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US-Präsidentschaftswahl 2016 Guttenberg erklärt die Faszination an „Großkotz“ Trump

Das Weiße Haus hält Donald Trump als US-Präsidenten für untauglich. Der CSU-Politiker Guttenberg meint dagegen, der „pöbelnde Prolet“ der Republikaner könne die Wahlen 2016 entscheiden. In einer Analyse nennt er Gründe.
09.12.2015 Update: 09.12.2015 - 14:11 Uhr
Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump: Pöbelnder Prolet. Quelle: Reuters
Donald Trump.

Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump: Pöbelnder Prolet.

(Foto: Reuters)

Berlin Nach Einschätzung des früheren Bundesverteidigungsministers Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) kommt Donald Trump eine entscheidende Bedeutung für die US-Wahlen zu - trotz seines provokanten Auftretens. Der bei den Republikanern führende Bewerber um die Kandidatur für das Weiße Haus 2016 hatte zuletzt mit seiner Forderung nach einem USA-Einreiseverbot für alle Muslime eine Welle der Kritik ausgelöst.

Guttenberg, der heute Chairman der New Yorker Firma Spitzberg Partners ist, hält Trump zwar für einen „unerträglichen Angeber“, „pöbelnden Proleten mit dem Charme eines schlecht frisierten Bullterriers“ und „unberechenbaren Großkotz“, wie er in einer Analyse für die „Bild“-Zeitung schreibt. Aber im Gegensatz zu den meisten ambitionierten Politikern habe er sich entschlossen, nicht etwas zu spielen, was er nicht sei. „Er surft dabei auf zwei Wellen“, meint Guttenberg. „Eine steht für pure Verachtung, die andere für donnernden Applaus. Die Ironie: Beide Wogen drohen innerparteiliche Mitbewerber und Gegner wegzuspülen.“

Denn er weiß, was er sagt
Donald Trump
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Der Wahlkampf des Milliardärs Donald Trump um das US-Präsidentenamt hat schon einige markante Forderungen hervorgebracht, nun hat Trump erneut mächtig auf den Putz gehauen: Er spricht sich für ein komplettes Einreiseverbot von Muslimen in die USA aus. Trumps Forderung kommt wenige Tage nach einer mutmaßlichen Terrorattacke im kalifornischen San Bernardino, bei der 14 Menschen erschossen wurden. Eine Täterin hatte sich vor der Attacke als Anhängerin der Terrormiliz Islamischen Staat (IS) offenbart. Die beiden Täter waren Muslime. Die Forderung reiht sich ein in eine ganze Sammlung von provokanten Äußerungen des Unternehmers im Wahlkampf...

(Foto: dpa)
Waffenrecht
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Nach den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 sorgte Trump für Aufsehen, als er den strengen Waffengesetzen in Frankreich eine Mitschuld an der hohen Opferzahl gab. „Hätten die Menschen Waffen getragen, wäre es anders verlaufen“, erklärte er bei einem Wahlkampfauftritt in Texas.

(Foto: AFP)
Klimaschutz
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Anlässlich des Besuchs von Papst Franziskus in den Vereinigten Staaten Ende September sagte Trump, er glaube nicht an die globale Erwärmung und halte den Klimawandel nicht für ein drängendes Problem, sondern ein natürliches Phänomen. Klimaschutz-Auflagen für amerikanische Firmen hält er daher er für falsch.

(Foto: ap)
Mount Denali
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Am 29. August 2015 änderte das Geographic Names Information System (GNIS) in Abstimmung mit dem Präsidenten Barack Obama den amtlichen Namen des Berges Mount McKinley aus Respekt vor der indianischen Tradition in „Denali“. Es ist der höchste Berg Nordamerikas. Donald Trump kündigte an, im Falle seines Wahlerfolgs die Umbenennung des Berges zu revidieren.

(Foto: ap)
Gleichgeschlechtliche Ehe
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Trump kann jedoch auch anders. Obwohl er sich gegenüber der gleichgeschlechtlichen Ehe generell kritisch zeigt, erklärte er, die Entscheidung des Supreme Courts über die Öffnung der gleichgeschlechtlichen Ehe solle bei den einzelnen Bundesstaaten belassen werden. Nach dem Urteil des Supreme Court zur völligen Gleichstellung mit der heterosexuellen Ehe in den USA teilte er mit, die Entscheidung müsse nun akzeptiert werden und tauge nicht mehr als Wahlkampfthema.

(Foto: AFP)
Gleichgeschlechtliche Ehe
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In diesem Zusammenhang forderte er Anfang September 2015 die Verwaltungsbeamte Kim Davis aus Kentucky auf, künftig nicht länger die Ausfertigung von Heiratsurkunden an homosexuelle Paare zu verweigern. Davis hatte durch ihre Weigerung für internationales Aufsehen gesorgt und war wegen ihres Verhaltens zeitweise inhaftiert worden. Andere Präsidentschaftskandidaten wie Mike Huckabee unterstützten Davis jedoch öffentlich und kritisierten Trump für seine Haltung.

(Foto: AFP)
Gegen Einwanderer
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Als Schutz gegen illegale Einwanderer aus Mexiko möchte Trump eine Mauer entlang der gesamten mexikanisch-amerikanischen Grenze bauen lassen „Wenn Mexiko seine Leute rüberschickt, dann schicken sie nicht ihre Besten. Sie schicken Leute, die viele Probleme haben. Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger. Und einige, nehme ich an, sind gute Menschen“, wetterte er gegen mexikanische Einwanderer.

(Foto: ap)

Trump hatte am Montag Empörung und Kritik auf sich gezogen, weil in einer Presseerklärung die „vollständige und komplette Schließung“ der US-Grenzen für Muslime forderte. Mit dem Vorschlag reagierte Trump auf den Anschlag im kalifornischen San Bernardino, bei dem vergangenen Mittwoch ein offenbar dem radikalen Islam anhängendes Ehepaar 14 Menschen getötet hatte.

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    Auch das Weiße Haus reagierte auf die Trump-Forderung. Der Sprecher von Präsident Barack Obama, Josh Earnest, sprach Trump die Eignung zum Präsidenten ab. Trump sei ein „Marktschreier“ mit „falschem Haar“. Die Republikaner müssten sich nun fragen, ob sie mit Trump in der „Mülltonne der Geschichte“ landen wollten.

    „Eiternde Wunde im Fleisch der Republikaner“
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