US-Präsident Trump entschuldigt sich für rechtsextreme Retweets

Im November 2017 hatte der US-Präsident mehrere Tweets einer rechtsextremen britischen Gruppierung geteilt, jetzt hat er sich indirekt entschuldigt. Trump betonte indes die besonderen britisch-amerikanischen Beziehungen.
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Donald Trump: Entschuldigung für rechtsextreme Retweets Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident hat sich indirekt für das Retweeten rechtsextremer Inhalte entschuldigt.

(Foto: AP)

London, DavosUS-Präsident Donald Trump hat sich – zumindest im Konjunktiv – für das Retweeten von Botschaften einer rechtsextremen britischen Gruppe entschuldigt. Trump hatte im November vergangenen Jahres eine diplomatische Krise mit London ausgelöst, als er mehrere Botschaften der rechtsextremen Gruppierung Britain First mit seinen 43,7 Millionen Twitter-Followern geteilt hatte. Nun sagte er, er wisse nichts über Gruppierung.

„Wenn Sie mir sagen, dass es furchtbare Leute sind, furchtbare rassistische Leute, würde ich mich sicherlich entschuldigen, wenn Sie das gerne von mir hätten“, sagte Trump in einem Interview mit dem britischen TV-Sender ITV, das am Freitag veröffentlicht wurde.

Als die britische Regierungschefin Theresa May die Retweets zuvor als Fehler bezeichnet hatte, hatte Trump noch per Twitter zurückgekeilt: „Konzentrieren Sie sich nicht auf mich, konzentrieren Sie sich auf den zerstörerischen radikal-islamischen Terrorismus im Vereinigten Königreich“. Vor Kurzem erst hatte Trump per Twitter einen Besuch in London zur Eröffnung der neuen US-Botschaft abgesagt.

Davon war nichts mehr zu spüren. Er würde sehr gerne nach Großbritannien kommen und kümmere sich nicht um mögliche Proteste gegen ihn, sagte Trump in dem TV-Interview. Bei einem Treffen mit May in Davos am Donnerstag hatten beide die „besondere Beziehung“ zwischen ihren Ländern beschworen.

Der britische Regierungssitz Downing Street hatte zuvor bestätigt, dass Trump noch in diesem Jahr nach London kommen soll. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass es sich dabei um den geplanten Staatsbesuch bei der Queen handelt. Dagegen gibt es in Großbritannien von Seiten der Opposition und aus Teilen der Bevölkerung starken Widerstand.

  • dpa
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