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US-Präsident Trump fühlt sich missverstanden im Fall Warmbier

Die Aussagen von Donald Trump zum Fall Warmbier sorgen in den USA für Empörung – nicht zuletzt bei Warmbiers Eltern. Jetzt rechtfertigt sich Trump.
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Der US-Student war 17 Monate in Nordkorea inhaftiert und starb kurz nach seiner Entlassung an den Folgen von Hirnschäden. Quelle: AP
Otto Warmbier

Der US-Student war 17 Monate in Nordkorea inhaftiert und starb kurz nach seiner Entlassung an den Folgen von Hirnschäden.

(Foto: AP)

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat nach Kritik an seinen Äußerungen zum Tod eines monatelang in Nordkorea inhaftierten Amerikaners von einem Missverständnis gesprochen. Natürlich mache er Nordkorea für die Misshandlung und den Tod des Studenten verantwortlich, erklärte Trump am Freitag auf Twitter. „Ich werde nie gerne falsch interpretiert, aber vor allem nicht, wenn es um Otto Warmbier und seine großartige Familie geht.“ Schließlich habe er Warmbier aus Nordkorea herausgeholt.

Zu einer Verantwortung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un äußerte er sich nicht. Nach dem Gipfel mit Kim in Hanoi hatte Trump am Donnerstag gesagt, er akzeptiere dessen Erklärung, dass er nicht gewusst habe, wie Warmbier in der Haft behandelt worden sei und er nehme ihn beim Wort. Dies sorgte bei den Eltern Warmbiers aber auch parteiübergreifend für Empörung in den USA.

„Kim und sein böses Regime sind für den Tod unseres Sohnes Otto verantwortlich“, teilten die Eltern in einer Erklärung mit. Warmbier war 2016 während einer Nordkorea-Reise festgenommen worden. Er wurde zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, weil er versucht haben soll, ein Propagandaplakat zu stehlen. 2017 wurde er nach 17 Monaten freigelassen, als er mit schweren Hirnschäden im Koma lag.

Der 22-jährige starb wenig später in einem Krankenhaus in den USA. Ein US-Gericht kam zu dem Schluss, dass er gefoltert worden sei. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Kritik erntet, weil er einem autokratischen Herrscher scheinbar mehr glaubt als Erkenntnissen von US-Seite. So dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Fall der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi und der Beteuerung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, sich nicht in die US-Wahlen eingemischt zu haben.

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  • rtr
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