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US-Präsident Trump schießt gegen US-Notenbank und Euro

Der US-Präsident wirft europäischen Ländern und China vor, ihre Währungen zu manipulieren. Zudem sind Trump die Fed-Zinserhöhungen ein Dorn im Auge.
20.08.2018 - 23:44 Uhr Kommentieren
„Ich bin nicht davon begeistert, dass er (Fed-Präsident Jerome Powell) die Zinsen erhöht.“ Quelle: AP
Donald Trump

„Ich bin nicht davon begeistert, dass er (Fed-Präsident Jerome Powell) die Zinsen erhöht.“

(Foto: AP)

Washington/New York US-Präsident Donald Trump hat den Kurs der Notenbank Fed kritisiert. „Ich bin nicht davon begeistert, dass er (Fed-Präsident Jerome Powell) die Zinsen erhöht. Nein, ich bin nicht begeistert“, sagte Trump am Montag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Vielmehr sollte sich die Fed zurückhalten und ihm „etwas helfen“.

Die Fed hat in diesem Jahr bereits zweimal ihren Leitzins erhöht. Zuletzt hob sie im Juni den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent an. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank im September erneut die Zinsen anhebt.

Powell übernahm im Februar 2018 das Amt des Fed-Präsidenten. Trump hatte ihn im vergangenen Jahr als Nachfolger von Janet Yellen an der Spitze der Fed nominiert. „Bin ich zufrieden mit meiner Wahl?“, stellte Trump die rhetorische Frage in den Raum. „Ich lasse es euch in sieben Jahren wissen.“

US-Präsidenten haben die Fed in den vergangenen Jahrzehnten selten kritisiert, denn die Unabhängigkeit der US-Notenbank gilt als essentiell für die wirtschaftliche Stabilität des Landes. Trump hatte die Fed jedoch bereits als Präsidentschaftskandidat während des US-Wahlkampfes 2016 kritisiert. Zur Frage, ob er an die Unabhängigkeit der Fed glaubte, sagte der 72-Jährige: „Ich glaube daran, dass die Fed das tut, was gut für das Land ist.“

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    Trump hat den Abbau der US-Handelsdefizite zu einer Priorität gemacht und die Kombination aus steigenden Zinsen und einem steigenden Dollar birgt Risiken für das Exportwachstum. Laut Trump profitieren andere Länder allerdings von Schritten ihrer Zentralbanken im Zuge der Handelsgespräche, während die Vereinigten Staaten keine Unterstützung von der Fed erhielten.

    „Wir verhandeln sehr intensiv mit anderen Nationen. Wir werden gewinnen. Aber während dieser Zeit sollte mir die Fed helfen“, forderte er.

    Zugleich warf Trump China und der Europäischen Union vor, ihre Währungen zu manipulieren. „Ich glaube, China manipuliert ihre Währung, absolut. Und ich denke, der Euro wird auch manipuliert“, sagte er.

    Trump dämpft Hoffnung auf Entspannung im Handelskonflikt mit China

    Trump signalisierte zudem im Handelsstreit mit China langen Atem. Er habe sich keinen Zeitrahmen für eine Beendigung des Konflikts gesetzt, sagte er am Montag. Der Republikaner erwarte nicht, dass bei den Handelsgesprächen mit China diese Woche in Washington viel herauskomme.

    Die USA und China liefern sich seit Monaten einen Handelsstreit. Sie haben gegenseitige Importzölle verhängt. Auch mit anderen Ländern, darunter den Mitgliedern der EU, hat Trump Handelskonflikte angezettelt.

    Und auch im Konflikt mit der Türkei zeigt er Härte. Er werde der Türkei nicht entgegenkommen, um eine Freilassung des dort festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson zu erwirken, bekräftigte Trump. „Ich finde es sehr traurig, was die Türkei tut. Ich denke, dass sie einen schrecklichen Fehler begeht. Es wird keine Zugeständnisse geben.“

    Trump sagte, seiner Meinung nach habe er mit Erdogan eine Abmachung gehabt. Demnach half Trump dabei, Israel zu überreden, eine türkische Bürgerin freizulassen. Im Gegenzug sei er davon ausgegangen, dass Erdogan Brunson freilassen werde. „Ich habe diese Person für ihn rausgeholt.“ Jetzt erwarte er, dass Erdogan seinen Teil der Abmachung einhalte. Die türkische Regierung hat dementiert, jemals einer Freilassung Brunsons zugestimmt zu haben.

    Auf Bedenken, dass die im Zuge des Konflikts verhängten Importzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei wirtschaftlichen Schaden auch in anderen Ländern anrichten könnten, entgegnete Trump: „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen.“ Er gehe in der Sache richtig vor.

    Mit Material von Reuters.

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