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US-Präsidentschaftsbewerber Romney versucht sich auf der Weltbühne

US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney galt bislang nur als Wirtschaftsfachmann. Nun wagt der Republikaner sich auf außenpolitisches Terrain. Auf einer Auslandsreise will er den internationalen Staatsmann geben.
24.07.2012 - 17:30 Uhr 1 Kommentar
Mitt Romney will der Welt „amerikanische Stärke“ geben. Quelle: dapd

Mitt Romney will der Welt „amerikanische Stärke“ geben.

(Foto: dapd)

Washington Mit einer Rede zur Außenpolitik und einer anschließenden Auslandsreise will sich US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney nun als internationaler Staatsmann präsentieren. Nachdem er seinen Wahlkampf gegen US-Präsident Barack Obama bislang auf die Wirtschaft konzentrierte, sollte seine für Dienstagnachmittag (Ortszeit) geplante Ansprache vor Kriegsveteranen insbesondere die außenpolitische Versäumnisse des Amtsinhabers aufzeigen, hieß es vorab in Medienberichten. Auch die Besuche in Großbritannien, Israel und Polen sollen helfen, sein internationales Profil zu schärfen.

Als Kernpunkt der Rede wurde der Vorwurf erwartet, dass die USA unter Obama auf der Weltbühne an Bedeutung verloren habe. „In keiner Region dieser Welt ist der Einfluss unseres Landes größer als vor vier Jahren“, sagte Romneys Sprecher Ryan Williams. „Präsident Obama schwächt unser Militär mit verheerenden Einsparungen und verringert unsere moralische Autorität.“

Romney selbst äußerte zuletzt vor allem Kritik an der Obama-Strategie im Konfliktherd Syrien. „Ich glaube, wir haben die Lage in Syrien von Anfang an falsch eingeschätzt“, sagte er dem TV-Sender CNBC. Amerika hätte wesentlich aggressiver gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad vorgehen sollen. „Die Welt will amerikanische Führung und amerikanische Stärke“, sagte Romney.

Bereits am Montag hatte Obama, ebenfalls vor Veteranen, seine außenpolitische Bilanz verteidigt. Seine Versprechen vor dem Amtsantritt habe er gehalten, etwa den Krieg in Irak zu beenden, den Abzug aus Afghanistan in die Wege zu leiten und das Terrornetzwerk Al-Kaida in die Knie zu zwingen. „Ihr habt nicht nur meine Worte, Ihr habt auch meine Taten“, sagte er. „Weil wir rund um die Welt anführen, haben die Menschen eine neue Einstellung gegenüber Amerika. Es gibt mehr Vertrauen in unsere Führung.“

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    Romney will nach Angaben seines Wahlkampfteams direkt nach seiner außenpolitischen Rede in Reno im US-Bundesstaat Nevada zu seiner Reise aufbrechen. Laut US-Medien wird erwartet, dass er auch den britischen Premierminister David Cameron und sowie den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen wird.

    • dpa
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    • ... und Deutschland meiden wird. Recht hat er.

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