwalt Rudy Giuliani am Donnerstag. Er habe dem Präsidenten geraten, von der Idee Abstand zu halten – zumindest bei Personen, die im Zusammenhang mit den Russlandermittlungen stehen, und solange Sonderermittler Robert Mueller seine Arbeit noch nicht beendet habe. Der Präsident sei einverstanden gewesen, sagte Giuliani.

Trump-Sprecherin Sarah Sanders sagte am Donnerstag, das Thema werde „im Weißen Haus“ nicht aktiv behandelt.

Von den Vorbereitungen der New Yorker Staatsanwaltschaft betroffen ist Bloomberg zufolge auch Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen. Anonymen Quellen zufolge beantragte Generalstaatsanwältin Barbara Underwood in den vergangenen Tagen vom Ministerium für Steuern und Finanzen des US-Bundesstaates New York eine Ermächtigung für eine strafrechtliche Steuerprüfung von Cohens Aktivitäten.

Das Schuldeingeständnis von Cohen am Dienstag hat den Präsidenten der Vereinigten Staaten so stark ins Wanken gebracht wie wohl noch nie in seinen bald 600 Amtstagen. Viele sprechen von der schlimmsten Woche der Präsidentschaft Trumps.

Dass der Mann im Weißen Haus immer mehr die Kontrolle zu verlieren droht, deutet das „Time“-Cover an. Es ist das dritte einer Serie, die der Künstler Tim O’Brien im Februar gestartet hat. Anders als bei den vorangegangenen Titelbildern sitzt der Präsident nicht mehr an seinem Tisch. Das Wasser hat ihn davongetragen. Die Arbeit zeige aber, sagte O’Brien, dass Trump weiter kämpfe – trotz der sich verschärfenden Probleme.

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