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US-Präsident

Donald Trump: Problemkind, Immobilien-Unternehmer, TV-Star, US-Präsident.

(Foto: REUTERS)

US Präsidentschaft So wurde Donald Trump vom Problemkind zum mächtigsten Mann der Welt

Seit 2017 regiert Donald Trump als 45. Präsident die USA. Vorher war er Bestseller-Autor, Unternehmer und ein gefeierter TV-Star. So verlief seine Karriere.
  • Charleen Florijn
05.02.2019 - 11:21 Uhr Kommentieren

Dieser Artikel ist am 05. Februar 2019 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.

Vom Tellerwäscher zum Millionär. So lautet das Motto des amerikanischen Traums. Der historischen Vorstellung zufolge kann jeder Mensch – unabhängig von seinem Wohlstand – erfolgreich sein. Das Geheimnis: harte Arbeit und ein eiserner Wille.

Donald Trump: Sein Reicher Vater soll ihm 40 Millionen Dollar überlassen haben

Donald Trump beteuerte immer wieder, er sei aus eigenem Antrieb zu einem erfolgreichen Geschäftsmann aufgestiegen. Donald Trump – das Beispiel für den American Dream, Vorbild für die Nation? Stimmt nicht, sagt die New York Times. Laut der Zeitung hat Trump mehr als 40 Millionen Dollar von seinem vermögenden Vater erhalten.

Vom Tellerwäscher zum Millionär? Glaubt man der New York Times, müsste der Spruch in diesem Fall anders lauten: vom Millionär zum Präsidenten. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch unserer Zeit hält er in Washington seine Rede zur Lage der Nation. Ein guter Anlass für einen Blick in den Lebenslauf des wohl mächtigsten Mannes der Welt.

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    Donald Trump kommt am 14. Juni 1946 auf die Welt und wächst im New Yorker Stadtteil Queens auf. Seine Mutter ist eine Fischerstochter aus Schottland, sein Vater erfolgreicher Immobilien-Unternehmer. Schon in der Schule fällt der junge Donald auf: Er muss oft nachsitzen, redet dazwischen und beschießt Mitschüler mit Papierkügelchen, wie ein Jugendfreund später der Bild-Zeitung erzählt.
    Papa Trump schickt den schlecht erzogenen Sohn daraufhin auf die New York Military School, ein Privatinternat etwa 100 Kilometer vom Elternhaus entfernt. Auch wenn es ihm zuerst schwer fallen soll, seine Ausbilder mit „Sir“ anzusprechen, passt sich der junge Trump offenbar schnell an und wird schon bald für das ordentlichste Zimmer und die saubersten Schuhe ausgezeichnet.

    Donald Trumps Lebenslauf: Vom Millionärssohn zum amerikanischen Präsidenten

    Nach der High School studiert Donald Trump Wirtschaftswissenschaften an der Fordham University in New York und der Wharton School in Philadelphia. Nebenbei arbeitet er in der Firma seines Vaters, nach dem Bachelorabschluss steigt er dort in Vollzeit ein. Mit 25 leitet er die Firma eigenständig. Sein erstes großes Projekt soll es sein, ein altes Hotel in New York zu renovieren.

    Für das 62-stöckige Gebäude findet sich einfach kein Investor. Trump Junior wittert seine Chance. Doch ohne eigenes Kapital und als Neuling im Immobiliengeschäft scheint der Wolkenkratzer eine Nummer zu groß für ihn.
    Doch Trump ist clever. Er nutzt die Kontakte seines Vaters ins Rathaus, spielt Verkäufer, Investoren und die Stadt gegeneinander aus, wie Journalisten in dem Buch „Trump Revealed“ aufdecken. So behauptete er gegenüber dem Verkäufer etwa, er habe bereits eine Vereinbarung mit der Hotelkette Hyatt. Das ist geschwindelt. Das Hyatt hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht zugestimmt. Erfolg hat Trump damit trotzdem: Inzwischen übernachten seit knapp 40 Jahren Gäste in dem First-Class-Hotel.

    Donald Trump: Der Trump Tower in New York wird sein eigenes Denkmal

    1977, mit Anfang 30 heiratet Donald Trump seine erste Frau, das tschechische Model Ivana Winklmayr. Aus der Ehe gehen die Kinder Donald Junior, Eric und Ivanka hervor. Die Ehe zerbricht, als Trump Anfang der 1990er-Jahre eine Affäre mit der Schauspielerin Marla Maples beginnt. Ivana reicht die Scheidung ein. Trump heiratet Marla Maples, die daraufhin Tochter Tiffany zur Welt bringt. Die Ehe geht in die Brüche. Ende der 90er lernt Trump das slowenische Model Melania kennen und sie heiraten 2005. Auch mit ihr bekommt er ein Kind: Barron.

