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US-Präsidentschaftsvorwahlen Joe Biden gewinnt Vorwahlen im wichtigen US-Staat Michigan

Ersten Berechnungen zufolge hat der moderate Joe Biden die drei Staaten Michigan, Missouri und Mississippi gewonnen. Insgesamt wurde in sechs Staaten gewählt.
11.03.2020 - 02:10 Uhr Kommentieren

Biden gewinnt Vorwahlen in Missouri, Mississippi und Michigan

Washington Im Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten hat der frühere US-Vizepräsident Joe Biden laut Prognosen im wichtigen Vorwahlstaat Michigan einen Sieg eingefahren. Das berichteten die Fernsehsender Fox News, CNN und NBC übereinstimmend. Die Abstimmung in Michigan – ein Industriestaat im Mittleren Westen der USA – galt bei dem Rennen als wichtiger Indikator für die Stärke der Bewerber. Dort geht es um die Stimmen von 125 Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Juli – die meisten Delegiertenstimmen, die am Dienstag bei Vorwahlen in insgesamt sechs Bundesstaaten zu vergeben waren.

Biden gab sich zuversichtlich, US-Präsident Donald Trump bei der anstehenden Wahl im November herauszufordern und zu besiegen. „Heute Abend sind wir einen Schritt weiter, Anstand, Würde und Ehre im Weißen Haus wiederherzustellen“, sagte Biden bei einem kurzen Auftritt in Philadelphia. Es sehe nach einer „weiteren guten Nacht“ aus, erklärte er. Einige hätten seine Wahlkampagne noch vor kurzem totgesagt, sagte Biden. „Nun sind wir sehr lebendig.“

Biden dankte seinem parteiinternen Konkurrenten in dem Rennen, dem linken Senator Bernie Sanders, und dessen Unterstützern für ihre „unermüdliche Energie und Leidenschaft“. Sie alle teilten ein gemeinsames Ziel: „Zusammen werden wir Donald Trump besiegen.“ Mit Blick auf die Unterstützung für ihn durch diverse frühere Mitstreiter, die sich inzwischen aus dem Vorwahlrennen verabschiedet haben, sagte Biden: „Gemeinsam bringen wir unsere Partei zusammen.“

Rückschlag für Sanders

Sein Sieg in Michigan bringt Biden einen besonderen Schub – und bedeutet für seinen Rivalen Bernie Sanders einen herben Rückschlag. Sanders hatte seinen Wahlkampf in den vergangenen Tagen sehr auf den stimmengewichtigen Staat Michigan fokussiert, in dem er bei den Vorwahlen 2016 gewonnen hatte. Michigan sei für das Rennen „sehr, sehr bedeutend“, hatte Sanders noch am Wochenende eingeräumt, zugleich aber betont, er werde im Fall einer Niederlage in Michigan auf keinen Fall aufgeben.

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    Biden siegte am Dienstag Prognosen zufolge auch in den Bundesstaaten Mississippi und Missouri. In Missouri werden 68 Delegierte vergeben. Der Staat gilt als einer der konservativeren Staaten, in denen am Dienstag gewählt wurde. Alle gewählten Vertreter des Bundesstaates sind – mit Ausnahme einer Person – Republikaner.

    In Mississippi werden 36 Delegierte vergeben. Biden hielt dort am Sonntag eine Wahlkampfveranstaltung ab und buhlte um die Unterstützung von Afroamerikanern, die 38 Prozent der Bevölkerung ausmachen, und einen deutlich größeren Anteil unter den demokratischen Wählern ausmachen. Bidens Rivale Sanders strich den Plan, am Freitag in der Hauptstadt Mississippis, Jackson, aufzutreten und fuhr stattdessen nach Michigan, wo ebenfalls am Dienstag Vorwahlen abgehalten wurden.

    „Mini Super Tuesday“

    Am Dienstag standen in insgesamt sechs Bundesstaaten Vorwahlen an. Neben Mississippi auch in Michigan, Idaho, Missouri, North Dakota und Washington. Insgesamt geht es hier um etwa neun Prozent aller regulären Parteitagsdelegierten. Angesichts der vergleichsweise vielen zu verteilenden Stimmen wurde der Vorwahltag auch „Mini Super Tuesday“ genannt.

    Während bei den Republikanern Präsident Donald Trump als erneuter Kandidat so gut wie feststeht, geht es bei den Demokraten darum, ob Biden oder Sanders Trump herausfordern werden. Zwar bewirbt sich bei den Demokraten auch die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard um die Präsidentschaftskandidatur. Sie liegt jedoch chancenlos weit abgeschlagen hinter Sanders und Biden.

    Biden und Sanders liefern sich in dem Rennen einen Zweikampf. Nach einem zunächst äußerst schwachen Start in die Vorwahlserie hatte Biden vergangene Woche beim wichtigsten Vorwahltag, dem „Super Tuesday“, mit Abstimmungen in 14 Bundesstaaten eine überraschende Siegesserie hingelegt, in 10 Staaten gewonnen und Sanders den Rang als Favorit in nationalen Umfragen wieder abgelaufen.

    Nach dem „Super Tuesday“ lag Biden laut vorläufigen Berechnungen des Fernsehsenders CNN bei der Zahl der Delegierten insgesamt bereits in Führung vor Sanders - mit 635 zu 558 Delegierten. Seinen Vorsprung kann er durch die Siege in Mississippi, Missouri und vor allem in Michigan nun noch ausbauen.

    Bei einer Serie von Vorwahlen, die sich bis in den Juni hinzieht, werden die Stimmen von Delegierten verteilt. Diese reisen im Juli zum Nominierungsparteitag der Demokraten, um endgültig den Präsidentschaftskandidaten zu küren. Ein Bewerber muss dort 1991 von 3979 regulären Delegierten auf seiner Seite haben, um sich die Nominierung zu sichern.

    Mehr: Am Tag der Vorwahl in sechs Bundesstaaten sagen die führenden demokratischen Präsidentschaftsbewerber Veranstaltungen ab. Zuvor wurden drei Menschen positiv auf das Virus getestet.

    • dpa
    • rtr
    • ap
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