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US-Raketenabwehr Nordkorea spioniert offenbar mit Drohnen

Nordkorea soll offenbar auf den Einsatz von Drohnen setzen und damit US-Raketensysteme beim südlichen Nachbarn ausspionieren. Das diktatorisch regierte Land verfügt nach UN-Angaben über zahlreiche unbemannte Fluggeräte.
13.06.2017 - 11:06 Uhr Kommentieren
Das US-Raketenabwehrsystem THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) soll Südkorea vor Raketen aus dem Norden schützen. Quelle: dpa
US-Raketenabwehrsystem THAAD

Das US-Raketenabwehrsystem THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) soll Südkorea vor Raketen aus dem Norden schützen.

(Foto: dpa)

Seoul Nordkorea setzt nach Angaben Südkoreas offenbar auf den Einsatz von Drohnen, um ein im Land stationiertes US-Raketenabwehrsystem auszuspionieren. Eine vermutlich aus Nordkorea stammende Drohne habe zehn Aufnahmen des Abwehrschirms THAAD gemacht, teilte das südkoreanische Militär am Dienstag mit. Das mit einer Kamera ausgestattete Flugobjekt sei vergangene Woche in einem Wald nahe der Grenze gefunden worden. Ein Militärvertreter kündigte Schritte gegen den Drohneneinsatz an. Nordkorea verfügt früheren UN-Angaben zufolge über etwa 300 unbemannte Fluggeräte. Darunter seien sowohl Kampf- als auch Aufklärungsdrohnen.

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nordkorea hatten sich Südkorea und die USA vergangenes Jahr auf die Stationierung des amerikanischen Raketenabwehrsystems THAAD etwa 250 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea entfernt verständigt. Bis Ende diesen Jahres sollte das System einsatzbereit sein.

Erneuter Raketentest in Nordkorea

In China stieß der Plan auf scharfe Kritik, weil das THAAD-Radarsystem weit in die Volksrepublik reicht. Das Waffensystem soll Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren und diese auch außerhalb der Erdatmosphäre zerstören können. Trotz immer neuer UN-Sanktionen und wachsender Spannungen mit dem Westen testete Nordkorea zuletzt mehrfach Raketen.

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