    Nachdem er sich mit dem Hyatt-Hotel in New York verewigt hat, lässt das nächste große Projekt nicht lange auf sich warten. Anfang der 1980er-Jahre baut der Jungunternehmer den Trump Tower. 58 Etagen hat das Gebäude, ist 202 Meter hoch und beherbergt neben Cafés und Geschäften auch Wohnungen und Trumps persönliches Penthouse. Das soll über drei Stockwerke reichen und 53 Zimmer haben.

    Zu dieser Zeit sind die Trumps zu fünft, macht für jeden knapp zehn Zimmer. Über seinen Tower sagte Trump der New York Times einmal:

    „People really like it. It has the intimacy and privacy celebrities really want. It’s new, beautiful, bright, expensive, rich. Very 90’s. Everybody wants to be here.“

    Schon damals ist Trumps Ego offenbar mindestens genauso groß wie der Tower selbst.

    Mit 41 veröffentlicht Trump das Buch The Art of the Deal – und landet auf der Bestsellerliste. Selbst geschrieben hat er das Werk aber nicht, der Journalist Tony Schwartz hat es maßgeblich verfasst. In dem Buch, das ihn im ganzen Land bekannt macht, geht es in erster Linie um Trump selbst: seine Kindheit, seinen persönlichen Werdegang, seine Projekte. Nebenbei gibt er Business-Tipps und finanzielle Ratschläge.

    Donald Trump: Casino Taj-Mahal in Atlantic City wird zum Milliarden-Flop

    Seinen größten Flop landet Trump mit einem Casino in Atlantic City. Es soll das achte Weltwunder werden. Das Taj-Mahal ist mit 70.000 Quadratmetern und 42 Stockwerken zwischenzeitlich das größte Casino der Welt. Trump und seine Partner stecken mehr als eine Milliarde Dollar in das Projekt. Doch das Geschäft rechnet sich nicht, schreibt die Washington Post.

    2016 muss das Casino schließen, am Ende verkauft Trump das Taj-Mahal und zieht sich schließlich ganz aus dem Glücksspiel-Geschäft zurück. Auch wenn ihn das Projekt fast mit in die Pleite reißt, gibt er später an, als Sieger aus der Geschichte hervorgegangen zu sein. Er selbst soll sich lange hohe Gehälter und Boni ausgezahlt haben, wie die Washington Post berichtet.

    Donald Trump in der TV-Serie The Apprentice: „You are fired!“

    2004 entdeckt Donald Trump die Rampensau in sich. Seine Bühne: Die Reality-Show The Apprentice, was auf Deutsch so viel wie „Der Auszubildende“ heißt. In der Show wählt der Unternehmer aus 16 Teilnehmern einen Mitarbeiter für sein Unternehmen aus.

    Anfangs soll Trump nur zwei kurze Auftritte pro Folge haben. Doch schon nach der ersten Produktion stellt sich heraus: Dieser Mann ist für das Rampenlicht geboren. Kurzerhand schreiben die Produzenten das Drehbuch um und machen Donald Trump zum Star der Show, heißt es in dem Buch Trump Revealed.

    Das Publikum liebt Trump und seinen Spruch „You are fired!“ („Du bist gefeuert!“). Während der ersten Staffel steigt die Zuschauerzahl auf 27 Millionen. Trump ist im Fernsehen angekommen. Immer öfter laden Talkshows den Star zu sich ein. Dort äußert er sich auch zu politischen Themen.

    Donald Trump: US-Präsident mit dem Wahlkampf-Slogan „Make America great again“

    Im Juni 2015 gibt Trump dann seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl bekannt. Mit dem Motto „Make America great again“ startet er in den Wahlkampf. Trump sagt, was er denkt – und hat damit Erfolg. Zum Beispiel wirft er einer Journalistin vor, sie habe eine Frage zum Thema Sexismus nur gefragt, weil sie ihre Periode hätte. Die Umfragewerte steigen daraufhin, berichtet das ZDF in einer Doku.

    Er setzt sich gegen die anderen Kandidaten der Republikaner durch und setzt auch hier nicht ganz faire Mittel ein. Er beleidigt seine Rivalen, macht sich über sie lustig. Auch die Medien greift er an, bezeichnet Journalisten als Lügner. Im Juli 2016 nominieren ihn die Republikaner als Präsidentschaftskandidat. Damit tritt er gegen Hillary Clinton von den Demokraten an.

    Am 8. November 2016 ist es dann so weit: das Land wählt Donald Trump zu seinem Präsidenten. Im Alter von 70 Jahren zieht Trump als 45. Präsident der USA ins weiße Haus ein.

    Mehr: Donald Trump: Seine ökonomische Bilanz in sechs Grafiken

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